Vorbemerkungen zu Art. 32 — 37 LugÜ

Ein Kom­men­tar von Alex­an­der Kistler

Her­aus­ge­ge­ben von Chris­toph Hurni

Zitier­vor­schlag

Alex­an­der Kist­ler, Vorb. zu Art. 32 — 37 LugÜ, in: Chris­toph Hur­ni (Hrsg.), Online­kom­men­tar zum Luga­no Über­ein­kom­men, https://onlinekommentar.ch/lugu32vorb, 1. Aufl., N. XXX zu Vorb. zu Art. 32 — 37 LugÜ (besucht am XXX). 

Kurz­zi­tat: OK-Kist­ler, N. XXX zu Vorb. zu Art. 32 — 37 LugÜ.

I. Regelungsgegenstand und Begriff der Anerkennung

1 Infol­ge des Ter­ri­to­ria­li­täts­prin­zips ent­fal­ten gericht­li­che Ent­schei­de als staat­li­che Hoheits­ak­te aus­schliess­lich Rechts­fol­gen im Urteils­staat.[1] Damit eine Ent­schei­dung in einem ande­ren Staat Rechts­fol­gen zei­ti­gen kann, bedarf es grund­sätz­lich der Aner­ken­nung.[2] Die Aner­ken­nung stellt dabei einen staat­li­chen Hoheits­akt dar, wodurch ein aus­län­di­scher Ent­scheid oder bestimm­te Rechts­fol­gen des Ent­scheids (bei einer Teil­an­er­ken­nung) für die inlän­di­sche Rechts­ord­nung zuge­las­sen wer­den. Ent­spre­chend wird mit der Aner­ken­nung der Ent­scheid als ver­bind­lich hin­ge­nom­men und nicht mehr in Fra­ge gestellt.[3] Die Aner­ken­nung hat zur Fol­ge, dass dem aus­län­di­schen Ent­scheid bestimm­te Rechts­fol­gen im Inland zuer­kannt wer­den.[4] Wird hin­ge­gen der Ent­scheid nicht aner­kannt, ent­fal­tet die Ent­schei­dung kei­ne Rechts­fol­gen im Aner­ken­nungs­staat.[5]

2 Die Aner­ken­nung ist von der Voll­streck­bar­er­klä­rung zu unter­schei­den.[6] Mit der Voll­streck­bar­er­klä­rung wird die Ent­schei­dung zur Zwangs­voll­stre­ckung im Voll­stre­ckungs­staat zuge­las­sen (vgl. Art. 38 Abs. 1 LugÜ) und damit voll­streck­bar.[7] Die Voll­streck­bar­er­klä­rung kann somit als eigent­li­ches Zwi­schen­ver­fah­ren zwi­schen der Aner­ken­nung und der Voll­stre­ckung ange­se­hen wer­den.[8] Dabei gilt der Grund­satz, dass die Voll­streck­bar­er­klä­rung eine vor­gän­gi­ge Aner­ken­nung vor­aus­setzt.[9] Im Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens ist die­ser Grund­satz jedoch inso­fern zu rela­ti­vie­ren, als die Aner­ken­nungs­ver­wei­ge­rungs­grün­de gemäss Art. 34 f. LugÜ erst zu prü­fen sind, wenn der Voll­stre­ckungs­geg­ner sich mit einem Rechts­be­helf gegen die bereits erteil­te Voll­streck­bar­er­klä­rung wehrt (vgl. Art. 43 Abs. 1 LugÜ i.V.m. Art. 45 Abs. 1 LugÜ).[10] Ent­spre­chend setzt die Voll­streck­bar­er­klä­rung nicht vor­aus, dass eine Aner­ken­nung bereits erfolgt ist. Viel­mehr wird vor­aus­ge­setzt, dass der zu voll­stre­cken­de Ent­scheid die Aner­ken­nungs­vor­aus­set­zun­gen erfüllt und einen voll­streck­ba­ren (aber nicht unbe­dingt aner­ken­nungs­fä­hi­gen)[11] Inhalt hat.[12]

3 Es besteht kei­ne all­ge­mei­ne völ­ker­recht­li­che Ver­pflich­tung zur Aner­ken­nung aus­län­di­scher Ent­schei­dun­gen.[13] Eine sol­che Ver­pflich­tung sehen jedoch die Bestim­mun­gen von Art. 32 – 37 LugÜ vor. Dabei han­delt es sich um die eigent­li­chen Kern­be­stim­mun­gen des Über­ein­kom­mens.[14] Die Bestim­mun­gen regeln die Aner­ken­nung des Ent­scheids eines Ver­trags­staa­tes (sog. Ursprungs­staat oder Urteils­staat) in einem ande­ren Ver­trags­staat des Luga­no Über­ein­kom­mens (sog. Aner­ken­nungs­staat).[15] Dadurch bean­spru­chen ver­trags­staat­li­che Ent­schei­dun­gen im gesam­ten Gebiet des Über­ein­kom­mens Gel­tung.[16] Die Bestim­mun­gen des Über­ein­kom­mens ver­drän­gen in ihrem Anwen­dungs­be­reich das natio­na­le Recht der Ver­trags­staa­ten.[17] Auf das natio­na­le Recht darf mit­hin nur zurück­ge­grif­fen wer­den, soweit das Über­ein­kom­men selbst dar­auf ver­weist.[18] Der Rege­lungs­ge­halt der Art. 32 ff. LugÜ ist jedoch begrenzt. Sie regeln aus­schliess­lich das Aner­ken­nungs­ver­fah­ren sowie die Aner­ken­nungs­vor­aus­set­zun­gen.[19]

II. Anwendungsbereich und Kognition des Anerkennungsgerichts

4 Der Anwen­dungs­be­reich der Aner­ken­nungs­be­stim­mun­gen ist in räum­lich-per­sön­li­cher Hin­sicht auf ver­trags­staat­li­che Ent­schei­dun­gen beschränkt (Art. 32 LugÜ). Urtei­le eines Nicht­ver­trags­staa­tes des Über­ein­kom­mens sind dem­ge­gen­über (mit Aus­nah­me ihrer Sperr­wir­kung gemäss Art. 34 Ziff. 4 LugÜ)[20] nicht vom Anwen­dungs­be­reich erfasst. Sol­che Ent­schei­dun­gen sind nach dem auto­no­men natio­na­len Recht des Aner­ken­nungs­staa­tes anzu­er­ken­nen (d.h. in der Schweiz nach dem IPRG oder einem ande­ren anwend­ba­ren Völ­ker­rechts­ver­trag).[21] Uner­heb­lich ist hin­ge­gen, auf wel­cher Zustän­dig­keits­grund­la­ge das ver­trags­staat­li­che Gericht sei­ne Zustän­dig­keit stütz­te.[22] Ent­spre­chend kön­nen auch Ent­schei­de, wel­che gestützt auf einen exor­bi­tan­ten Gerichts­stand nach Art. 3 Abs. 2 oder Art. 4 Abs. 2 LugÜ aus­ge­fällt wur­den, gemäss den Bestim­mun­gen des Über­ein­kom­mens aner­kannt und für voll­streck­bar erklärt wer­den.[23] Eben­so wird nicht vor­aus­ge­setzt, dass der dem anzu­er­ken­nen­den Ent­scheid zugrun­de lie­gen­de Rechts­streit einen inter­na­tio­na­len Cha­rak­ter auf­wies.[24] Dem­nach sind auch Ent­schei­de zu rei­nen Bin­nen­sach­ver­hal­ten aner­ken­nungs­fä­hig.[25]

5 In sach­li­cher Hin­sicht wird fer­ner vor­aus­ge­setzt, dass die anzu­er­ken­nen­de Ent­schei­dung in einem Rechts­streit ergan­gen ist, wel­cher vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens (Art. 1 LugÜ) erfasst ist.[26] Es muss sich mit­hin um eine Ent­schei­dung in einer Zivil- und Han­dels­sa­che han­deln (Art. 1 Abs. 1 LugÜ), wobei kei­ner der Aus­schluss­grün­de gemäss Art. 1 Abs. 2 LugÜ vor­lie­gen darf.[27]

6 Schliess­lich gehen auch Spe­zi­al­über­ein­kom­men, wel­che die gericht­li­che Zustän­dig­keit, die Aner­ken­nung oder die Voll­stre­ckung regeln und denen sämt­li­che oder ein­zel­ne Ver­trags­staa­ten ange­hö­ren, dem Über­ein­kom­men vor (Art. 67 LugÜ). 

7 Über die Anwen­dung der Aner­ken­nungs- und Voll­stre­ckungs­be­stim­mun­gen des Über­ein­kom­mens ent­schei­det das Aner­ken­nungs­ge­richt selb­stän­dig.[28] Dabei ist das aner­ken­nen­de Gericht jedoch gemäss Art. 35 Abs. 2 LugÜ an die tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen des Erst­ge­richts gebun­den.[29]

III. Die Grundsätze des Anerkennungssystems des Lugano Übereinkommens

A. Urteilsfreizügigkeit

8 Das Par­al­lel­sys­tem zum Sys­tem von Luga­no[30] (das Sys­tem von Brüs­sel I)[31] ver­folgt als mass­geb­li­chen Zweck, die Frei­zü­gig­keit mit­glieds­staat­li­cher Urtei­le zu ver­wirk­li­chen. Damit soll ein effek­ti­ver, grenz­über­schrei­ten­der Rechts­schutz garan­tiert wer­den.[32] Auf die­sen Zweck sind sämt­li­che Rege­lun­gen der EuGV­VO zuge­schnit­ten.[33] So soll­ten u.a. durch die Ver­ein­heit­li­chung des Zustän­dig­keits­rechts mög­lichst Ein­wen­dun­gen gegen die Aner­ken­nung auf­grund man­geln­der Zustän­dig­keit des Ursprungs­ge­richts ver­hin­dert wer­den.[34] Das LugÜ beab­sich­tigt in ähn­li­cher Wei­se, die gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung ver­trags­staat­li­cher Ent­schei­dun­gen zu erleich­tern.[35] Dem­zu­fol­ge bil­det die För­de­rung der Frei­zü­gig­keit ver­trags­staat­li­cher Urtei­le («Urteils­frei­zü­gig­keit») den mass­geb­li­chen Zweck bei­der Sys­te­me.[36]

