Eine Kommentierung von Thomas Nagel
Herausgegeben von Damian K. Graf / Doris Hutzler
Art. 2 Geltungsbereich
1 Dieses Gesetz gilt:
a. für Finanzintermediäre;
b. für natürliche und juristische Personen, die gewerblich mit Gütern handeln und dabei Bargeld entgegennehmen (Händlerinnen und Händler).
I. Adressaten des GwG: Grundgedanke
1 Auf internationalen Druck hin trat das GwG am 1. April 1998 in Kraft. Es sollte ursprünglich – als Ergänzung zu den Straftatbeständen der Geldwäscherei
2 Der Zweck des GwG erfuhr per 1. Februar 2009 eine Ergänzung. Es sollte zusätzlich der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung
3 Der Geltungsbereich des GwG und die durch dieses Gesetz ausgelösten Pflichten werden auf verschiedenen Ebenen konkretisiert: Durch Verordnungen (GwV und GwV-FINMA), Rundschreiben (insbesondere das FINMA-RS 2011/1) sowie durch Selbstregulierungen (z.B. durch die VSB 20 oder diverse Reglemente von Selbstregulierungsorganisationen).
II. Finanzintermediäre
A. Allgemeines
4 Der Gesetzgeber stand bei der Schaffung des GwG vor der Herausforderung, für Verschleierungshandlungen anfällige Dienstleister zu identifizieren und sie möglichst prägnant zu bezeichnen. Er wählte den Begriff des Finanzintermediärs.
5 Der Begriff des Finanzintermediärs ist praktisch, da er einerseits offen und wenig konkret ist und andererseits eine gewisse Prägnanz hat.
6 Seit Inkrafttreten des GwG per 1. April 1998 müssen die Finanzintermediäre (als damals einzige vom GwG erfasste Kategorie von Dienstleistern) diverse Pflichten einhalten. Diese betreffen einerseits eine Pflicht zur Dokumentation der Vertragspartei und der an den Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigten Personen bzw. Kontrollinhaber, andererseits die Pflicht, bei einem Verdacht eine Meldung abzusetzen, damit die Behörden tätig werden können. Beim GwG handelt es sich damit (entgegen einer weit verbreiteten Meinung von Laien) nicht um ein Strafgesetz, sondern um ein Wirtschaftsverwaltungsgesetz.
B. Begriff und Systematik
7 Die Finanzintermediäre werden in Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG genannt und in Art. 2 Abs. 2 und 3 GwG umschrieben. In Lehre und Praxis werden die Finanzintermediäre gemäss Art. 2 Abs. 2 und 3 GwG unterschiedlich bezeichnet. Die Finanzintermediäre gemäss Art. 2 Abs. 2 GwG werden bspw. als «Finanzintermediäre im engeren Sinne» und die Finanzintermediäre gemäss Art. 2 Abs. 3 GwG als «Finanzintermediäre im weiteren Sinne» oder als «übrige Finanzintermediäre» bezeichnet.
8 Die prudenziell beaufsichtigten Finanzintermediäre werden in Art. 2 Abs. 2 lit. a–g GwG abschliessend aufgezählt.
9 Finanzintermediäre sind gemäss der Generalklausel von Art. 2 Abs. 3 GwG Personen, die berufsmässig fremde Vermögenswerte annehmen oder aufbewahren oder helfen, sie anzulegen oder zu übertragen. Diese Definition ist gemäss hier vertretener (und wohl auch herrschender) Ansicht ausschlaggebend für alle Finanzintermediäre unter dem GwG, auch für diejenigen gemäss Art. 2 Abs. 2 GwG.
