In die­ser Zitier­richt­li­nie wer­den die wich­tigs­ten Regeln für das Zitie­ren auf dem Online­kom­men­tar fest­ge­hal­ten. Zweck die­ser Vor­ga­ben ist es, eine ein­heit­li­che Zitie­rung der Kom­men­ta­re auf dem Online­kom­men­tar sicher­zu­stel­len. Die For­mat­vor­la­ge des Online­kom­men­tars ist auf der Autoren­sei­te abrufbar.

Die­ser Leit­fa­den ori­en­tiert sich am Stan­dard­werk von Roger Mül­ler zum “rich­ti­gen” Zitie­ren in der schwei­ze­ri­schen Rechts­wis­sen­schaft (Mül­ler Roger, Zitier­Gui­de, 4. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2016).

I. Gliederung der Kommentierung

Die Kom­men­ta­re auf dem Online­kom­men­tar umfas­sen die fol­gen­den vier Gliederungsebenen:

  • Über­schrif­ten der ers­ten Glie­de­rungs­ebe­ne wer­den durch römi­sche Zah­len geglie­dert, also I, II, III etc.
  • Über­schrif­ten der zwei­ten Glie­de­rungs­ebe­ne wer­den durch Gross­buch­sta­ben geglie­dert, also A, B, C etc.
  • Über­schrif­ten der drit­ten Glie­de­rungs­ebe­ne wer­den durch ara­bi­sche Zif­fern geglie­dert, also 1, 2, 3 etc.
  • Über­schrif­ten der vier­ten Glie­de­rungs­ebe­ne wer­den durch Klein­buch­sta­ben geglie­dert, also a,b,c etc.

Das ergibt kurz gefasst die fol­gen­de Glie­de­rungs­struk­tur: I., A., 1., a., 

Auf wei­ter­ge­hen­de Glie­de­run­gen soll­te — wenn mög­lich — ver­zich­tet werden.

II. Gesetze

Geset­ze wer­den wie folgt zitiert: Arti­kel abge­kürzt mit “Art.”, der Arti­kel­num­mer und der offi­zi­el­len Abkür­zung des Erlas­ses.

Bei­spie­le:

  • Art. 701 OR
  • Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR

III. Entscheide

A. Bundesgerichtsentscheide

BGE 146 III 63 E. 4.2 (Ohne Kom­ma zwi­schen der BGE-Num­mer und der Erwägung)

Urteil 4A_646/2020 vom 12. April 2021 E. 3.1

B. Kantonale Entscheide

Ent­scheid des Ober­ge­richts des Kan­tons Bern ZK 13 642 vom 11. März 2014 E. 3

Beschluss der Beschwer­de­kam­mer des Ober­ge­richts des Kan­tons Bern BK 22 31 vom 26. Janu­ar 2022 E. 3.4

Ent­scheid des Ober­ge­richts des Kan­tons Zürich LB140093 vom 17. Febru­ar 2015 E. 2

IV. Literatur und Materialien

Auf dem Online­kom­men­tar wird mit einen Lite­ra­tur­ver­zeich­nis pro kom­men­tier­ten Arti­kel gear­bei­tet. In den Fuss­no­ten wird nur ein Kurz­zi­tat verwendet.

A. Literaturverzeichnis

1. Selbstständige Werke, (Lehr)bücher etc.

Anzu­ge­ben sind: Autoren­na­me und ‑vor­na­me, Titel des Wer­kes, Auf­la­ge, Erschei­nungs­ort und ‑jahr.
Bei meh­re­ren Autoren erfolgt die Abgren­zung durch Schräg­strich (“/”).
Auf­la­ge wird durch “Aufl.” abgekürzt.

Bei­spie­le:

  • Mei­er-Hay­oz Arthur / Forst­mo­ser Peter / Set­he Rolf, Schwei­ze­ri­sches Gesellschafts­recht, 12. Aufl., Bern 2018.
  • Böck­li Peter, Schwei­zer Akti­en­recht, 4. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2009.

