Kommentar zu Art. 32 LugÜ

Ein Kom­men­tar von Alex­an­der Kistler

Her­aus­ge­ge­ben von Chris­toph Hurni

Zitier­vor­schlag

Alex­an­der Kist­ler, Kom­men­tar zu Art. 32 LugÜ, in: Chris­toph Hur­ni (Hrsg.), Online­kom­men­tar zum Luga­no Über­ein­kom­men, https://onlinekommentar.ch/lugu32/, 1. Aufl., N. XXX zu Art. 32 LugÜ (besucht am XXX). 

Kurz­zi­tat: OK-Kist­ler, N. XXX zu Art. 32 LugÜ.

Art. 32 LugÜ

Unter «Ent­schei­dung» im Sin­ne die­ses Über­ein­kom­mens ist jede Ent­schei­dung zu ver­ste­hen, die von einem Gericht eines durch die­ses Über­ein­kom­men gebun­de­nen Staa­tes erlas­sen wor­den ist, ohne Rück­sicht auf ihre Bezeich­nung wie Urteil, Beschluss, Zah­lungs­be­fehl oder Voll­stre­ckungs­be­scheid, ein­schliess­lich des Kosten­festsetzungsbeschlusses eines Gerichtsbediensteten.

Art. 32 CL

Aux fins de la pré­sen­te Con­ven­ti­on, on entend par «décisi­on» tou­te décisi­on ren­due par une juri­dic­tion d’un Etat lié par la pré­sen­te Con­ven­ti­on quel­le que soit la déno­mi­na­ti­on qui lui est don­née, tel­le qu’arrêt, juge­ment, ordon­nan­ce ou man­dat d’exécution, ain­si que la fixa­ti­on par le gref­fier du mon­tant des frais du procès.

Art. 32 CLug

Ai fini del­la pre­sen­te con­ven­zio­ne, con «decisio­ne» si inten­de, a pre­sc­in­de­re dal­la deno­mi­na­zio­ne usa­ta, qual­sia­si decisio­ne emessa da un giu­di­ce di uno Sta­to vinco­lato dal­la pre­sen­te con­ven­zio­ne, qua­le ad esem­pio decre­to, sen­ten­za, ordi­nan­za o man­da­to di ese­cu­zio­ne, non­ché la deter­mi­na­zio­ne del­le spe­se giudi­zia­li da par­te del cancelliere.


I. Regelungsgegenstand und Begriff der Entscheidung

1 Der Antrags­stel­ler trägt bei einer bean­trag­ten Aner­ken­nung nach Art. 33 LugÜ die Beweis­last dafür, dass eine Ent­schei­dung im Sin­ne des Über­ein­kom­mens vor­liegt. Es han­delt sich um eine posi­ti­ve Aner­ken­nungs­vor­aus­set­zung.[1] Art. 32 LugÜ bestimmt dabei staats­ver­trags­au­to­nom, wel­che Rechts­ti­tel im Sin­ne des Über­ein­kom­mens als Ent­schei­dung gel­ten und damit aner­kannt und für voll­streck­bar erklärt wer­den kön­nen.[2] Art. 32 LugÜ bie­tet jedoch kaum Anhalts­punk­te dafür, wel­ches die Kri­te­ri­en für das Vor­lie­gen einer Ent­schei­dung sind.[3] So bestimmt der Arti­kel ledig­lich, dass der Begriff «Ent­schei­dung» jede Ent­schei­dung eines ver­trags­staat­li­chen Gerichts erfas­se.[4] Fer­ner gewährt die Bestim­mung eine nicht abschlies­sen­de Auf­zäh­lung der vom Ent­schei­dungs­be­griff erfass­ten Rechts­ak­te.[5] Ansons­ten las­sen sich Art. 32 LugÜ kei­ne inhalt­li­chen Vor­ga­ben an den Ent­scheid ent­neh­men.[6] Viel­mehr soll der Ent­schei­dungs­be­griff gera­de nicht restrik­tiv aus­ge­legt wer­den.[7]