C. Ausnahmen
10 Vom Geltungsbereich des GwG gibt es unzählige Ausnahmen. Auf Gesetzesstufe ist auf Art. 2 Abs. 4 GwG und auf die Kommentierung zu diesen Bestimmungen zu verweisen. Zusammenfassend sind die folgenden Personen nicht vom GwG erfasst: die Schweizerische Nationalbank (lit. a); steuerbefreite Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (lit. b); Personen, die ihre Dienstleistungen ausschliesslich gegenüber steuerbefreiten Einrichtungen der beruflichen Vorsorge erbringen (lit. c); Finanzintermediäre nach Art. 2 Abs. 3 GwG, die ihre Dienstleistungen ausschliesslich gegenüber Finanzintermediären nach Art. 2 Abs. 2 GwG erbringen oder gegenüber ausländischen Finanzintermediären, die einer gleichwertigen Aufsicht unterstellt sind wie diese (lit. d); sowie Limited Qualified Investor Funds (L-QIF) in der Rechtsform der Investmentgesellschaft mit variablem Kapital (SICAV) oder der Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen (KmGK), wenn das nach Art. 118h Abs. 1, 2 oder 4 KAG für die Geschäftsführung zuständige Institut die Erfüllung der in diesem Gesetz enthaltenen Pflichten übernimmt (lit. e).
11 Weitere Ausnahmen vom Geltungsbereich sind auf Verordnungsstufe in Art. 2 Abs. 2 GwV enthalten. Demgemäss sind Personen, die folgende Tätigkeiten ausüben, ebenfalls keine Finanzintermediäre i.S.v. Art. 2 Abs. 3 GwG und vom GwG ausgenommen: Der rein physische Transport oder die rein physische Aufbewahrung von Vermögenswerten unter Vorbehalt von Art. 6 Abs. 1 lit. c GwV (lit. a Ziff. 1), die Inkassotätigkeit (lit. a Ziff. 2), die Übertragung von Vermögenswerten als akzessorische Nebenleistung zu einer Hauptvertragsleistung (lit. a Ziff. 3), das Betreiben von Vorsorgeeinrichtungen der Säule 3a durch Bankstiftungen oder Versicherungen (lit. a Ziff. 4), das Erbringen von Dienstleistungen unter Konzerngesellschaften (lit. a Ziff. 5) sowie unter Einhaltung gewisser Voraussetzungen das Tätigsein als Hilfsperson eines Finanzintermediärs (lit. b). Diese Ausnahmen werden im FINMA-Rundschreiben 2011/1 weiter konkretisiert.
D. Abgrenzungen
12 Der Begriff des Finanzintermediärs muss klar abgegrenzt werden vom Begriff des Händlers (siehe sogleich, N. 18 ff.). Eine Person kann für eine Aktivität bzw. Dienstleistung nicht gleichzeitig Finanzintermediär und Händler sein. Ist sie Finanzintermediär und Händler (z.B., weil sie mit verbrieften Wertpapieren handelt und somit de facto sowohl die Voraussetzungen von Art. 2 Abs. 3 lit. c GwG als auch von Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG erfüllt), so hat sie die Pflichten für die Finanzintermediäre einzuhalten.
13 Ebenso muss eine Abgrenzung zu den Finanzdienstleistern nach FIDLEG und zu den Finanzinstituten nach FINIG erfolgen: Nicht alle Finanzdienstleister fallen unter das GwG, sondern nur diejenigen, die eine finanzintermediäre Tätigkeit erbringen. Demgegenüber fallen Finanzinstitute wie Vermögensverwalter, Trustees, Wertpapierhäuser und Fondsleitungen aufgrund des Verweises in Art. 2 Abs. 2 lit. abis, b und d GwG stets unter das GwG und sind Finanzintermediäre unter prudenzieller Aufsicht. Das FIDLEG knüpft wiederum in den Bestimmungen zur Kundensegmentierung an den Begriff des Finanzintermediärs an (Art. 4 Abs. 3 lit. a FIDLEG).
14 Der Straftatbestand der mangelnden Sorgfalt bei Finanzgeschäften (Art. 305ter Abs. 1 StGB) enthält eine Definition des Täterkreises, der mit der Generalklausel von Art. 2 Abs. 3 GwG übereinstimmt.