9 Die Urteils­frei­zü­gig­keit wur­de inner­halb der Euro­päi­schen Gemein­schaft als Rege­lungs­kon­zept im Zusam­men­hang mit der Waren­ver­kehrs­frei­heit ent­wi­ckelt und grün­det auf dem uni­ons­recht­li­chen Her­kunfts­land­prin­zip. Das Her­kunfts­land­prin­zip fand sei­nen Ursprung in der Aner­ken­nung von Ver­wal­tungs­ak­ten bei der Zulas­sung von Waren inner­halb der Euro­päi­schen Gemein­schaft. In Anwen­dung die­ses Prin­zips wur­den im Her­kunfts­mit­glied­staat zuge­las­se­ne Waren und Dienst­leis­tun­gen im Emp­fangs­staat wie inlän­di­sche Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen behan­delt.[37] Mit dem Grund­satz der gegen­sei­ti­gen Aner­ken­nung mit­glieds­staat­li­cher Ent­schei­dun­gen im Sys­tem von Brüs­sel I wur­de die­ses Prin­zip in das Pro­zess­recht über­führt.[38] Inso­fern soll­te ein aus­län­di­sches mit­glieds­staat­li­ches Urteil einem inlän­di­schen gleich­ge­stellt wer­den.[39] Folg­lich soll­te auch eine mit­glieds­staat­li­che Ent­schei­dung so aner­kannt wer­den, dass eine Nach­prü­fung nur zur Durch­set­zung fun­da­men­ta­ler Inter­es­sen des Aner­ken­nungs­staa­tes erfolgt.[40]

10 Zur Errei­chung die­ses Ziels wur­den seit dem Abschluss des ursprüng­li­chen EuGVÜ kon­ti­nu­ier­lich Aner­ken­nungs­hin­der­nis­se abge­schafft und das Aner­ken­nungs­ver­fah­ren ver­ein­facht.[41] Das­sel­be trifft auf das Par­al­lel­sys­tem von Luga­no zu.[42] Die Bestim­mun­gen des Über­ein­kom­mens sind daher so aus­zu­le­gen, dass der grenz­über­schrei­ten­den Aner­ken­nung ver­trags­staat­li­cher Ent­schei­dun­gen inner­halb des Über­ein­kom­mens mög­lichst weni­ge Hin­der­nis­se ent­ge­gen­ste­hen.[43] Infol­ge­des­sen ist der Ent­schei­dungs­be­griff gemäss Art. 32 LugÜ umfas­send zu ver­ste­hen.[44] Aus­ser­dem sol­len ver­trags­staat­li­che Ent­schei­dun­gen auto­ma­tisch und «ohne beson­de­res Ver­fah­ren» in einem ande­ren Ver­trags­staat aner­kannt wer­den (Art. 33 Abs. 1 LugÜ).[45] Schliess­lich sind auch die Aner­ken­nungs­hin­der­nis­se des Über­ein­kom­mens eng aus­zu­le­gen und auf das zur Errei­chung ihres Ziels unbe­dingt Erfor­der­li­che zu beschrän­ken.[46] Gestützt auf die­sen Grund­satz wird teil­wei­se für das Über­ein­kom­men ein Güns­tig­keits­prin­zip ange­nom­men, wonach das natio­na­le Aner­ken­nungs­recht noch anwend­bar sei, wenn es aner­ken­nungs­freund­li­che­re Vor­schrif­ten ent­hal­te.[47] Gegen ein sol­ches Güns­tig­keits­prin­zip spricht jedoch der abschlies­sen­de Cha­rak­ter der Aner­ken­nungs­vor­schrif­ten des Über­ein­kom­mens.[48] Zudem die­nen die Aner­ken­nungs­vor­schrif­ten auch dem Schutz des Antrags­geg­ners.[49] Die­ser Schutz droht unter­lau­fen zu wer­den, wenn aner­ken­nungs­freund­li­che­res natio­na­les Recht zur Anwen­dung gelan­gen könn­te.[50]

B. Vertrauensgrundsatz

11 Zur Gewähr­leis­tung einer der­ar­ti­gen Urteils­frei­zü­gig­keit wird ein beson­de­res Mass an gegen­sei­ti­gem Ver­trau­en in die Rechts­pfle­ge der Ver­trags­staa­ten vor­aus­ge­setzt.[51] Erst ein sol­ches Ver­trau­en recht­fer­tigt den wei­test­ge­hen­den Ver­zicht auf eine amts­we­gi­ge Kon­trol­le bei der Aner­ken­nung ver­trags­staat­li­cher Ent­schei­dun­gen.[52] Die Urteils­frei­zü­gig­keit des Über­ein­kom­mens beruht mit­hin auf dem Grund­satz des gegen­sei­ti­gen Ver­trau­ens (sog. Ver­trau­ens­grund­satz).[53] Als unmit­tel­ba­re Fol­ge des Ver­trau­ens­grund­sat­zes kön­nen ver­trags­staat­li­che Ent­schei­dun­gen grund­sätz­lich nicht durch einen ande­ren Ver­trags­staat nach­ge­prüft wer­den.[54] Mit­hin bedeu­tet der Ver­trau­ens­grund­satz, dass jedes ver­trags­staat­li­che Gericht die Ent­schei­dun­gen ande­rer ver­trags­staat­li­cher Gerich­te als gleich­wer­tig zu sei­nen eige­nen Ent­schei­dun­gen ansieht.[55] Die­ser Grund­satz fin­det sich zwar nir­gends expli­zit im Über­ein­kom­men, wes­halb zum Teil auch ver­tre­ten wird, die Schwei­zer Gerich­te sei­en nicht dar­an gebun­den.[56] Zu beach­ten ist jedoch, dass zahl­rei­che Bestim­mun­gen des Über­ein­kom­mens auf dem Ver­trau­ens­grund­satz basie­ren.[57] So bil­det der Ver­trau­ens­grund­satz die Grund­la­ge für das Ver­bot der indi­rek­ten Zustän­dig­keits­prü­fung gemäss Art. 35 Abs. 3 LugÜ.[58] Eben­so basiert das Ver­bot der inhalt­li­chen Nach­prü­fung (Ver­bot der révi­si­on au fond, Art. 36 LugÜ) auf die­sem Grund­satz.[59] Ent­spre­chend ist anzu­neh­men, dass auch Schwei­zer Gerich­te den Ver­trau­ens­grund­satz zu beach­ten haben.[60]

C. Effektiver Beklagtenschutz und Verhinderung unvereinbarer Entscheidungen

12 Eine unge­brems­te Urteils­frei­zü­gig­keit birgt auch Risi­ken. So kann bei feh­len­der Mög­lich­keit zur Über­prü­fung des Ent­scheids durch den Aner­ken­nungs­staat der Schutz der Par­tei­rech­te (insb. der beklag­ten Par­tei) unter­lau­fen wer­den.[61] Fer­ner kön­nen auch hoheit­li­che Inter­es­sen des Aner­ken­nungs­staa­tes gefähr­det wer­den. Zur Ver­hin­de­rung sol­cher Miss­stän­de sieht das Über­ein­kom­men einer­seits Aner­ken­nungs­hin­der­nis­se vor, wel­che einen effek­ti­ven Beklag­ten­schutz gewähr­leis­ten sol­len.[62] Die­se stel­len unter ande­rem sicher, dass der beklag­ten Par­tei das recht­li­che Gehör gewährt wur­de (Art. 34 Nr. 2 LugÜ) sowie dass die im Über­ein­kom­men ent­hal­te­nen Schutz­zu­stän­dig­kei­ten für Ver­si­che­rungs­neh­mer gemäss Art. 8 ff. LugÜ sowie für Ver­brau­cher gemäss Art. 15 ff. LugÜ ein­ge­hal­ten wer­den (Art. 35 Abs. 1 LugÜ). Ande­rer­seits wird sowohl über die Rechts­hän­gig­keits­sper­re gemäss Art. 27 LugÜ als auch über die Aner­ken­nungs­ver­wei­ge­rungs­grün­de gemäss Art. 34 Nr. 3 und 4 LugÜ ver­sucht, mit­ein­an­der unver­ein­ba­re Ent­schei­de zu ver­hin­dern.[63] Die Aner­ken­nung solch kol­li­die­ren­der Ent­schei­dun­gen wäre auf der einen Sei­te für die Par­tei­en unzu­mut­bar, da für sie unklar wäre, nach wel­chem Ent­scheid sie ihr Ver­hal­ten aus­zu­rich­ten hät­ten.[64] Auf der ande­ren Sei­te wür­den sich wider­spre­chen­de Urtei­le auch dem Anse­hen der Rechts­pfle­ge­or­ga­ne scha­den, wodurch das Ver­trau­en in die Ein­heit­lich­keit der Jus­tiz gemin­dert wür­de.[65] Um eine sol­che Kol­li­si­on zu ver­hin­dern, greift die Rechts­hän­gig­keits­sper­re bereits auf Ebe­ne des Erkennt­nis­ver­fah­rens.[66] Dem­zu­fol­ge hat das spä­ter ange­ru­fe­ne ver­trags­staat­li­che Gericht sein Ver­fah­ren aus­zu­set­zen, wenn bei ver­schie­de­nen ver­trags­staat­li­chen Gerich­ten über den­sel­ben Anspruch ein Ver­fah­ren hän­gig ist (Art. 27 Abs. 1 LugÜ).[67] Sofern trotz die­ser Rechts­hän­gig­keits­sper­re mit­ein­an­der unver­ein­ba­re Urtei­le erge­hen, grei­fen auf der Aner­ken­nungs­ebe­ne die Aner­ken­nungs­ver­wei­ge­rungs­grün­de gemäss Art. 34 Nr. 3 und Nr. 4 LugÜ.[68] Die­sen Bestim­mun­gen zufol­ge wird ein Ent­scheid nicht aner­kannt, wenn sie ent­we­der mit einer Ent­schei­dung im Aner­ken­nungs­staat (Nr. 3) oder mit einer frü­he­ren Ent­schei­dung aus einem ande­ren Staat (Nr. 4) unver­ein­bar ist.

IV. Rechtsfolgen der Anerkennung

13 Wäh­rend im Über­ein­kom­men die Vor­aus­set­zun­gen und das Ver­fah­ren der Aner­ken­nung aus­führ­lich gere­gelt wer­den, ent­hält es kei­ne expli­zi­te Bestim­mung zu den Rechts­fol­gen einer Aner­ken­nung.[69] Dies wirft letzt­lich zwei Fra­gen auf: Ers­tens, nach wel­chem Recht sind die Rechts­fol­gen einer aner­kann­ten Ent­schei­dung zu bestim­men? Zwei­tens, wel­che Rechts­fol­gen sind über­haupt einer Aner­ken­nung zugäng­lich und damit anerkennungsfähig?

