In dieser Zitierrichtlinie werden die wichtigsten Regeln für das Zitieren auf dem Onlinekommentar festgehalten. Zweck dieser Vorgaben ist es, eine einheitliche Zitierung der Kommentare auf dem Onlinekommentar sicherzustellen.

Dieser Leitfaden orientiert sich am Standardwerk von Roger Müller zum „richtigen“ Zitieren in der schweizerischen Rechtswissenschaft (Müller Roger, ZitierGuide, 4. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2016).

I. Gliederung der Kommentierung

I., A., 1., a., aa.,

Auf weitergehende Gliederungen sollte – wenn möglich – verzichtet werden.

II. Gesetze

Art. 701 OR

Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR

III. Bundesgerichtsentscheide

BGE 146 III 63 E. 4.2 (Ohne Komma zwischen der BGE-Nummer und der Erwägung)

Urteil 4A_646/2020 vom 12. April 2021 E. 3.1

IV. Literatur und Materialien

Auf dem Onlinekommentar wird mit einen Literaturverzeichnis pro kommentierten Artikel gearbeitet. In den Fussnoten wird nur ein Kurzzitat verwendet.

A. Literaturverzeichnis

1. Selbstständige Werke, (Lehr)bücher etc.

Anzugeben sind: Autorenname und -vorname, Titel des Werkes, Auflage, Erscheinungsort und -jahr.
Bei mehreren Autoren erfolgt die Abgrenzung durch Schrägstrich („/“).
Auflage wird durch „Aufl.“ abgekürzt.

Beispiele:

  • Meier-Hayoz Arthur / Forstmoser Peter / Sethe Rolf, Schweizerisches Gesellschafts­recht, 12. Aufl., Bern 2018.
  • Böckli Peter, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2009.

2. Kommentare

Anzugeben sind für die Grosskommentare Zürcher- und Bernerkommentar: Autorenname und -vorname, Name des Kommentars, Band, Auflage, Erscheinungsort und -jahr. Die Herausgeber nicht zu nennen.

Bei anderen Kommentaren: Autorenname und -vorname, in: Name und Vorname des Herausgebers gefolgt von „(Hrsg.“), Name des Kommentars, Band, Auflage, Erscheinungsort und – jahr.

Beispiele:

  • Bürgi F. Wolfhart, Zürcher Kommentar, Band V/5b/2, Zürich 1969.
  • Dubs Dieter / Truffer Roland, in: Honsell Heinrich / Vogt Nedim Peter / Watter Rolf (Hrsg.), Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. Aufl., Basel 2016.

3. Zeitschriftenartikel

Angeführt wird: Autorennachname und -vorname, Titel des Artikels, Abkürzung der Zeitschrift, Jahrgang (ev. Erscheinungsjahr), Anfangsseite, „ff.“

Beispiele:

  • Müller Lukas / Kaiser Philippe J.A. / Benz Diego, Die öffentliche Beurkundung bei elektronischen und virtuellen Generalversammlungen sowie Zirkularbeschlüssen, Reprax 3/2020, S. 217 ff.
  • Sahlfeld Miriam, Creative Commons, Medialex 2007, S. 72 ff.

4. Beiträge in Sammelbänden

Angeführt wird: Autorennachname und -vorname, Titel des Beitrages, in: Nachname und Vorname des Herausgebers gefolgt von „(Hrsg.)“, Titel der Bandes, Erscheinungsort und Erscheinungsjahr, Anfangsseite des Beitrages, „ff.“.

Beispiele:

  • Bärtschi Harald, Die gerichtliche Durchsetzung von Minderheitenrechten im Gesellschaftsrecht, in: Kunz Peter V. / Jörg Florian S. / Arter Olivier (Hrsg.), Entwicklungen im Gesellschaftsrecht XI, Bern 2016, S. 123 ff.
  • Kölz Christian, Das Bundesgericht als einzige Instanz, in: Haas Ulrich / Marghitola Reto (Hrsg.), Fachhandbuch Zivilprozessrecht, Zürich / Basel / Genf 2020, S. 771 ff.

5. Dissertationen / Habilitationen

Dissertationen („Diss.“) und Habilitationen („Habil.“) werden als solche ausgewiesen. Erscheint das Schrift in einer Schriftenreihe, kann auch diese angegeben werden.

Beispiele:

  • Heuberger Olivier, Profiling im Persönlichkeits- und Datenschutzrecht der Schweiz, Diss., LBR Band 144, Zürich / Basel / Genf 2020.
  • Hurni Christoph, Zum Rechtsmittelgegenstand im Schweizerischen Zivilprozessrecht, Habil., Bern 2018.

5. Internetquellen

Es gelten grundsätzlich die gleichen Grundsätze wie bei gedruckten Werken. Ergänzt wird die Fundstelle mit dem Datum, an dem die Internetseite besucht wurde. Möglich ist auch die Angabe der DOI, sofern eine solche angegeben wird.

Beispiele:

6. Materialien

Anzugeben ist: Der Titel des Erlasses inkl. Erlassdatum, Fundstelle im Bundesblatt, bei neueren Erlassen die Internetfundstelle.

Botschaft zur Änderung des Obligationenrechts (Aktienrecht) vom 23. November 2016, BBl 2017 S. 399 ff., abrufbar unter https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2017/399.pdf. besucht am 28. Mai 2021.

7. Mehrere Werke desselben Autors

Werden mehrere Werke desselben Autors zitieren, sind im Literaturverzeichnis
Kurztitel zu definieren und im Text anzufügen. Als Kurztitel ist ein Stichwort zu nehmen, nicht das Erscheinungsjahr.

B. Kurzzitat (in den Fussnoten)

1. Allgemein

In den Fussnoten ist nur der Nachname des Autors und die Seitenzahl, Randziffer oder Paragraph und Randziffer des Werkes anzugeben.

Bei mehreren Autoren erfolgt die Abgrenzung durch Schrägstrich („/“).

Nach der Note (N.), Randziffer (Rz.) und Seite (S.) folgt ein Punkt.

Beispiele:

  • Meier-Hayoz/Forstmoser/Sethe, § 16 N. 484.
  • Studer, S. 141.

2. Kommentare

Für Kommentare kann die Abkürzung des Kommentar vorangestellt werden. „OK“ für den Onlinekommentar, „BSK“ für den Basler Kommentar, „ZK“ für den Zürcher Kommentar und „BK“ für den Basler Kommentar. Es ist nicht notwendig vor dem Namen das Kommentierte Gesetz anzugeben, also nicht BSK-OR-II-Dubs/Truffer, sondern lediglich: BSK-Dubs/Truffer.

Für die weiteren Kommentare ist dem Zitiervorschlag des Verlags oder der üblichen Zitierweise zu folgen.

Beispiele:

  • BSK-Dubs/Truffer, N. 1 zu Art. 701 OR.
  • ZK-Bürgi, N. 4 zu Art. 701 OR.
  • CHK-Tanner, N. 1 zu Art. 701 OR.

3. Materialien

Botschaft mit Seitenzahl. Zum besseren Verständnis kann auch das Jahr der Publikation der Botschaft angegeben werden.

Beispiel:

  • Botschaft 2016, S. 555.