E. Pflichten
15 Finanzintermediäre treffen die im Gesetz festgelegten Pflichten. Diese gliedern sich in Sorgfaltspflichten (Art. 3 ff. GwG) wie z.B. die Identifizierung der Vertragspartei (Art. 3 GwG), die Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person (Art. 4 GwG), die erneute Identifizierung bzw. Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person (Art. 5 GwG), besondere Sorgfaltspflichten (Art. 6 GwG), die Dokumentationspflicht (Art. 7 GwG) und organisatorische Massnahmen (Art. 8 GwG). Die Sorgfaltspflichten sind jederzeit einzuhalten.
16 Weiter gibt es Pflichten, die nur bei Geldwäschereiverdacht zum Tragen kommen. Dies sind die Meldepflicht (Art. 9 Abs. 1 GwG), mit Sonderregeln zu Kundenaufträgen (Art. 9a GwG) und dem Abbruch der Geschäftsbeziehung (Art. 9b GwG), die Vermögenssperre (Art. 10 GwG) und das Informationsverbot (Art. 10a GwG).
17 Das GwG kennt verschiedene Aufsichtskonzepte: Die Finanzintermediäre gemäss Art. 2 Abs. 2 GwG werden durch eine Bundesbehörde beaufsichtigt (z.B. FINMA oder ESBK, vgl. Art. 12 GwG). Bei den Vermögensverwaltern und Trustees nach FINIG (Art. 2 Abs. 2 lit. abis GwG) erfolgt die laufende Aufsicht unter Beizug einer Aufsichtsorganisation, die wiederum durch die FINMA bewilligt und beaufsichtigt wird (Art. 61 Abs. 1 und 2 FINIG). Die Aufsicht ist prudenziell, d.h. sie bezieht sich auf eine Vielzahl von Finanzmarktgesetzen und nicht nur auf das GwG.
18 Die Finanzintermediäre gemäss Art. 2 Abs. 3 GwG werden demgegenüber durch Selbstregulierungsorganisationen beaufsichtigt (vgl. Art. 12 lit. c i.V.m. Art. 24 GwG) und unterstehen nur dem GwG als einziges Finanzmarktgesetz.
III. Händler
A. Allgemeines
19 Bis zum 31. Dezember 2015 galt das GwG ausschliesslich für Finanzintermediäre.
20 Während die Empfehlungen der GAFI auch in der aktuellen Fassung nicht zwingend alle Händler erfassen, sondern nur Edelmetall- und Edelsteinhändler, die Bargeld in der Höhe von 15 000 Euro oder mehr entgegennehmen,
21 Der ursprüngliche Vorschlag des Bundesrates sah vor, dass ein Bargeldverbot für Beträge über 100 000 Franken eingeführt wird. Dieser Vorschlag wurde durch das Parlament verworfen.
B. Begriff und Systematik
22 Vereinfacht ausgedrückt dient die Unterstellung der Händler dazu, dass kriminelle Organisationen Geld kriminellen Ursprungs nicht in (Luxus-)Waren umtauschen können.
23 Als Händler werden in persönlicher Hinsicht sowohl natürliche als auch juristische Personen erfasst.
C. Pflichten
24 Im Gegensatz zu den Finanzintermediären, die eine grosse Anzahl von Pflichten des GwG einhalten müssen, sind Händler (entsprechend dem im Vergleich zu den meisten Finanzintermediären geringeren Risiko) nur den in Art. 8a Abs. 1 GwG genannten Sorgfaltspflichten unterworfen. Dies sind die Identifizierung der Vertragspartei (Art. 3 Abs. 1 GwG), die Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person (Art. 4 Abs. 1 und 2 lit. a und b GwG) sowie die Dokumentationspflicht (Art. 7 GwG). Das Gesetz verweist für diese Pflichten ausdrücklich auf die Pflichten, die für Finanzintermediäre gelten. Von Abweichungen für die Händler ist nur auszugehen, wenn für diese ausdrücklich abweichende Regeln im Gesetz oder in den Verordnungen definiert werden.