A. Bestimmung der Rechtsfolgen der Anerkennung

1. Allgemeine Theorien zu den Anerkennungsfolgen

14 In der Leh­re ist umstrit­ten, nach wel­cher Rechts­grund­la­ge sich die Rechts­fol­gen einer Aner­ken­nung bestim­men. Nach der von der h.L. ver­tre­te­nen Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie sind der aner­kann­ten Ent­schei­dung im Aner­ken­nungs­staat die­sel­ben Rechts­fol­gen zuzu­er­ken­nen, die ihr im Ursprungs­staat zukom­men.[70] Ent­spre­chend sind gestützt auf die­ser Theo­rie die Wir­kun­gen des Ent­schei­des anhand des Rechts des Ursprungs­staa­tes zu bestim­men.[71] Das Gegen­pol zur Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie bil­det die sog. Wir­kungs­gleich­stel­lungs­theo­rie.[72] Die­ser zufol­ge wer­den der aner­kann­ten Ent­schei­dung die­sel­ben Wir­kun­gen zuge­spro­chen, die ein ver­gleich­ba­res Urteil im Aner­ken­nungs­staat hat.[73] Dem­nach wären die Rechts­fol­gen der Ent­schei­dung nach der lex fori des Aner­ken­nungs­staa­tes zu bestim­men.[74] Schliess­lich geht die (restrik­ti­ve) Kumu­la­ti­ons­theo­rie davon aus, dass einer­seits die Ent­schei­dung im Aner­ken­nungs­staat nicht mehr Wir­kun­gen ent­fal­ten soll, als ihr im Ursprungs­staat zukommt. Ande­rer­seits dür­fen die Ent­scheid­wir­kun­gen aber auch nicht wei­ter gehen als die­je­ni­gen gleich­ar­ti­ger Urtei­le im Aner­ken­nungs­staat.[75] Mit­hin kann die Kumu­la­ti­ons­theo­rie als die eigent­li­che «Schnitt­men­ge» der bei­den «Krei­se» der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie und der Wir­kungs­gleich­stel­lungs­theo­rie ver­stan­den wer­den.[76]

2. Rechtsfolgen der Anerkennung innerhalb des LugÜ

a. Wirkungserstreckungstheorie

15 Die offi­zi­el­len Berich­te[77] zum EuGVÜ schei­nen sich zuguns­ten der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie aus­zu­spre­chen. So hält der Jenard-Bericht fest, dass durch die Aner­ken­nung «den Ent­schei­dun­gen die Wir­kun­gen bei­gelegt wer­den, die ihnen in dem Staat zukom­men, in des­sen Hoheits­ge­biet sie ergan­gen sind».[78] Ähn­li­ches lässt sich auch dem Evri­ge­nis & Ker­a­meus-Bericht ent­neh­men.[79]

16 Der EuGH scheint in sei­ner Hoff­mann Recht­spre­chung eben­falls die Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie zu befür­wor­ten.[80] Dar­in über­nahm der Gerichts­hof die ober­wähn­te Pas­sa­ge des Jenard-Berichts und beton­te, dass durch das Über­ein­kom­men soweit als mög­lich die Urteils­frei­zü­gig­keit her­ge­stellt wer­den sol­le.[81] Der Gerichts­hof rela­ti­vier­te die­se Aus­sa­ge jedoch dahin­ge­hend, dass eine aner­kann­te Ent­schei­dung im Aner­ken­nungs­staat (nur) grund­sätz­lich die­sel­ben Wir­kun­gen ent­fal­ten muss wie im Ursprungs­staat.[82] Die Wen­dung «grund­sätz­lich» impli­ziert, dass Aus­nah­men zum Grund­satz der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie bestehen.[83] In spä­te­ren Urtei­len hielt der EuGH an die­ser Rela­ti­vie­rung fest. Dabei prä­zi­sier­te er, dass einem Urteil bei sei­ner Voll­stre­ckung nicht Rechts­wir­kun­gen zuzu­er­ken­nen sei­en, die es im Ursprungs­mit­glieds­staat nicht habe oder die ein unmit­tel­bar im Voll­stre­ckungs­staat ergan­ge­nes Urteil der­sel­ben Art nicht erzeu­ge.[84] Die­se Recht­spre­chung wird teil­wei­se in der Leh­re als Befür­wor­tung der Kumu­la­ti­ons­theo­rie ver­stan­den.[85]

17 In der genann­ten Recht­spre­chung dif­fe­ren­ziert der EuGH jedoch klar zwi­schen den Rechts­fol­gen einer Aner­ken­nung und den­je­ni­gen einer Voll­streck­bar­er­klä­rung. Die genann­te Wir­kungs­be­gren­zung bezieht sich dabei aus­schliess­lich auf die Rechts­fol­gen einer Voll­streck­bar­er­klä­rung.[86] Hier­für spre­chen auch gute Grün­de. Im Unter­schied zur Aner­ken­nung sol­len mit der Voll­streck­bar­er­klä­rung einem aus­län­di­schen Ent­scheid gera­de nicht die­sel­ben Wir­kun­gen wie im Urteils­staat zukom­men. Viel­mehr wird mit der Voll­streck­bar­er­klä­rung dem aus­län­di­schen Ent­scheid eine Wir­kung zuer­kannt, wel­che auch einem voll­streck­ba­ren inlän­di­schen Rechts­ti­tel zukommt.[87] Ent­spre­chend wird durch die Voll­streck­bar­er­klä­rung das aus­län­di­sche Urteil einem inlän­di­schen Urteil gewis­ser­mas­sen gleich­ge­stellt. Dies folgt kon­se­quen­ter­wei­se auch dar­aus, dass sich die anschlies­sen­de Voll­stre­ckung nach dem inner­staat­li­chen Recht (lex fori) des Voll­stre­ckungs­staa­tes rich­tet.[88] Ent­spre­chend kann die vor­ge­nom­me­ne Rela­ti­vie­rung nicht als eine Befür­wor­tung der Kumu­la­ti­ons­theo­rie bei der Aner­ken­nung aus­ge­legt wer­den.[89]

18 Viel­mehr lässt sich der Recht­spre­chung in Hoff­mann ent­neh­men, dass der Gerichts­hof mit sei­ner Rela­ti­vie­rung bloss die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen der Aner­ken­nungs­wir­kung und der Voll­streck­bar­er­klä­rungs­wir­kung ver­deut­li­chen woll­te. So wur­de der EuGH gefragt, ob die Aner­ken­nungs­pflicht gemäss Art. 26 EuGVÜ (Art. 33 LugÜ) dazu ver­pflich­te, einer ver­trags­staat­li­chen Ent­schei­dung die­sel­be Wir­kung zuzu­er­ken­nen, die ihr im Ursprungs­staat zukom­me und ob sie des­halb auch in den­sel­ben Fäl­len wie dort zu voll­stre­cken sei.[90] Der Gerichts­hof for­mu­lier­te die­se Fra­ge um und beur­teil­te, ob eine gemäss Art. 26 EuGVÜ aner­kann­te Ent­schei­dung grund­sätz­lich im ersuch­ten Staat die­sel­be Wir­kung ent­fal­ten müs­se wie im Ursprungs­staat.[91] Mit die­ser Umfor­mu­lie­rung impli­ziert der EuGH, dass zunächst dem Grund­satz nach geklärt wer­den soll­te, ob einem Ent­scheid im Aner­ken­nungs­staat die­sel­ben Wir­kun­gen zukom­men wie im Ursprung­staat. Dem­ge­gen­über woll­te der Gerichts­hof erst in einem zwei­ten Schritt die Fra­ge beant­wor­ten, ob der Ent­scheid des­halb auch unter den­sel­ben Bedin­gun­gen voll­streckt wer­den muss wie im Ursprungs­staat. Dies ergibt sich auch aus der wei­te­ren Urteils­be­grün­dung, wor­in der Gerichts­hof schliess­lich fest­hält, dass der Ent­scheid gera­de nicht voll­streckt wer­den muss, wenn die Voll­stre­ckung nach dem Recht des Voll­stre­ckungs­staa­tes nicht mög­lich ist.[92]

19 Ins­ge­samt folgt daher der EuGH für die Rechts­fol­gen der Aner­ken­nung der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie. Eine Aus­nah­me besteht jedoch für die Wir­kung der Voll­streck­bar­keit. Einer­seits wird die­se Wir­kung erst mit der Voll­streck­bar­er­klä­rung dem Ent­scheid ori­gi­när durch den Aner­ken­nungs­staat ver­lie­hen (Art. 38 Abs. 1 LugÜ).[93] Ande­rer­seits rich­tet sich ihre Wir­kung nach der Kumu­la­ti­ons­theo­rie, wodurch dem Ent­scheid mit der Voll­streck­bar­er­klä­rung kei­ne Wir­kun­gen zuer­kannt wer­den, die ein im Voll­stre­ckungs­staat ergan­ge­ner Ent­scheid nicht erzeu­gen wür­de.[94]

b. Rechtsprechung des Bundesgerichts

20 Das Bun­des­ge­richt scheint in sei­ner Recht­spre­chung eben­falls der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie zu fol­gen. Zwar hielt das Bun­des­ge­richt in BGE 135 III 670 fest, dass durch die Aner­ken­nung eines aus­län­di­schen Urteils grund­sätz­lich die Gleich­stel­lung mit einem inlän­di­schen bewirkt wer­de.[95] In sei­ner spä­te­ren Recht­spre­chung stell­te das Bun­des­ge­richt jedoch gestützt auf die Hoff­mann Recht­spre­chung klar, dass eine gemäss LugÜ aner­kann­te Ent­schei­dung grund­sätz­lich im ersuch­ten Staat die­sel­be Wir­kung ent­fal­ten muss wie im Urteils­staat.[96]

c. Autonomer Rechtskraftbegriff

21 Unge­klärt ist, inwie­fern der EuGH als wei­te­re Aus­nah­me zur Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie von einem auto­no­men Rechts­kraft­ver­ständ­nis aus­geht.[97] Ers­te Ansät­ze für ein sol­ches Ver­ständ­nis lie­fer­te der EuGH im Urteil De Wolf/Cox[98].[99] Der Gerichts­hof hielt es mit dem Sinn der Aner­ken­nungs­be­stim­mun­gen für unver­ein­bar, über einen durch ein ver­trags­staat­li­ches Gericht bereits beur­teil­ten Streit­ge­gen­stand zwi­schen den­sel­ben Par­tei­en erneut ein Ver­fah­ren zu füh­ren. Ansons­ten könn­te sich das Zweit­ge­richt zu einem frü­he­ren ver­trags­staat­li­chen Urteil in Wider­spruch set­zen und so gegen die Aner­ken­nungs­pflicht ver­stos­sen.[100] Obwohl der EuGH in die­sem Ent­scheid noch kei­ne eigent­li­che auto­no­me Rechts­kraft­de­fi­ni­ti­on lie­fer­te,[101] begrün­de­te er die Rechts­kraft­sper­re doch mit einem euro­pä­isch-auto­no­men Zweck (nament­lich der Ver­hin­de­rung unver­ein­ba­rer Urtei­le).[102] Dem­nach erach­te­te es der Gerichts­hof als not­wen­dig, im Rah­men des euro­päi­schen Zivil­pro­zess­rechts einen ne bis in idem-Ein­wand bei voll­stän­di­ger Streit­ge­gen­standsi­den­ti­tät vor­zu­se­hen.[103]