2. Kommentare

Anzu­ge­ben sind für die Gross­kom­men­ta­re Zür­cher- und Berner­kom­men­tar: Autoren­na­me und ‑vor­na­me, Name des Kom­men­tars, Band, Auf­la­ge, Erschei­nungs­ort und ‑jahr. Die Her­aus­ge­ber nicht zu nennen. 

Bei ande­ren Kom­men­ta­ren: Autoren­na­me und ‑vor­na­me, in: Name und Vor­na­me des Her­aus­ge­bers gefolgt von “(Hrsg.”), Name des Kom­men­tars, Band, Auf­la­ge, Erschei­nungs­ort und — jahr.

Bei­spie­le:

  • Bür­gi F. Wolf­hart, Zür­cher Kom­men­tar, Band V/5b/2, Zürich 1969.
  • Dubs Die­ter / Truf­fer Roland, in: Hon­sell Hein­rich / Vogt Nedim Peter / Wat­ter Rolf (Hrsg.), Bas­ler Kom­men­tar, Obli­ga­tio­nen­recht II, 5. Aufl., Basel 2016.

3. Zeitschriftenartikel

Ange­führt wird: Autoren­nach­na­me und ‑vor­na­me, Titel des Arti­kels, Abkür­zung der Zeit­schrift, Jahr­gang (ev. Erschei­nungs­jahr), Anfangs­sei­te, “ff.”

Bei­spie­le:

  • Mül­ler Lukas / Kai­ser Phil­ip­pe J.A. / Benz Die­go, Die öffent­li­che Beur­kun­dung bei elek­tro­ni­schen und vir­tu­el­len Gene­ral­ver­samm­lun­gen sowie Zir­ku­lar­be­schlüs­sen, Reprax 3/2020, S. 217 ff.
  • Sah­l­feld Miri­am, Crea­ti­ve Com­mons, Medialex 2007, S. 72 ff.

4. Beiträge in Sammelbänden

Ange­führt wird: Autoren­nach­na­me und ‑vor­na­me, Titel des Bei­tra­ges, in: Nach­na­me und Vor­na­me des Her­aus­ge­bers gefolgt von “(Hrsg.)”, Titel der Ban­des, Erschei­nungs­ort und Erschei­nungs­jahr, Anfangs­sei­te des Bei­tra­ges, “ff.”.

Bei­spie­le:

  • Bärts­chi Harald, Die gericht­li­che Durch­set­zung von Min­der­hei­ten­rech­ten im Gesell­schafts­recht, in: Kunz Peter V. / Jörg Flo­ri­an S. / Arter Oli­vi­er (Hrsg.), Ent­wick­lun­gen im Gesell­schafts­recht XI, Bern 2016, S. 123 ff. 
  • Kölz Chris­ti­an, Das Bun­des­ge­richt als ein­zi­ge Instanz, in: Haas Ulrich / Mar­ghi­to­la Reto (Hrsg.), Fach­hand­buch Zivil­pro­zess­recht, Zürich / Basel / Genf 2020, S. 771 ff. 

5. Dissertationen / Habilitationen

Dis­ser­ta­tio­nen (“Diss.”) und Habi­li­ta­tio­nen (“Habil.”) wer­den als sol­che aus­ge­wie­sen. Erscheint das Schrift in einer Schrif­ten­rei­he, kann auch die­se ange­ge­ben werden.

Bei­spie­le:

  • Heu­ber­ger Oli­vi­er, Pro­filing im Per­sön­lich­keits- und Daten­schutz­recht der Schweiz, Diss., LBR Band 144, Zürich / Basel / Genf 2020.
  • Hur­ni Chris­toph, Zum Rechts­mit­tel­ge­gen­stand im Schwei­ze­ri­schen Zivil­pro­zess­recht, Habil., Bern 2018.

5. Internetquellen

Es gel­ten grund­sätz­lich die glei­chen Grund­sät­ze wie bei gedruck­ten Wer­ken. Ergänzt wird die Fund­stel­le mit dem Datum, an dem die Inter­net­sei­te besucht wur­de. Mög­lich ist auch die Anga­be der DOI, sofern eine sol­che ange­ge­ben wird.