25 Die Händler trifft ausserdem eine Meldepflicht bei Verdachtsmomenten i.S.v. Art. 9 Abs. 1bis GwG. Die Gründe, die eine Meldepflicht auslösen, sind mit denjenigen von Art. 9 Abs. 1 lit. a Ziff. 1–4 GwG identisch. Händler trifft ebenfalls das Informationsverbot nach erstatteter Meldung (Art. 10a Abs. 5 GwG). Die Verletzung der Meldepflicht löst strafrechtliche Folgen aus (Art. 37 GwG). An dieser Stelle wird auf die Kommentierungen zu Art. 9, 10a und 37 GwG verwiesen.
26 Da Händler weder durch eine Bundesbehörde wie die FINMA noch durch eine Selbstregulierungsorganisation beaufsichtigt werden, unterstehen sie einer Prüfpflicht. Sie müssen ein Revisionsunternehmen beauftragen, das prüft, ob sie ihre Pflichten nach dem 2. Kapitel des Gesetzes einhalten (Art. 15 Abs. 1 GwG). Die Verletzung der Pflicht gemäss Art. 15 Abs. 1 GwG löst strafrechtliche Folgen aus (Art. 38 GwG). An dieser Stelle wird auf die Kommentierungen zu Art. 15 und Art. 38 GwG verwiesen.
IV. Räumlicher Geltungsbereich des GwG
27 Auf Gesetzesebene finden sich keine Ausführungen zum räumlichen Geltungsbereich des GwG. In Art. 2 GwV sind indessen diesbezügliche Regelungen enthalten. In Art. 2 Abs. 1 lit. a und b GwV ist geregelt, dass Finanzintermediäre (nach Art. 2 Abs. 2 und Abs. 3 GwG) und Händler (nach Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG) in der Schweiz oder von der Schweiz aus tätig sein müssen, um unter die GwV zu fallen. Der in der GwV umschriebene Geltungsbereich bezieht sich eigentlich nur auf den Geltungsbereich der GwV. Es ist gemäss hier vertretener Ansicht jedoch sinnvoll, die Umschreibung des räumlichen Geltungsbereichs auch auf das GwG an sich anzuwenden.
28 Im FINMA-RS 2011/1 wird dargelegt, wie der räumliche Geltungsbereich durch die FINMA ausgelegt wird.
29 Im Umkehrschluss kann somit festgehalten werden, dass ausschliesslich über die Grenzen der Schweiz hinweg aus dem Ausland für Kunden in der Schweiz («cross-border») erbrachte Tätigkeiten keine GwG-Unterstellung auslösen.
30 Für Händler gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für Finanzintermediäre (vgl. Wortlaut von Art. 2 Abs. 1 lit. b GwV). Es sei jedoch gemäss Verständnis des Bundesrats nicht der Sitz/Wohnsitz des Händlers bzw. die Dauerhaftigkeit der Präsenz in der Schweiz beachtlich, sondern der Abwicklungsort.
31 Allgemein wäre wünschenswert, wenn der räumliche Geltungsbereich genauer konkretisiert und auf Gesetzesstufe definiert würde.
V. Ausblick: Allfällige weitere Ausdehnung des Adressatenkreises
32 Die GAFI-Empfehlungen verlangen, dass gewisse Beratungsdienstleistungen durch das Geldwäschereirecht erfasst werden (siehe Empfehlung 22 [Due Diligence], Empfehlung 23 [Meldepflichten] sowie Empfehlung 28 [Aufsicht]). Nachdem im Jahr 2019 in der Schweiz bereits ähnliche Vorstösse auf den Weg gebracht wurden, letztlich aber im Parlament scheiterten,
Literaturverzeichnis
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Kunz Michael, Umsetzung der GAFI-Empfehlungen 2012, die Geldwäschereiprävention verlässt den Finanzsektor, in: Jusletter vom 23.2.2015 (zit. Kunz, Jusletter 23.2.2015).