22 Einen auto­no­men Recht­kraft­um­fang befür­wor­te­te der EuGH als­dann im Urteil Gotha­er[104]. Der Ent­scheid betraf ein Pro­zes­s­ur­teil, wor­in ein bel­gi­sches Gericht sich auf­grund der Wirk­sam­keit einer Gerichts­stands­ver­ein­ba­rung zuguns­ten der Gerich­te des Ver­trags­staa­tes Island für unzu­stän­dig erklär­te. Für das spä­ter ange­ru­fe­ne deut­sche Gericht stell­te sich die Fra­ge, ob es an die vor­fra­ge­wei­se Beur­tei­lung der Wirk­sam­keit der Gerichts­stands­ver­ein­ba­rung eben­falls gebun­den sei.[105] Der Gerichts­hof stell­te fest, dass im Uni­ons­recht der Rechts­kraft­be­griff nicht nur den Tenor der frag­li­chen Ent­schei­dung umfas­se, son­dern auch deren Begrün­dung, soweit sie den Urteils­te­nor tra­ge und von ihm daher nicht zu tren­nen sei.[106] Ent­spre­chend bin­de ein sol­cher Pro­zess­ent­scheid sowohl hin­sicht­lich der im Urteils­dis­po­si­tiv gefäll­ten Ent­schei­dung über die Unzu­stän­dig­keit des Gerichts als auch hin­sicht­lich der in der Urteils­be­grün­dung fest­ge­stell­ten Wirk­sam­keit der Gerichts­stands­ver­ein­ba­rung, wel­che das Urteils­dis­po­si­tiv tra­ge.[107] Der Gerichts­hof bil­de­te somit einen auto­no­men Rechts­kraft­be­griff, wel­cher sowohl die beur­teil­te Haupt­fra­ge als auch all­fäl­lig beur­teil­te Vor­fra­gen erfasst.[108] Die kon­kre­te Reich­wei­te die­ses Rechts­kraft­be­grif­fes ist indes­sen in der Leh­re hoch­um­strit­ten.[109] Dabei hängt die Reich­wei­te die­ses Rechts­kraft­be­grif­fes davon ab, ob die­se Ent­schei­dung den Beson­der­hei­ten des Ein­zel­falls geschul­det war oder sich deren Erkennt­nis­se ver­all­ge­mei­nern las­sen.[110]

23 Der EuGH scheint zumin­dest pri­ma vis­ta sei­ne Erkennt­nis auf Ent­schei­de zu beschrän­ken, in denen ein ver­trags­staat­li­ches Gericht sich auf­grund der Wirk­sam­keit einer Gerichts­stands­ver­ein­ba­rung zuguns­ten eines ande­ren Ver­trags­staa­tes für unzu­stän­dig erklärt.[111] Dies lässt sich auch dar­an erken­nen, dass der Gerichts­hof sich wei­ter­hin am Grund­satz der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie ori­en­tiert.[112] Die vom Gerichts­hof ver­wen­de­ten Argu­men­te las­sen sich hin­ge­gen durch­aus ver­all­ge­mei­nern.[113] So stütz­te sich der Gerichts­hof in sei­ner Begrün­dung einer­seits mass­geb­lich auf Art. 35 Abs. 3 aEuGV­VO (Art. 35 Abs. 3 LugÜ), wonach bei der Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung eines ver­trags­staat­li­chen Ent­scheids, die Zustän­dig­keit des Urteils­staa­tes nicht über­prüft wer­den darf.[114] Die­sem Ver­bot wür­de dem Gerichts­hof zufol­ge auch die Prü­fung von «Zwi­schen­er­geb­nis­sen» zuwi­der­lau­fen, sofern damit im Ergeb­nis die Ent­schei­dung des ver­trags­staat­li­chen Gerichts in Fra­ge gestellt wür­de.[115] Das Ver­bot der indi­rek­ten Zustän­dig­keits­prü­fung fin­det grund­sätz­lich[116] auf sämt­li­che ver­trags­staat­li­chen Zustän­dig­keits­ent­schei­dun­gen Anwen­dung, wes­halb die­se Argu­men­ta­ti­on all­ge­mein auf sol­che Zustän­dig­keits­ent­schei­dun­gen aus­ge­dehnt wer­den könn­te. Der EuGH begrün­det jedoch sei­nen auto­no­men Rechts­kraft­be­griff mit der Tat­sa­che, dass der Ent­scheid sich auf die gemein­sa­men Zustän­dig­keits­vor­schrif­ten der aEuGV­VO stütz­te.[117] Allen­falls kann dar­in eine Beschrän­kung des auto­no­men Rechts­kraft­be­griffs auf Fäl­le erkannt wer­den, in denen der Ent­scheid auf einer ein­heit­lich in allen Mit­glieds­staa­ten gel­ten­den Zustän­dig­keits­norm des Über­ein­kom­mens ergan­gen ist.[118]

24 Indem der EuGH sei­ne Ent­schei­dung aber auch auf das inhalt­li­che Nach­prü­fungs­ver­bot nach Art. 36 EuGV­VO (Art. 36 LugÜ) stütz­te, ist zumin­dest frag­lich, ob die­ses Rechts­kraft­ver­ständ­nis nicht allen­falls sogar auf Sachur­tei­le anwend­bar ist.[119] Mög­li­che Anhalts­punk­te für einen der­art umfas­sen­den Rechts­kraft­um­fang fin­den sich in der Dis­kus­si­on zu einem all­fäl­li­gen, auto­no­men euro­päi­schen Streit­ge­gen­stands­be­griff.[120] Die­ser grün­det in der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs zur Reich­wei­te der Rechts­hän­gig­keits­sper­re (Art. 27 Abs. 1 LugÜ). Hier­bei geht der EuGH eben­falls von einem auto­no­men Umfang der Rechts­hän­gig­keits­sper­re aus und stellt dar­auf ab, ob die jewei­li­gen Anträ­ge im Kern die­sel­be Fra­ge betref­fen (sog. Kern­punkt­theo­rie).[121] Dabei scheint der Gerichts­hof eine Sperr­wir­kung ins­be­son­de­re dann anzu­neh­men, wenn die Beur­tei­lung der Anträ­ge von der­sel­ben Vor­fra­ge abhängt.[122] Daher umfasst auch die Rechts­hän­gig­keits­sper­re sowohl die zu beur­tei­len­de Haupt­fra­ge, als auch die zu beur­tei­len­de Vor­fra­ge.[123] Ent­spre­chend könn­te argu­men­tiert wer­den, dass der Rechts­hän­gig­keits­sper­re und dem auto­no­men Rechts­kraft­be­griff der­sel­be Streit­ge­gen­stands­be­griff zugrun­de liegt. Hier­ge­gen kann aber ein­ge­wen­det wer­den, dass eine Aus­deh­nung der Rechts­kraft auf Vor­fra­gen ein vom Streit­ge­gen­stands­be­griff unab­hän­gi­ger rechts­po­li­ti­scher Wer­tungs­ent­scheid dar­stellt.[124] So ist der Streit­ge­gen­stands­be­griff zwar für die «Brei­ten­wir­kung»[125] der Rechts­kraft mass­geb­lich, jedoch nicht für deren «Tie­fen­wir­kung»[126].[127] Ent­spre­chend besteht zumin­dest kei­ne zwin­gen­de Kor­re­la­ti­on zwi­schen dem Umfang des Streit­ge­gen­stan­des und der Fra­ge, ob auch Vor­fra­gen an der Rechts­kraft­bin­dung teil­neh­men.[128]

25 Bei nähe­rer Betrach­tung der Recht­spre­chung des EuGH steht auch weni­ger ein gemein­sa­mer Streit­ge­gen­stands­be­griff als viel­mehr ein gemein­sa­mer Zweck im Zen­trum. So scheint der Gerichts­hof dem Zweck der Ver­hin­de­rung unver­ein­ba­rer Ent­schei­dun­gen beson­de­res Gewicht bei­zu­mes­sen.[129] Um die­ses Ziel zu errei­chen, geht der EuGH in sei­ner Recht­spre­chung sowohl von einer wei­ten Rechts­hän­gig­keits­sper­re,[130] als auch von einer umfas­sen­den auto­no­men Bin­dungs­wir­kung der Rechts­kraft aus.[131] Bei kon­se­quen­ter Befol­gung des Ziels der Ver­hin­de­rung unver­ein­ba­rer Ent­schei­dun­gen bestehen für den Gerichts­hof auch gute Grün­de, eine an der Kern­punkt­theo­rie ori­en­tier­te inter­na­tio­na­le Rechts­kraft­wir­kung anzu­neh­men.[132] So sehen die Aner­ken­nungs­ver­wei­ge­rungs­grün­de von Art. 34 Nr. 3 und 4 LugÜ bekannt­lich vor, dass die Aner­ken­nung ver­wei­gert wer­den kann, wenn die Ent­schei­dung mit einer inlän­di­schen oder frü­he­ren aus­län­di­schen Ent­schei­dung «unver­ein­bar» ist. Eine Unver­ein­bar­keit wird ange­nom­men, wenn die betref­fen­den Ent­schei­dun­gen Rechts­fol­gen haben, die sich gegen­sei­tig aus­schlies­sen.[133] Rechts­er­heb­li­che Rechts­fol­gen ent­fal­tet ein Urteil jedoch grund­sätz­lich[134] nur inso­weit, als sei­ne Erkennt­nis­se über­haupt in Rechts­kraft erwach­sen.[135] In die­sem Sin­ne kann die Aner­ken­nung einer Ent­schei­dung, wel­che im Sin­ne der Recht­spre­chung des EuGH zur Rechts­hän­gig­keits­sper­re als unver­ein­bar gilt, nur ver­hin­dert wer­den, wenn die beur­teil­ten Vor­fra­gen eben­falls in Rechts­kraft erwach­sen. Ansons­ten wäre es einer Par­tei mög­lich, zwar nicht wäh­rend des Pro­zes­ses aber nach des­sen Ende über die­sel­be Vor­fra­ge erneut ein Ver­fah­ren zu füh­ren, wodurch auch die Gefahr einer abwei­chen­den Beur­tei­lung und somit mit einem zum frü­he­ren Urteil unver­ein­ba­ren Ent­schei­des ein­her­geht. Den­noch soll­te hier nicht von einer Streit­ge­gen­standsi­den­ti­tät aus­ge­gan­gen wer­den. So soll­te die Sperr­wir­kung auf Ebe­ne der Rechts­hän­gig­keit gemäss Art. 27 LugÜ wei­ter grei­fen als auf der Aner­ken­nungs­ebe­ne gemäss Art. 34 Nr. 3 und 4 LugÜ.[136] Dies ergibt sich dar­aus, dass wäh­rend eines Ver­fah­rens noch unklar ist, wie das Gericht ent­schei­den wird. Ent­spre­chend besteht nur das Risi­ko unver­ein­ba­rer Ent­schei­de. Im Zeit­punkt der Aner­ken­nung steht hin­ge­gen fest, was das Gericht ent­schie­den hat, wes­halb abschlies­send beur­teilt wer­den kann, ob ein all­fäl­li­ger Kon­flikt zwi­schen den Ent­schei­dun­gen besteht. Dies erlaubt, den Begriff der unver­ein­ba­ren Ent­schei­dung auf Ebe­ne der Aner­ken­nung enger zu zie­hen, als auf Ebe­ne der Rechtshängigkeit.