Bei­spie­le:

  • Urwy­ler Thier­ry / Ran­zo­ni Luca, Schuld­dog­ma­tik in der bun­des­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung, in: Sui gene­ris 2021, S. 179 ff., https://doi.org/10.21257/sg.181, besucht am 28. Mai 2021.
  • Curch­od Nico­las / Pia­get Emma­nu­el, Requa­li­fi­ca­ti­on d’u­ne gra­ti­fi­ca­ti­on facul­ta­ti­ve en salai­re, in: Jus­let­ter vom 10. August 2020, https://jusletter.weblaw.ch/juslissues/2020/1031.html, besucht am 28. Mai 2021. 

6. Materialien

Anzu­ge­ben ist: Der Titel des Erlas­ses inkl. Erlass­da­tum, Fund­stel­le im Bun­des­blatt, bei neue­ren Erlas­sen die Internetfundstelle.

Bot­schaft zur Ände­rung des Obli­ga­tio­nen­rechts (Akti­en­recht) vom 23. Novem­ber 2016, BBl 2017 S. 399 ff., abruf­bar unter https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2017/399.pdf. besucht am 28. Mai 2021.

7. Mehrere Werke desselben Autors

Wer­den meh­re­re Wer­ke des­sel­ben Autors zitie­ren, sind im Lite­ra­tur­ver­zeich­nis
Kurz­ti­tel zu defi­nie­ren und im Text anzu­fü­gen. Als Kurz­ti­tel ist ein Stich­wort zu neh­men, nicht das Erscheinungsjahr.

B. Kurzzitat (in den Fussnoten)

1. Allgemein

In den Fuss­no­ten ist nur der Nach­na­me des Autors und die Sei­ten­zahl, Rand­zif­fer oder Para­graph und Rand­zif­fer des Wer­kes anzugeben. 

Bei meh­re­ren Autoren erfolgt die Abgren­zung durch Schrägstrich (“/”).

Nach der Note (N.), Rand­zif­fer (Rz.) und Sei­te (S.) folgt ein Punkt.

Bei­spie­le:

  • Mei­er-Hay­o­z/­Forst­mo­ser/S­e­the, § 16 N. 484.
  • Stu­der, S. 141.

2. Kom­men­ta­re

Für Kom­men­ta­re kann die Abkür­zung des Kom­men­tar vor­an­ge­stellt wer­den. “OK” für den Online­kom­men­tar, “BSK” für den Bas­ler Kom­men­tar, “ZK” für den Zür­cher Kom­men­tar und “BK” für den Bas­ler Kom­men­tar. Es ist nicht not­wen­dig vor dem Namen das Kom­men­tier­te Gesetz anzu­ge­ben, also nicht BSK-OR-II-Dub­s/T­ruf­fer, son­dern ledig­lich: BSK-Dub­s/T­ruf­fer.

Für die wei­te­ren Kom­men­ta­re ist dem Zitier­vor­schlag des Ver­lags oder der übli­chen Zitier­wei­se zu folgen.

Bei­spie­le:

  • BSK-Dub­s/T­ruf­fer, N. 1 zu Art. 701 OR.
  • ZK-Bür­gi, N. 4 zu Art. 701 OR.
  • CHK-Tan­ner, N. 1 zu Art. 701 OR.

Spe­zi­al­fall: Vor­be­mer­kun­gen zu Arti­keln. Die­se sind wie folgt zu zitie­ren: N. xx Vorb. zu Art. yy.

Bei­spiel: BSK-Girs­ber­ger/Ha­be­g­ger/M­ra­z/­Pe­ter/­We­ber-Ste­cher, N. 15 Vorb. zu Art. 353–399 ZPO.

3. Materialien

Bot­schaft mit Sei­ten­zahl. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis kann auch das Jahr der Publi­ka­ti­on der Bot­schaft ange­ge­ben werden.

Bei­spiel:

  • Bot­schaft 2016, S. 555.