Lutz Peter, Die Anwaltschaft zwischen Berufsgeheimnis und Aufsichtszwang – eine Fahrt zwischen Skylla und Charybdis, 12. Zürcher Tagung zur Geldwäschereibekämpfung, Europa Institut der Universität Zürich, 1.10.2024.
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Ramelet Nicolas, Kommentierung zu Art. 2 Abs. 1 lit. b, in: Hsu Peter Ch./Flühmann Daniel (Hrsg.), Basler Kommentar Geldwäschereigesetz, Basel 2021 (zit. BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG).
Ramelet Nicolas, Sorgfaltspflichten für «Händler» – Auslegeordnung einer Kompromisslösung, AJP 2015, S. 1160–1167 (zit. Ramelet, AJP 2015).
Schären Simon, Kommentierung zu Art. 2, in: Kunz Peter V./Jutzi Thomas/Schären Simon (Hrsg.), Stämpflis Handkommentar zum Geldwäschereigesetz (GwG), Bundesgesetz vom 10. Oktober 1997 über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung, Bern 2017 (zit. SHK-Schären, Art. 2 GwG).
Schott Ansgar/Kessler Martina A., Kommentierung zu Art. 8a, in: Kunz Peter V./Jutzi Thomas/Schären Simon (Hrsg.), Stämpflis Handkommentar zum Geldwäschereigesetz (GwG), Bundesgesetz vom 10. Oktober 1997 über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung, Bern 2017 (zit. SHK-Schott/Kessler, Art. 8a GwG).
Wyss Ralph, Kommentierung zu Art. 2, in: Thelesklaf Daniel/Wyss Ralph/van Thiel Mark/Ordolli Stiliano (Hrsg.), Orell Füssli Kommentar zum Schweizerischen Geldwäschereigesetz mit weiteren Erlassen (GwG), 3. Aufl., Zürich 2019 (zit. OFK-Wyss, Art. 2 GwG).
Zysset Pascal/Nagel Thomas, Der räumliche Geltungsbereich des Geldwäschereigesetzes, GesKR 2018, S. 140–155.
Materialienverzeichnis
Amtliches Bulletin Nationalrat 2014, abrufbar unter https://www.parlament.ch/centers/documents/de/NR_4916_1412.pdf, besucht am 31.8.2024 (zit. AB 2014 NR).
Amtliches Bulletin Ständerat 2014, abrufbar unter https://www.parlament.ch/centers/documents/de/SR_4916_1412.pdf, besucht am 31.8.2024 (zit. AB 2014 SR).
Botschaft zur Änderung des Geldwäschereigesetzes vom 26.6.2019, BBl 2019 5451 ff., abrufbar unter https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2019/1932/de, besucht am 31.8.2024 (zit. Botschaft GwG 2019).
Botschaft zum Bundesgesetz zur Bekämpfung der Geldwäscherei im Finanzsektor (Geldwäschereigesetz, GwG) vom 17.6.1996, BBl 1996 III 1101 ff., abrufbar unter https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/1996/3_1101_1057_993/de, besucht am 31. August 2024 (zit. Botschaft GwG 1996).
Botschaft zum Bundesgesetz über die Transparenz juristischer Personen und die Identifikation der wirtschaftlich berechtigten Personen, nicht datiert (Vorabdruck), 2024, abrufbar unter https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/87770.pdf, besucht am 31.8.2024 (zit. Botschaft TJPG 2024).
Botschaft zur Umsetzung der 2012 revidierten Empfehlungen der Groupe d’action financière (GAFI), BBl 2014 605 ff., abrufbar unter https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2014/100/de, zuletzt besucht am 31.8.2024 (zit. Botschaft GAFI 2013).
Botschaft zur Umsetzung der revidierten Empfehlungen der Groupe d’action financière (GAFI), BBl 2007 6295 ff., abrufbar unter https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2007/938/de, besucht am 31.8.2024 (zit. Botschaft GAFI 2007).