26 Frag­lich ist jedoch, inwie­weit der EuGH bereit ist, die­sen Zweck zulas­ten ande­rer Zweck­mäs­sig­keits­über­le­gun­gen zu ver­fol­gen. Bestimm­te Begren­zun­gen erge­ben sich zumin­dest aus der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des EuGH, wonach die Über­prü­fung der Zustän­dig­keit eines Gerichts durch den Gericht eines ande­ren Ver­trags­staa­tes expli­zit unter­sagt wird.[137] Die­se Recht­spre­chung wäre kaum ver­ein­bar mit einer Bin­dung des für zustän­dig erklär­ten Gerichts an den Ent­scheid des Ursprungs­ge­richts. Viel­mehr muss das für zustän­dig erklär­te Gericht selb­stän­dig über sei­ne eige­ne Zustän­dig­keit urtei­len kön­nen. Ande­rer­seits erge­ben sich Beschrän­kun­gen aus dem Jus­tiz­ge­währ­leis­tungs­an­spruch sowie dem Anspruch auf ein fai­res Ver­fah­ren und dem damit ein­her­ge­hen­den Anspruch auf recht­li­ches Gehör gemäss Art. 6 Abs. 1 EMRK. Sämt­li­che Ver­trags­staa­ten sind sowohl zur Beach­tung des LugÜ als auch zur Beach­tung des EMRK ver­pflich­tet, wobei aus Schwei­zer Per­spek­ti­ve bei einem Kon­flikt mit der EMRK von einer Berück­sich­ti­gung der mass­geb­li­chen Recht­spre­chung des EuGH abge­se­hen wer­den soll­te.[138] Ent­spre­chend muss zur Wah­rung des recht­li­chen Gehörs zumin­dest gewähr­leis­tet wer­den, dass die Par­tei­en sich zur ent­spre­chen­den Vor­fra­ge voll­um­fäng­lich äus­sern konnten.

27 Ins­ge­samt kann bis­lang zwar auf­grund der Gotha­er Recht­spre­chung (noch) eine inhalt­li­che Begren­zung der auto­no­men Rechts­kraft auf Zustän­dig­keits­ent­schei­dun­gen über Gerichts­stands­ver­ein­ba­run­gen ange­nom­men wer­den. Der EuGH scheint jedoch all­ge­mein zuguns­ten einer umfas­sen­de­ren Rechts­kraft­bin­dung zu ten­die­ren. Zwar ist zu berück­sich­ti­gen, dass der EuGH in der erwähn­ten Recht­spre­chung bis­lang eher ein­zel­fall­be­zo­gen ent­schie­den hat, wes­halb nur mit Vor­sicht eine Ver­all­ge­mei­ne­rung die­ser Urtei­le anzu­neh­men ist.[139] Den­noch ergibt sich klar aus der Recht­spre­chung, dass der EuGH der Ver­hin­de­rung unver­ein­ba­rer Urtei­le ein hohes Gewicht bei­misst und hier­für auch bereit ist, die natio­na­len Rechts­ver­ständ­nis­se zuguns­ten einer ein­heit­li­chen auto­no­men Rege­lung zurückzubinden.

B. Anerkennungsfähige Rechtsfolgen

28 Im All­ge­mei­nen gel­ten sämt­li­che pro­zess­recht­li­chen Urteils­wir­kun­gen als aner­ken­nungs­fä­hig.[140] Ent­spre­chend gel­ten nach h.L. die mate­ri­el­le Rechts­kraft, die Gestal­tungs­wir­kung, die Streit­ver­kün­dungs- und die Inter­ven­ti­ons­wir­kung als aner­ken­nungs­fä­hig.[141] Die­se Wir­kun­gen sind von den nicht aner­ken­nungs­fä­hi­gen mate­ri­ell­recht­li­chen Urteils­wir­kun­gen abzu­gren­zen.[142] Die­se wer­den nicht durch den Ent­scheid selbst, son­dern erst durch eine Norm des mate­ri­el­len Rechts bewirkt (insb. die Tat­be­stands­wir­kung).[143]

1. Materielle Rechtskraft

29 Die mate­ri­el­le Rechts­kraft bil­det die wohl wich­tigs­te anzu­er­ken­nen­de Urteils­wir­kung.[144] Nach schwei­ze­ri­schem Rechts­ver­ständ­nis bedeu­tet mate­ri­el­le Rechts­kraft die Mass­geb­lich­keit eines for­mell rechts­kräf­ti­gen Urteils in jedem spä­te­ren Ver­fah­ren zwi­schen den­sel­ben Par­tei­en.[145] Dabei ent­fal­tet sie einer­seits eine Sperr­wir­kung, wel­che grund­sätz­lich[146] jedem Gericht in einem Fol­ge­pro­zess ver­bie­tet, auf ein Ver­fah­ren über den glei­chen Streit­ge­gen­stand und zwi­schen des­sel­ben Par­tei­en ein­zu­tre­ten (Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO; ne bis in idem).[147] Ande­rer­seits kommt der mate­ri­el­len Rechts­kraft eine Bin­dungs­wir­kung zu. Die­ser zufol­ge ist das Gericht in einem spä­te­ren Ver­fah­ren an den beur­teil­ten Streit­ge­gen­stand des frü­he­ren Ver­fah­rens inhalt­lich gebun­den.[148] Mit­hin kann sich das Gericht in einem Fol­ge­pro­zess nicht in einen Wider­spruch set­zen zum bereits beur­teil­ten Streit­ge­gen­stand. Sofern sich daher der beur­teil­te Streit­ge­gen­stand im Fol­ge­pro­zess als Vor­fra­ge stellt, muss das Gericht die ent­spre­chen­de Ent­schei­dung des Vor­ver­fah­rens sei­nem eige­nen Urteil als bin­dend zugrun­de legen.[149] Schliess­lich kommt der mate­ri­el­len Rechts­kraft noch eine Prä­k­lu­si­ons­wir­kung zu. Dem­nach schliesst die mate­ri­el­le Rechts­kraft Angrif­fe auf sämt­li­che rechts­re­le­van­ten Tat­sa­chen aus, wel­che im Urteils­zeit­punkt bereits bestan­den, sofern sie von den Par­tei­en bei Anwen­dung zumut­ba­rer Sorg­falt in den Pro­zess hät­ten ein­ge­bracht wer­den kön­nen, aber nicht ein­ge­bracht wur­den.[150] Eine sol­che Tat­sa­che ver­mag daher an der Mass­geb­lich­keit eines Urteils nichts zu ändern, obwohl sie im rechts­kräf­ti­gen Ent­scheid nicht berück­sich­tigt wur­de. Ent­spre­chend umfasst ein Urteil sämt­li­che nor­ma­tiv dem Streit­ge­gen­stand zuzu­rech­nen­den Tat­sa­chen und zwar unab­hän­gig davon, ob sie dem urtei­len­den Gericht tat­säch­lich zur Beur­tei­lung vor­la­gen.[151] Nach Schwei­zer Recht bestimmt sich der Umfang der mate­ri­el­len Rechts­kraft in objek­ti­ver Hin­sicht grund­sätz­lich anhand des Streit­ge­gen­stands,[152] wel­cher sich aus dem Rechts­be­geh­ren und dem Lebens­sach­ver­halt zusam­men­setzt.[153] In sub­jek­ti­ver Hin­sicht bin­det die Rechts­kraft grund­sätz­lich nur die Ver­fah­ren­s­par­tei­en und deren Rechts­nach­fol­ger.[154]

30 Zu berück­sich­ti­gen ist, dass zwi­schen den ein­zel­nen Rechts­sys­te­men der Ver­trags­staa­ten wesent­li­che Unter­schie­de in Bezug auf die Reich­wei­te und Rechts­na­tur der Rechts­kraft bestehen.[155] Sofern – wie es die h.L. tut – der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie gefolgt wird, bestimmt sich der Umfang der Rechts­kraft anhand des Rechts des Ursprungs­staa­tes.[156] Wird hin­ge­gen in der Gotha­er-Recht­spre­chung des EuGH eine auto­no­me Bin­dungs­wir­kung der Rechts­kraft erkannt, so erwach­sen in ihrem Anwen­dungs­be­reich sowohl die beur­teil­te Haupt­fra­ge (nach Schwei­zer Ver­ständ­nis der beur­teil­te Streit­ge­gen­stand) als auch all­fäl­li­ge Vor­fra­gen in Rechts­kraft.[157]

2. Gestaltungswirkung

31 Eine Gestal­tungs­wir­kung ent­fal­ten Gestal­tungs­ur­tei­le, wel­che unmit­tel­bar auf die Begrün­dung, Auf­he­bung oder Ände­rung eines Rechts gerich­tet sind. Im Unter­schied zu Urtei­len über Leis­tungs- oder Fest­stel­lungs­kla­gen, wel­che ledig­lich eine bereits aus­ser­halb des Ver­fah­rens bestehen­de Rechts­fol­ge gericht­lich durch­set­zen, ent­steht mit einem Gestal­tungs­ur­teil eine Rechts­fol­ge, die bis­her nicht vor­han­den war.[158] Mit sol­chen Urtei­len wird daher die vom Klä­ger bean­trag­te Ände­rung der mate­ri­el­len oder pro­zes­sua­len Rechts­la­ge her­bei­ge­führt.[159] Mit­hin stellt die Gestal­tungs­wir­kung die mate­ri­ell-recht­li­che oder pro­zess­recht­li­che Rechts­än­de­rung dar, wel­che mit Rechts­kraft eines Gestal­tungs­ur­teils ein­tritt.[160] Die Gestal­tungs­wir­kung ist unab­hän­gig davon, ob es nach dem Recht des Ursprungs­staa­tes als pro­zess­recht­li­che oder mate­ri­ell­recht­li­che Wir­kung qua­li­fi­ziert wird, gemäss dem Über­ein­kom­men aner­ken­nungs­fä­hig.[161] Der Umfang der Gestal­tungs­wir­kung bestimmt sich dabei nach der lex cau­sae des Ursprungs­staa­tes.[162]

3. Interventions- und Streitverkündungswirkung

32 Die Inter­ven­ti­ons­wir­kung setzt vor­aus, dass sich eine Dritt­per­son zur Unter­stüt­zung einer Ver­fah­ren­s­par­tei in den Pro­zess ein­bringt, weil sie am Pro­zesserfolg der von ihr unter­stütz­ten Par­tei ein eige­nes recht­li­ches Inter­es­se hat.[163] Das Urteil über den Streit zwi­schen den Ver­fah­ren­s­par­tei­en ent­fal­tet dabei in einem Fol­ge­pro­zess zwi­schen der unter­stütz­ten Par­tei und dem Neben­in­ter­ve­ni­en­ten eine Bin­dungs­wir­kung.[164] Im Unter­schied zur Inter­ven­ti­ons­wir­kung geht bei der Streit­ver­kün­dungs­wir­kung die Initia­ti­ve zur Pro­zess­be­tei­li­gung nicht von der inter­ve­nie­ren­den son­dern von einer Pro­zess­par­tei aus.[165] Dem­nach kann eine Pro­zess­par­tei (Streit­ver­kün­de­rin) einen Drit­ten (Streit­ver­kün­de­ten) auf­for­dern, sich am Pro­zess zu betei­li­gen, wenn sie glaubt, dass sie im Fal­le ihres Unter­lie­gens einen Anspruch gegen den Streit­ver­kün­de­ten hat. Sofern sich der Streit­ver­kün­de­te am Pro­zess betei­ligt, kommt ihm die Stel­lung eines Inter­ve­ni­en­ten zu.[166] Die Aner­ken­nungs­fä­hig­keit sowohl der Inter­ven­ti­ons- als auch der Streit­ver­kün­dungs­wir­kung im Rah­men des Über­ein­kom­mens ergibt sich unmit­tel­bar aus Art. II Abs. 3 Pro­to­koll 1 LugÜ.[167]

4. Tatbestandswirkung

33 Nicht aner­ken­nungs­fä­hig ist hin­ge­gen die Tat­be­stands­wir­kung.[168] Die Wir­kung besteht dar­in, dass das mate­ri­el­le Recht Rechts­fol­gen an das Vor­lie­gen eines Urteils knüpft. Mit­hin stellt sie eine Rechts­än­de­rung dar, wel­che infol­ge des Urteils ein­tritt (z.B. der Beginn einer neu­en Ver­jäh­rungs­frist nach Art. 137 Abs. 2 OR).[169] Ähn­lich der Gestal­tungs­wir­kung wird auch die Tat­be­stands­wir­kung zwar vom mate­ri­el­len Recht bewirkt. Der Unter­schied besteht jedoch dar­in, dass der Gestal­tungs­ent­scheid auf die Gestal­tungs­wir­kung abzielt. Dem­ge­gen­über ist die Tat­be­stands­wir­kung weder Gegen­stand des Rechts­be­geh­rens noch wird sie vom Gericht im Urteils­dis­po­si­tiv aus­ge­spro­chen. Viel­mehr wird die Tat­be­stands­wir­kung vom mate­ri­el­len Recht auto­ma­tisch ange­ord­net.[170] Ent­spre­chend ent­schei­det nach h.L. auch die lex cau­sae über die Fra­ge, wel­che Tat­be­stands­wir­kun­gen ein bestimm­tes aus­län­di­sches Urteil her­vor­bringt.[171] Bei der Beur­tei­lung, ob es sich um eine aner­ken­nungs­fä­hi­ge Wir­kung han­delt, soll­te somit in Über­ein­stim­mung mit Ober­ham­mer mass­geb­lich sein, ob die anzu­er­ken­nen­de Wir­kung im anzu­er­ken­nen­den Ent­scheid ver­bind­lich aus­ge­spro­chen wur­de.[172] Mit­hin ist wesent­lich, dass die anzu­er­ken­nen­de Rechts­fol­ge durch das Urteil selbst ange­ord­net wird. Tritt die Rechts­fol­ge hin­ge­gen bloss reflex­ar­tig auf­grund einer Norm des mate­ri­el­len Rechts ein, so ist die Rechts­fol­ge nicht aner­ken­nungs­fä­hig.[173] Eben­so nicht aner­ken­nungs­fä­hig ist die Voll­streck­bar­keit eines Urteils. Im Rah­men des Über­ein­kom­mens wird die Wir­kung der Voll­streck­bar­keit ori­gi­när durch den Voll­stre­ckungs­staat mit­tels einer Voll­streck­bar­er­klä­rung ver­lie­hen (Art. 38 Abs. 1 LugÜ).[174]

34 Aner­ken­nungs­fä­hig sind hin­ge­gen auch Urteils­wir­kun­gen, wel­che im Aner­ken­nungs­staat unbe­kannt sind. So sind in der Schweiz auch fran­zö­si­sche Gewähr­leis­tungs- oder Inter­ven­ti­ons­ur­tei­le sowie iri­sche mar­e­va bzw. free­zing injunc­tions aner­ken­nungs­fä­hig.[175]

C. Prozessuale Geltendmachung der Entscheidungswirkungen

35 Umstrit­ten ist schliess­lich, ob die pro­zes­sua­le Gel­tend­ma­chung der Ent­schei­dungs­wir­kun­gen (z.B. ob die Rechts­kraft von Amtes wegen oder erst auf Ein­re­de hin zu berück­sich­ti­gen ist) sich nach dem Recht des Ursprungs­staa­tes oder des Aner­ken­nungs­staa­tes rich­tet. Nach der h.L. wird dies durch die lex fori des Aner­ken­nungs­staats bestimmt.[176] Bei kon­se­quen­ter Befol­gung der Wir­kungs­er­stre­ckungs­theo­rie soll­te der Rechts­kraft im Aner­ken­nungs­staat kei­ne ande­re Wir­kung zukom­men als im Ursprungs­staat. Ent­spre­chend soll­te auch die Fra­ge der amts­we­gi­gen Berück­sich­ti­gung der Rechts­kraft anhand des Rechts des Ursprungs­staa­tes beur­teilt wer­den.[177]


Der Autor bedankt sich bei Rechts­an­walt Moritz B. Kocher, LL.M. für sei­ne kri­ti­sche Durch­sicht und Kommentare.


[1] Spühler/Rodriguez, Rz. 323; Linke/Hau, Rz. 12.1; Don­zal­laz, Rz. 1749 f.; Mat­scher, S. 265.

[2] Mar­kus, Rz. 1452.

[3] Mar­ti­ny, § 1 N. 68.

[4] Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Vor Art. 32 bis 56 EuGV­VO N. 2; vgl. Jamet­ti, S. 10.

[5] Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 16; Mar­ti­ny, § 1 N. 68.

[6] Mar­kus, Rz. 1454.

[7] Mar­kus, Rz. 1455 f. und 1482.

[8] Jamet­ti, S. 32.

[9] Jamet­ti, S. 32; Walter/Domej, S. 412 f.; Mat­scher, S. 268.

[10] Linke/Hau, Rz. 12.3.

[11] Jamet­ti, S. 32; Mar­kus, Rz. 1455.

[12] Mar­kus, Rz. 1455.

[13] Don­zal­laz, Rz. 1751; Mar­kus, Rz. 1452; Walter/Domej, S. 409; Mat­scher, S. 265.

[14] Vgl. Hess, Rz. 6.204 sowie BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 33 LugÜ N. 1.

[15] Vgl. Schny­der — Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 4.

[16] Wieczorek/Schütze – Loy­al, Vor Art. 36 – 57 Brüs­sel Ia-VO N. 1.

[17] CR LugÜ – Bucher, Intro­duc­tion aux art. 32–56 LugÜ N. 4; Walter/Domej, S. 457; Wieczorek/Schütze – Loy­al, Vor Art. 36 – 57 Brüs­sel Ia-VO N. 4; vgl. auch Rau­scher – Man­kow­ski, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 3.

[18] Walter/Domej, S. 457.

[19] Wieczorek/Schütze – Loy­al, Vor Art. 36 – 57 Brüs­sel Ia-VO N. 1; Walter/Domej, S. 457; Vgl. Schny­der — Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 1.

[20] Schny­der– Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 4; vgl. MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 3.

[21] Schny­der – Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 4; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 3; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 8.

[22] Walter/Domej, S. 459; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 2; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ Rz. 3; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 6; CR LugÜ – Bucher, Intro­duc­tion aux art. 32–56 LugÜ N. 3.

[23] CR LugÜ – Bucher, Intro­duc­tion aux art. 32–56 LugÜ N. 3; Schny­der – Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 4.

[24] SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 6.

[25] SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 8; Schny­der – Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32–37 LugÜ N. 4; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 3; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 2.

[26] SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 2.

[27] SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 3.

[28] Czer­nich/­Ko­de­k/­Mayr-Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 2; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 8; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 2; vgl. auch Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 3.

[29] BSK LugÜ — Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 8; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 17.

[30] Das Sys­tem von Luga­no bil­det einen Sam­mel­be­griff für Völ­ker­rechts­über­ein­kom­men zwi­schen der EU, Island, Nor­we­gen und der Schweiz zur Rege­lung der inter­na­tio­na­len Zustän­dig­keit sowie der Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung von ver­trags­staat­li­chen Urtei­len in Zivil- und Han­dels­sa­chen. Der Begriff umfasst sowohl das Über­ein­kom­men über die gericht­li­che Zustän­dig­keit und die Voll­stre­ckung gericht­li­cher Ent­schei­dun­gen in Zivil- und Han­dels­sa­chen vom 16. Sep­tem­ber 1988 (aLu­gÜ) als auch das LugÜ [Kistler/Daphinoff, Fn. 4].

[31] Das Sys­tem von Brüs­sel I bil­det einen Sam­mel­be­griff für Über­ein­kom­men sowie Ver­ord­nun­gen der Euro­päi­schen Gemein­schaft (EG) bzw. der EU, wel­che in Zivil- und Han­dels­sa­chen die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit zwi­schen den EU-Mit­glied­staa­ten sowie die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung von mit­glied­staat­li­chen Urtei­len regeln. Umfasst von die­sem Begriff sind das Über­ein­kom­men von Brüs­sel vom 27. Sep­tem­ber 1968 über die gericht­li­che Zustän­dig­keit und die Voll­stre­ckung gericht­li­cher Ent­schei­dun­gen in Zivil- und Han­dels­sa­chen (EuGVÜ), die Ver­ord­nung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezem­ber 2000 über die gericht­li­che Zustän­dig­keit und die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung von Ent­schei­dun­gen in Zivil- und Han­dels­sa­chen (aEuGV­VO), ABl. 2001 L 12, 1, sowie die Ver­ord­nung (EU) Nr. 1215/2012 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 12. Dezem­ber 2012 über die gericht­li­che Zustän­dig­keit und die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung von Ent­schei­dun­gen in Zivil- und Han­dels­sa­chen (EuGV­VO), ABl. 2012 L 351, 1). Das ursprüng­lich gel­ten­de EuGVÜ wur­de am 1. Mai 2002 durch die aEuGV­VO für sämt­li­che Mit­glied­staa­ten (mit Aus­nah­me Däne­marks) ersetzt. Am 10. Janu­ar 2015 trat schliess­lich die EuGV­VO anstel­le der aEuGV­VO in Kraft. Anders als das EuGVÜ, das einen völ­ker­recht­li­chen Ver­trag dar­stell­te, han­delt es sich bei der aEuGV­VO und der EuGV­VO um sekun­dä­res Uni­ons­recht, wel­ches für die Mit­glied­staa­ten grund­sätz­lich unmit­tel­bar anwend­bar ist [Kistler/Daphinoff, Fn. 3].

[32] Jenard-Bericht, S. 3; Urteil des EuGH Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86, Rz. 10; Hess, Rz. 6.204; Czer­nich/­Ko­de­k/­Mayr-Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 2; zur Par­al­le­li­tät der Sys­te­me von Luga­no und von Brüs­sel I: BGE 135 III 185 E. 3.2; Mar­kus, Luga­no-Sicht, S. 801; Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 N. 5.