Erläuterungsbericht zur Geldwäschereiverordnung (GwV) – Umsetzung der GAFI-Empfehlungen vom 11.11.2015, abrufbar unter https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/41723.pdf, besucht am 31.8.2024 (zit. Erläuterungsbericht GwV 2015).
EXPERTsuisse, Ausgewählte Fragen und Antworten zu den Auswirkungen der Anpassungen des Geldwäschereigesetzes auf die Prüfung von Händlerinnen und Händlern, 23.6.2016 (zit. EXPERTsuisse).
FINMA, Rundschreiben 2011/1, Tätigkeit als Finanzintermediär nach GwG: Ausführungen zur Geldwäschereiverordnung (GwV), 20.10.2010, zuletzt geändert am 4.11.2020, abrufbar unter https://www.finma.ch/de/~/media/finma/dokumente/dokumentencenter/myfinma/rundschreiben/finma-rs-2011-01-01-01-2017.pdf?sc_lang=de&hash=C13E76F1B7CE20DFB9B822526B383187, besucht am 31.8.2024 (zit. FINMA-RS 2011/1).
GAFI/FATF, International Standards on Combating Money Laundering and the Financing of Terrorism & Proliferation vom 16.2.2012, aktualisiert im November 2023, abrufbar unter https://www.fatf-gafi.org/content/dam/fatf-gafi/recommendations/FATF%20Recommendations%202012.pdf.coredownload.inline.pdf, zuletzt besucht am 31.8.2024 (zit. GAFI-Empfehlungen).
Praxis der Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei zu Art. 2 Abs. 3 GwG: Der Geltungsbereich des Geldwäschereigesetzes im Nichtbankensektor, 29.10.2008 (mittlerweile ausser Kraft gesetzt), abrufbar unter https://www.finma.ch/FinmaArchiv/gwg/d/dokumentationen/publikationen/gwg_auslegung/pdf/59402.pdf, besucht am 31.8.2024 (zit. Kst, Unterstellungskommentar).
Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken zwischen der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) einerseits und den unterzeichnenden Banken andererseits, vom 13.6.2018, abrufbar unter https://www.swissbanking.ch/_Resources/Persistent/e/2/5/4/e254d3078d72c23dcbc13352a34223c518303ec8/SBVg_Vereinbarung_VSB_2020_DE.pdf, besucht am 31.8.2024 (zit. VSB 20).
Fussnoten
- Art. 305bis Ziff. 1 StGB.
- Art. 305ter Abs. 1 StGB.
- Botschaft GwG 1996, S. 1102 f.
- Botschaft GwG 1996, S. 1105.
- Art. 260quinquies Abs. 1 StGB.
- Vgl. Botschaft GAFI 2007, S. 6295.
- Vgl. Vernehmlassungsverfahren zum Bundesgesetz über die Transparenz juristischer Personen und die Identifikation der wirtschaftlich berechtigten Personen, VE Art. 1 GwG.
- Vgl. Art. 1 E-GwG sowie Botschaft TJPG 2024, S. 21; vgl. dazu weiter unten, Ziff. V.
- In diesem Sinne bereits Nagel, RRCO 6/2023, S. 4.
- Botschaft GwG 1996, S. 1116.
- Duden online, abrufbar unter https://www.duden.de/rechtschreibung/Finanz, besucht am 31.8.2024.
- Duden online, abrufbar unter https://www.duden.de/rechtschreibung/intermediaer, besucht am 31.8.2024.
- KEOVG II-de Capitani, Art. 2 GwG N. 29; BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 4.
- Vertiefend hierzu vgl. Nagel, Geltungsbereich Rz. 882; ders., Zahlungsverkehr, S. 76 f., jeweils m.w.H.
- BGer 2C_488/2018 vom 12.3.2020 E. 3.1.
- Von Gesetzes wegen zählt das GwG zu den Finanzmarktgesetzen (vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. f FINMAG). Da das Gesetz jedoch zunehmend Wirtschaftsakteure erfasst, die kaum zum Finanzsektor gezählt werden können, ist dieser Begriff jedoch m.E. nicht (mehr) zutreffend.
- Publiziert in Kst, Unterstellungskommentar, passim.
- Publiziert im FINMA-RS 2011/1.
- SHK-Schären, Art. 2 GwG N. 5; OFK-Wyss, Art. 2 GwG N. 22.
- BGE 143 II 162 E 2.2 f. S. 167 f.; Botschaft GwG 1996, S. 1116; FINMA-RS 2011/1, Rz. 1.
- In diesem Sinne auch BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 6 ff.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 8.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 8 e contrario sowie N. 12.
- BGer 2C_488/2018 vom 12.3.2020 E. 3.1; BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 12.
- Gl.M. SHK-Schären, Art. 2 GwG N. 9 und 13; Nagel, Geltungsbereich, Rz. 198 ff.; im Ergebnis ähnlich KEOVG II-de Capitani, Art. 2 GwG N. 44; a.M. BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 5, der die Ansicht vertritt, dass Art. 2 Abs. 3 GwG nur eine «Unterkategorie» von Finanzintermediären sei und nicht als allgemeine Definition herangezogen werden könne.
- Art. 7 Abs. 1 lit. b FINMAG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 der Verordnung zum FINMAG.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 5 ff.; siehe hierzu im Detail auch Nagel, Geltungsbereich, Rz. 291 ff.
- Nagel, Geltungsbereich, Rz. 838 und 231.
- Erläuterungsbericht GwV 2015, S. 8; BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 5 f.; OFK-Wyss, Art. 2 GwG N. 8.
- Erläuterungsbericht GwV 2015, S. 8.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 4.
- Botschaft GwG 1996, S. 1117.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 4.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 19.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 23.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 20.
- BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 25; Nagel, Geltungsbereich, Rz. 266 f.
- Botschaft GAFI 2013, S. 627.
- AS 2015 1389; Botschaft GAFI 2013, S. 605 ff.
- BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 8.
- SHK-Schott/Kessler, Art. 8a GwG N. 9; BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 6; BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 8.
- BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 8.
- Vgl. Zysset/Nagel, GesKR 2018, S. 149; ebenso BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 8.
- BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 8.
- GAFI-Empfehlungen, Empfehlung 22 lit. c (S. 19) und die dazugehörige Interpretativnote (S. 90).
- Vgl. dazu Nagel, Geltungsbereich, Rz. 226 m.w.H.
- https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/bargeldobergrenze-zahlung-geldwaesche-100.html, besucht am 31.8.2024.
- AB 2014 SR, S. 1335; AB 2014 NR, S. 2322 f.
- SHK-Hilf, Art. 38 GwG N. 1; BSK-Mràz, Art. 38 GwG N. 1; Botschaft GAFI 2013, S. 693 f.
- SHK-Schott/Kessler, Art. 8a GwG N. 5.
- SHK-Hilf, Art. 38 GwG N. 1.
- Nagel, Geltungsbereich, Rz. 229.
- Zysset/Nagel, GesKR 2018, S. 149.
- SHK-Schären, Art. 2 GwG N. 4; Nagel, Geltungsbereich, Rz. 243.
- EXPERTsuisse, S. 5.
- SHK-Schott/Kessler, Art. 8a GwG N. 39.
- Erläuterungsbericht GwV 2015, S. 9.
- Vgl. sogleich, N. 22.
- Bei der Abgrenzung zwischen Werk- und Kaufvertrag können sich Abgrenzungsschwierigkeiten ergeben, vgl. die Hinweise bei Nagel, Geltungsbereich, Rz. 841.
- Siehe zum Ganzen: SHK-Schott/Kessler, Art. 8a GwG N. 12. Nicht erfasst vom Begriff des Bargelds sind Kryptowährungen (vgl. a.a.O., N. 13).
- Kunz, Jusletter 23.2.2015, Rz. 73; SHK-Schott/Kessler, Art. 8a GwG N. 6.
- Vgl. Art. 2 Abs. 2 lit. a Ziff. 3, Art. 3 lit. f sowie Art. 5 Abs. 3 GwV.