[33] Hess, Rz. 6.204; vgl. auch Urteil des EuGH Wolf Natur­pro­duk­te vom 21. Juni 2012 C‑514/10, Rz. 25.

[34] Jakow­ski, S. 45.

[35] Prä­am­bel LugÜ; Pocar Bericht, Rz. 128; Mar­kus, Rz. 1592; CR LugÜ – Bucher, Intro­duc­tion aux art. 32–56 LugÜ N. 1.

[36]Pocar Bericht, Rz. 128; Schny­der – Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 2; vgl. Mar­kus, Rz. 1592 sowie Urteil des EuGH Pula Par­king d.o.o gegen Sven Klaus Teder­ahn vom 9. März 2017 C‑551/15, Rz. 51.

[37] Hess, Rz. 3.22.

[38] Hess, Rz. 3.21; Althammer/Tolani, S. 236; vgl. auch Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 Rz. 176.

[39] Hess, Rz. 3.28; vgl. auch Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 Rz. 176.

[40] Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 Rz. 176.

[41] Vgl. Hess, Rz. 3.27 ff.

[42] Bot­schaft LugÜ, S. 1805; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 33 LugÜ N. 1.

[43] Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Vor­be­mer­kun­gen Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung N. 3.

[44] Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Vor­be­mer­kun­gen Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung N. 1; Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 26.

[45] Vgl. Rau­scher – Lei­ble, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 1.

[46] Urtei­le des EuGH Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 35; Die­ter Krom­bach gegen André Bam­bier­ski vom 28. März 2000 C‑7/98, Rz. 21; Solo Klein­mo­to­ren GmbH gegen Emi­lio Bloch vom 2. Juni 1994 C‑414/92, Rz. 20; vgl. aber die aus mei­ner Sicht berech­tig­ten Vor­be­hal­te in Schny­der — Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ.

[47] Siehr, S. 527 f.; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 7; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 34.

[48] CR LugÜ – Bucher, Intro­duc­tion aux art. 32–56 LugÜ N. 4; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 3; Walter/Domej, S. 447; vgl. Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 3.

[49] Schny­der – Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 2.

[50] Vgl. Schny­der – Domej/Oberhammer, Vor­be­mer­kun­gen Art. 32 – 37 LugÜ N. 3.

[51] Vgl. Don­zal­laz, Rz. 1761 ff. und Erwä­gungs­grund 26 EuGVVO.

[52] Hess, Rz. 3.28; vgl. auch Erwä­gungs­grund 26 EuGVVO.

[53] Vgl. Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 N. 178; Erwä­gungs­grund 26 EuGV­VO; Urteil des EuGH vom 9. März 2017 C‑551/15 Pula Par­king d.o.o gegen Sven Klaus Teder­ahn, Rz. 50 und 53; Mar­kus,  Rz. 1592.

[54] Geimer/Schütze, Ein­lei­tung EuGV­VO N. 101.

[55] Schluss­an­trä­ge des Gene­ral­an­walts Yves Bot vom 6. Sep­tem­ber 2012 in der Rechts­sa­che Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung u.a. C- 456/11, Rz. 72.

[56] SHK LugÜ – Das­ser, Art. 27 LugÜ N. 38; Markus/Giroud, S. 245.

[57] So auch SHK LugÜ – Das­ser, Art. 27 LugÜ N. 38.

[58] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 35 LugÜ N. 1.

[59] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 37; vgl. auch Jenard Bericht, S. 46: «Wenn die sach­li­che Nach­prü­fung der Ent­schei­dung aus­ge­schlos­sen wird, so kommt dar­in das vol­le Ver­trau­en in die Rechts­pfle­ge des Urteils­staats zum Aus­druck…».

[60] Kistler/Daphinoff, S. 512; vgl. auch BGE 138 III 304 E. 5.3.1.

[61] Vgl. Schack, Aner­ken­nung, S. 453 f.

[62] Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 Rz. 176.

[63] BGE 138 III 174 E. 5.2; Vgl. Althammer/Tolani, S. 228.

[64] Vgl. auch Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 N. 26.

[65] Althammer/Tolani, S. 228.

[66] Althammer/Tolani, S. 232 f.; Urtei­le des EuGH Gubisch Maschi­nen­fa­brik / Pal­um­bo vom 8. Dezem­ber 1987 C‑144/86, Rz. 8; Tatry / Maciej Rataj vom 6. Dezem­ber 1994 C‑406/92, Rz. 32; Over­seas Uni­on Insuran­ce Ltd u.a. / New Hamp­shire Insuran­ce Com­pa­ny vom 27. Juni 1991 C‑351/89, Rz. 15 f.

[67] BGE 138 III 174 E. 5.2.

[68] BGE 138 III 174 E. 5.2.

[69] Vgl. Stein/Jonas — Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 10.

[70] Schny­der — Domej/Oberhammer, Art. 33 N. 10; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 33 LugÜ N. 7; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 33 LugÜ N. 6; Walter/Domej, S. 473; wohl auch Mar­kus, Rz. 1648; Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 10; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 71; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 32; Althammer/Tolani, S. 248; Krü­ger, S. 313; Rau­scher – Lei­ble, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 4.

[71] Mar­ti­ny, S. 168.

[72] Schack, Aner­ken­nung, S. 450.

[73] Grund­le­gend: Mat­scher, S. 277; Schack, Rz. 883. 

[74] Mat­scher, S. 279; Mar­ti­ny, S. 168.

[75] Grund­le­gend: Droz, Rz. 440; Roth, S. 138; Schluss­an­trä­ge des Gene­ral­an­walts Mar­co Dar­mon vom 9. Juli 1987 in der Rechts­sa­che Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg C‑145/86, Rz. 20; Don­zal­laz, Rz. 1829 ff.; Schmidt, S. 60; Gau­de­met-Tal­lon/An­cel, S. 550; Schack, Rz. 886. 

[76] Schack, Aner­ken­nung, S. 450 f.

[77] Im All­ge­mei­nen wer­den Über­ein­kom­men zwi­schen EU-Mit­glieds­staa­ten (wie das EuGVÜ), wel­che in den Zustän­dig­keits­be­reich der EU fal­len, von einem erläu­tern­den offi­zi­el­len Bericht beglei­tet. Die­se Berich­te sind zwar für den EuGH unver­bind­lich. Aller­dings zieht der EuGH die Berich­te bei sei­nen Urtei­len regel­mäs­sig als Leit­fa­den her­bei, was ihren Stel­len­wert ver­deut­licht (Kistler/Daphinoff, S. 481).

[78] Jenard – Bericht, S. 43; Kropholler/von Hein, vor Art. 33 EuGVO N. 9.

[79] Evri­ge­nis & Ker­a­meus – Bericht, Rz. 75.

[80] BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 33 LugÜ N. 7; Mar­kus, Rz. 1648; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 33 LugÜ N. 6; Walter/Domej, S. 473; Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 10; Paulus/Pfeiffer/Pfeiffer – Pfeiffer/Pfeiffer, Art. 36 VO (EU) Nr. 1215/2012 N. 13; Kropholler/von Hein, vor Art. 33 EuGV­VO N. 9; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 32.

[81] Urteil des EuGH vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86 Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg, Rz. 10.

[82] Urteil des EuGH vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86 Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg, Rz. 11; Wieczorek/Schütze– Loy­al, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 13.

[83] Pfeif­fer, Rz. 133.

[84] Urtei­le des EuGH Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 66; Prism Invest­ments vom 13. Okto­ber 2011 C‑139/10, Rz. 38; Socie­tà Immo­bi­lia­re Al Bosco Srl vom 4. Okto­ber 2018 C‑379/17, Rz. 40.

[85] Schack, Aner­ken­nung, S. 454; Gau­de­met – Tallon/Ancel, S. 550; Don­zal­laz, Rz. 1829 ff.

[86] Wie­czo­re­k/­Schüt­ze-Loy­al, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 13; vgl. auch Urteil des EuGH Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 66: «Wenn inso­weit den Ent­schei­dun­gen durch die Aner­ken­nung grund­sätz­lich die Wir­kun­gen bei­gelegt wer­den sol­len, die ihnen in dem Mit­glieds­staat zukom­men, in des­sen Hoheits­ge­biet sie ergan­gen sind…, geht es nicht an, einem Urteil bei sei­ner Voll­stre­ckung Rechts­wir­kun­gen zuzu­er­ken­nen, die es im Ursprungs­mit­glieds­staat nicht hat.»

[87] Urteil des EuGH Socie­tà Immo­bi­lia­re Al Bosco Srl vom 4. Okto­ber 2018 C‑379/17, Rz. 25.

[88] Urteil des EuGH Socie­tà Immo­bi­lia­re Al Bosco Srl vom 4. Okto­ber 2018 C‑379/17, Rz. 26.

[89] Den Schluss­an­trä­gen von Gene­ral­an­walt Dar­mon zur Hoff­mann Recht­spre­chung las­sen sich eher deut­li­che Anhalts­punk­te gegen die Kumu­la­ti­ons­theo­rie ent­neh­men. So befür­wor­te­te er zwar eben­falls die Kumu­la­ti­ons­theo­rie und schlug dem Gerichts­hof des­halb fol­gen­de Ant­wort vor: «Die Wir­kun­gen eines gemäss dem Über­ein­kom­men… aner­kann­ten Urteils kön­nen nicht über die Wir­kun­gen hin­aus­ge­hen, die ein ent­spre­chen­des inlän­di­sches Urteil im ersuch­ten Staat ent­fal­ten wür­de…» (Schluss­an­trä­ge des Gene­ral­an­walts Mar­co Dar­mon vom 9. Juli 1987 in der Rechts­sa­che Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg C‑145/86, Rz. 20 und 37). Der EuGH hat jedoch die­se Aus­füh­run­gen gera­de nicht in sei­nem Ent­scheid über­nom­men (Urteil des EuGH vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86 Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg, Rz. 10 f.). Dies ist als impli­zi­te Ableh­nung der Kumu­la­ti­ons­theo­rie zu werten.

[90] Urteil des EuGH vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86 Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg, Rz. 7.

[91] Urteil des EuGH vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86 Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg, Rz. 9.

[92] Urteil des EuGH vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86 Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg, Rz. 18.

[93] Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 203.

[94] Urtei­le des EuGH Socie­tà Immo­bi­lia­re Al Bosco Srl vom 4. Okto­ber 2018 C‑379/17; Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 66; Prism Invest­ments vom 13. Okto­ber 2011 C‑139/10, Rz. 38; vgl. hier­zu auch Art. 54 Abs. 1 EuGVVO.

[95] BGE 135 III 670 E. 1.3.1.

[96] BGE 143 III 693 E.3.4.3; 146 III 157 E. 6.5; vgl. auch BGE 129 III 626 E. 5.2.3. 

[97] Vgl. Roth, S. 138; Althammer/Tolani, S. 243; Koops, S. 13.

[98] Urteil des EuGH De Wolf v Cox vom 30. Novem­ber 1976 C‑42/76.

[99] Althammer/Tolani, S. 234; Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 11.

[100] Urteil des EuGH De Wolf v Cox vom 30. Novem­ber 1976 C‑42/76, Rz. 9/10.