- EXPERTsuisse, S. 5.
- SHK-Schären, Art. 2 GwG N. 4; Nagel, Geltungsbereich, Rz. 232; EXPERTsuisse, S. 5.
- Nagel, Geltungsbereich, Rz. 233.
- Nagel, Geltungsbereich, Rz. 235.
- Erläuterungsbericht GwV 2015, S. 8.
- Erläuterungsbericht GwV 2015, S. 8; EXPERTsuisse, S. 5.
- Burckhardt/Hösli, Jusletter 1.2.2016, Rz. 14.
- Erläuterungsbericht GwV 2015, S. 8; EXPERTsuisse, S. 5; Burckhardt/Hösli, Jusletter 1.2.2016, Rz. 13; SHK-Schären, Art. 2 GwG N. 189; Nagel, Geltungsbereich, Rz. 237.
- EXPERTsuisse, S. 5; Burckhardt/Hösli, Jusletter 1.2.2016, Rz. 13; Nagel, Geltungsbereich, Rz. 238.
- So bereits Nagel, Geltungsbereich, Rz. 239.
- So bereits Nagel, Geltungsbereich, Rz. 240.
- So bereits Nagel, Geltungsbereich, Rz. 241.
- Burckhardt/Hösli, Jusletter 1.2.2016, Rz. 6; BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 7; Ramelet, AJP 2015, S. 1164; SHK-Schott/Kessler, Art. 8a N. 8.
- So bereits Zysset/Nagel, GesKR 2018, S. 144; wohl gl.M. OFK-Wyss, Art. 2 GwG 2.
- OFK-Wyss, Art. 2 GwG N. 3.
- OFK-Wyss, Art. 2 GwG 4 f.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 28 ff.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 28.2.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 28.3.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 28.3; BGE 130 II 351 E. 5.1 S. 362.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 28.4.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 28.1 und 28.3.
- Vgl. in diesem Sinne auch Zysset/Nagel, GesKR 2018, S. 147 m.w.H. und a.a.O., passim, mit weiteren Denkanstössen zum räumlichen Geltungsbereich des GwG.
- Siehe zum Ganzen FINMA-RS 2011/1, Rz. 28.5.
- FINMA-RS 2011/1, Rz. 28.6.
- Erläuterungsbericht GwV 2015, S. 5.
- Zysset/Nagel, GesKR 2018, S. 150.
- Burckhardt/Hösli, Jusletter 1.2.2016, Rz. 11; SHK-Schären, Art. 2 GwG N. 199.
- Ramelet, AJP 2015, S. 1163 ff.; Zysset/Nagel, GesKR 2018. S. 150.
- Vgl. zum Ganzen: Zysset/Nagel, GesKR 2018, S. 150 m.w.H.
- Zysset/Nagel, GesKR 2018, S. 140; BSK-Peyer, Art. 2 Abs. 1 lit. a GwG N. 2.
- Vgl. Botschaft GwG 2019, S. 5504 ff.; siehe dazu auch im Detail: BSK-Ramelet, Art. 2 Abs. 1 lit. b GwG N. 9 ff.; Nagel, Geltungsbereich, Rz. 244 ff.
- Botschaft TJPG 2024, passim.
- Botschaft TJPG 2024, S. 78 ff.
- Vgl. Art. 2 Abs. 1 lit. c und Abs. 3bis E-GwG.
- Vgl. Art. 2 Abs. 3bis lit. a–e E-GwG.
- Vgl. Art. 9ª Abs. 2 lit. b E-GwG.
- Vgl. Art. 2 Abs. 3ter lit. a–c E-GwG.
- Vgl. Stellungnahmen Vernehmlassung, insbesondere S. 234 ff. (Stellungnahmen des Schweizer Anwaltsverbands und des Schweizer Notarenverbandes); siehe auch Lutz, passim; Nagel, RRCO 6 (2023), passim; Nagel, Jusletter, Rz. 34.
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