[101] Zu berück­sich­ti­gen ist, dass es in die­ser Recht­spre­chung für die Annah­me eines Rechts­kraft­kon­flik­tes auch nicht erfor­der­lich war, ein auto­no­mes Rechts­kraft­kon­zept zu bil­den. So waren die Streit­ge­gen­stän­de der bei­den natio­na­len Ver­fah­ren bereits nach allen natio­na­len Streit­ge­gen­stands­kon­zep­tio­nen iden­tisch (Althammer/Tolani, S. 235).

[102] Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 11; Koops, S. 14.

[103] Althammer/Tolani, S. 235.

[104] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11.

[105] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 21.

[106] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 40.

[107] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 41.

[108] Mar­kus, Rz. 1465; Koops, S. 13; Jakow­ski, S. 68.

[109] So beschränkt ein Teil der Leh­re die­ses Rechts­kraft­ver­ständ­nis auf Unzu­stän­dig­keits­ent­schei­de auf­grund von Gerichts­stands­ver­ein­ba­rung zuguns­ten eines Ver­trags­staa­tes (so z.B. Althammer/Tolani, S. 248; BSK LugÜ Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 22). Dem­ge­gen­über wei­tet ein ande­rer Teil der Leh­re die­sen Rechts­kraft­be­griff all­ge­mein auf Pro­zes­s­ur­tei­le über die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit aus (so z.B. Roth, S. 139). Schliess­lich erkennt ein Teil der Leh­re in die­ser Recht­spre­chung sogar die Mög­lich­keit, die­ses Rechts­kraft­ver­ständ­nis auf Sachur­tei­le aus­zu­deh­nen (so z.B. Bach, S. 58).

[110] So zu Recht: Bach, S. 58.

[111] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 40 und 43.

[112] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 34; vgl. Jakow­ski, S. 67.

[113] Bach, S. 58; Jakow­ski, S. 65.

[114] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 39; Bach, S. 58.

[115] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 38.

[116] Vor­be­halt­lich Art. 35 Abs. 1 LugÜ.

[117] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 40.

[118] Tsik­ri­kas, S. 220.

[119] Bach, S. 58; Rau­scher – Lei­ble, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 8; vgl. auch Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 Rz. 188.

[120] Vgl. hier­zu ein­ge­hend: Alt­ham­mer, S. 115 ff.

[121] Urtei­le des EuGH Gubisch Maschi­nen­fa­brik / Pal­um­bo vom 8. Dezem­ber 1987 C‑144/86, Rz. 11 und 16; Tatry / Maciej Rataj vom 6. Dezem­ber 1994 C‑406/92, Rz. 47; Sogo, S. 950; BSK LugÜ – Mabil­lard, Art. 27 LugÜ N. 29 ff.; CR LugÜ – Bucher, Art. 27 LugÜ N. 11.

[122] Koops, S. 14; vgl. auch Seper­rer, S. 137.

[123] Alt­ham­mer, S. 156.

[124] Vgl. Seper­rer, S. 125 f.; Krü­ger, S. 131; Droese, S. 400; Ober­ham­mer, Mate­ri­el­le Rechts­kraft, S. 209; Jakow­ski, S. 69 f.

[125] Mit der Brei­ten­wir­kung wird die hori­zon­ta­le Reich­wei­te der Rechts­kraft ange­spro­chen. Die­se rich­tet sich nach dem Streit­ge­gen­stand und legt fest, wel­che Ansprü­che beur­teilt wor­den sind (Droese, S. 400).

[126] Mit der Tie­fen­wir­kung wird fest­ge­legt, ob die mate­ri­el­le Rechts­kraft auf den Streit­ge­gen­stand zu beschrän­ken ist oder auch all­fäl­li­ge Vor­fra­gen umfasst (Droese, S. 400).

[127] Krü­ger, S. 130 f.

[128] Krü­ger, S. 108; Seper­rer, S. 125; Ober­ham­mer, Mate­ri­el­le Rechts­kraft, S. 209; Droese, S. 400; Jakow­ski, S. 69 f.

[129] Urtei­le des EuGH Urteil des EuGH De Wolf v Cox vom 30. Novem­ber 1976 C‑42/76, Rz. 9/10; Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 38.

[130] Böhm, S. 153; Urtei­le des EuGH Gubisch Maschi­nen­fa­brik / Pal­um­bo vom 8. Dezem­ber 1987 C‑144/86, Rz. 8; Tatry / Maciej Rataj vom 6. Dezem­ber 1994 C‑406/92, Rz. 32; Alt­ham­mer, S. 131.

[131] Urtei­le des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 38; De Wolf v Cox vom 30. Novem­ber 1976 C‑42/76, Rz. 9/10.

[132] So auch Ober­ham­mer, Inter­na­tio­na­le Rechts­hän­gig­keit, S. 431.

[133] BGE 138 III 261 E. 1.1; Urteil des EuGH Horst Lud­wig Mar­tin Hoff­mann gegen Adel­heid Krieg vom 4. Febru­ar 1988 C‑145/86, Rz. 22.

[134] Eine Aus­nah­me besteht bei der Wir­kung der Voll­streck­bar­keit, wel­che ein­tre­ten kann, bevor eine Ent­schei­dung über­haupt in Rechts­kraft erwächst.

[135] Koops, S. 14.

[136] Ansons­ten droht eine zu weit­grei­fen­de Sperr­wir­kung der Rechts­kraft, wel­che über das Ziel der Ver­hin­de­rung unver­meid­ba­rer Urtei­le hin­aus­grei­fen wür­de (vgl. Krü­ger, S. 136).

[137] Urtei­le des EuGH Gaz­prom vom 13. Mai 2015 C‑536/13, Rz. 33; West Tan­kers vom 10. Febru­ar 2009 C‑185/07, Rz. 29; Tur­ner vom 27. April 2004 C‑159/02, Rz. 26; Over­seas Uni­on Insuran­ce Ltd u.a. / New Hamp­shire Insuran­ce Com­pa­ny vom 27. Juni 1991 C‑351/89, Rz. 24.

[138] So sieht Art. 1 Abs. 1 Pro­to­koll 2 LugÜ bloss eine Pflicht zur gebüh­ren­den Berück­sich­ti­gung der Recht­spre­chung des EuGH vor. Es besteht mit­hin kei­ne förm­li­che Bin­dung an die Ent­schei­dun­gen des Gerichts­hofs (BSK LugÜ – Oetiker/Weibel, Art. 1 Pro­to­koll 2 LugÜ N. 10). Daher kann von einer Berück­sich­ti­gung abge­se­hen wer­den, wenn dies zur Wah­rung ande­rer inter­na­tio­na­ler Ver­pflich­tun­gen unmit­tel­bar erfor­der­lich erscheint. Dem­ge­gen­über bil­det die EMRK eine unmit­tel­bar ver­pflich­ten­de völ­ker­recht­li­che Grundlage.

[139] Vgl. Alt­ham­mer, S. 151.

[140] Gei­mer, Rz. 2799; Paulus/Pfeiffer/Pfeiffer – Pfeiffer/Pfeiffer, Art. 36 VO (EU) Nr. 1215/2012 N. 17.

[141] SHK LugÜ – Walt­her, Art. 33 LugÜ N. 6; Schny­der– Domej/Oberhammer, Art. 33 LugÜ N. 12.

[142] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 33 LugÜ N. 14; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 135; Paulus/Pfeiffer/Pfeiffer – Pfeiffer/Pfeiffer, Art. 36 VO (EU) Nr. 1215/2012.

[143] Pau­lus /Pfeiffer/Pfeiffer – Pfeiffer/Pfeiffer, Art. 36 VO (EU) Nr. 1215/2012 N. 17.

[144] BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 33 LugÜ N. 10; Schack, N. 867; Rau­scher – Lei­ble, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 5. 

[145] BGE 142 III 210 E. 2; 139 III 126 E. 3.1.

[146] Eine Aus­nah­me wird ange­nom­men, wenn die kla­gen­de Par­tei ein schutz­wür­di­ges Inter­es­se an der Wie­der­ho­lung des frü­he­ren Ent­scheids gel­tend machen kann (BGE 139 III 126 E. 3.1).

[147] BGE 145 III 143 E. 5.1; 139 III 126 E. 3.1; KuKo ZPO – Weber/Oberhammer, Art. 236 ZPO N. 40; BK ZPO – Kil­li­as, Art. 236 Rz. 29.

[148] BGE 145 III 143 E. 5.1; 139 III 126 E. 3.1; KuKo ZPO – Weber/Oberhammer, Art. 236 ZPO N. 43 f.; Droese, S. 219.

[149] KuKo ZPO – Oberhammer/Weber, Art. 236 ZPO N. 44.

[150] BGE 139 III 126 E. 3.1; Droese, S. 237.

[151] Droese, S. 237; BGer 5A_438/2007 vom 20 Novem­ber 2007 E. 2.2.1; BGE 116 II 738 E. 2.b.

[152] BGE 139 III 126 E. 3.1; KuKo ZPO – Weber/Oberhammer, Art. 236 ZPO N. 48 ff.; Baumgartner/Lustenberger, S. 96.

[153] BGE 139 III 126 E. 3.2.3.

[154] KuKo ZPO – Weber/Oberhammer, Art. 236 ZPO N. 55; BK ZPO ‑Zingg, Art. 59 ZPO N. 136 ff. und 144 f.; Urteil des BGer 5A_434/2012 vom 18. Dezem­ber 2012 E. 3.3.1.1.

[155] Schack, Aner­ken­nung, S. 447.

[156] Gei­mer, Rz. 2804.

[157] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 40.

[158] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 116.

[159] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 117.

[160] KuKo ZPO – Weber/Oberhammer, Art. 236 ZPO N. 22.

[161] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 33 LugÜ N. 12; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 34; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 33 LugÜ N. 15.

[162] Vgl. Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 13.

[163] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 119; vgl. für die Schweiz: Art. 74 ff. ZPO.

[164] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 119.

[165] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 123.

[166] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 124.

[167] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 33 LugÜ N. 12; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 33 LugÜ N. 7.

[168] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 137; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 33 LugÜ N. 14; Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 14.

[169] KuKo ZPO – Weber/Oberhammer, Art. 236 ZPO N. 24.

[170] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 136; KuKo ZPO – Weber/Oberhammer, Art. 236 ZPO N. 24.

[171] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 137; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 33 LugÜ N. 14; Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 14; BSK LugÜ – Marugg/Schuler, Art. 33 LugÜ N. 15.

[172] Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 14.

[173] Vgl. Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 33 EuGV­VO N. 14.

[174] Vgl. SHK LugÜ – Staehelin/Bopp, Art. 38 LugÜ N. 4 f.

[175] SHK LugÜ – Walt­her, Art. 33 LugÜ N. 7.

[176] BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 33 LugÜ N. 11; OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 33 LugÜ N. 6; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 36 Brüs­sel Ia-VO N. 13; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 34.

[177] So auch Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 105; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 33 LugÜ N. 10.

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