2 Für die Aner­ken­nungs­fä­hig­keit der Ent­schei­dung ist daher grund­sätz­lich sowohl ihre Bezeich­nung als auch die Ver­fah­rens­art, in der sie ergan­gen ist, unbe­acht­lich.[8] So sind auch Ent­schei­dun­gen über die Gewäh­rung des Rechts­schut­zes in kla­ren Fäl­len gemäss Art. 257 ZPO[9] von Art. 32 LugÜ erfasst.[10] Vom Ent­schei­dungs­be­griff umfasst sind sowohl End­ent­schei­de, wel­che das Ver­fah­ren (vor der betref­fen­den Instanz) been­den,[11] als auch Teil­ent­schei­de, wel­che aus­schliess­lich einen Teil der objek­tiv oder sub­jek­tiv gehäuf­ten Begeh­ren beur­tei­len.[12] Eben­so sind Zwi­schen­ent­schei­de, wel­che über ein­zel­ne Vor­fra­gen befin­den, ohne jedoch das Haupt­ver­fah­ren vor der betref­fen­den Instanz abzu­schlies­sen,[13] grund­sätz­lich aner­ken­nungs­fä­hig.[14] Schliess­lich sind auch die Form und der Inhalt für die Qua­li­fi­ka­ti­on als Ent­scheid im Sin­ne von Art. 32 LugÜ nicht von Belang.[15] In die­sem Sin­ne wird auch kei­ne inhalt­li­che Über­prü­fung der Begründ­etheit des gel­tend gemach­ten Anspruchs vor­aus­ge­setzt,[16] wes­halb Ver­säum­nis­ur­tei­le nach dem Über­ein­kom­men grund­sätz­lich aner­kannt und für voll­streck­bar erklärt wer­den kön­nen.[17]

3 Trotz feh­len­der inhalt­li­cher Vor­ga­ben ist jedoch zumin­dest vor­aus­zu­set­zen, dass die Ent­schei­dung Rechts­fol­gen ent­fal­tet, wel­che grenz­über­schrei­tend aner­kannt oder für voll­streck­bar erklärt wer­den kön­nen.[18] Mit­hin wird für die Qua­li­fi­ka­ti­on als Ent­schei­dung im Sin­ne von Art. 32 LugÜ einer­seits vor­aus­ge­setzt, dass der Ent­scheid Rechts­fol­gen zei­tigt, die einer grenz­über­schrei­ten­den Aner­ken­nung oder Voll­streck­bar­er­klä­rung zugäng­lich sind. Ande­rer­seits muss der Ent­scheid von einem Gericht im Sin­ne von Art. 62 LugÜ erlas­sen wor­den sein.

A. Grenzüberschreitende Wirkungen

4 Einer Aner­ken­nung oder Voll­streck­bar­er­klä­rung nach dem Über­ein­kom­men zugäng­lich sind nur (poten­zi­ell) grenz­über­schrei­ten­de Rechts­fol­gen.[19] Somit kön­nen Rechts­ti­tel, die nur ver­fah­rens­in­tern wir­ken (wie z.B. Beweis­be­schlüs­se oder pro­zess­lei­ten­de Ver­fü­gun­gen, wel­che aus­schliess­lich über den Ver­fah­rens­fort­gang befin­den)[20], nicht nach dem Über­ein­kom­men aner­kannt oder für voll­streck­bar erklärt wer­den.[21] Das­sel­be gilt für Ent­schei­dun­gen, die von ihrem Gegen­stand her auf das Ter­ri­to­ri­um des Urteils­staa­tes beschränkt sind.[22]

5 Für die Aner­ken­nung oder Voll­streck­bar­er­klä­rung eines Ent­scheids nach dem Über­ein­kom­men wird hin­ge­gen nicht vor­aus­ge­setzt, dass die Ent­schei­dung in Rechts­kraft erwach­sen ist.[23] Dem­zu­fol­ge kann eine Ent­schei­dung aner­kannt wer­den, wenn gegen sie im Ursprungs­staat ein ordent­li­cher Rechts­be­helf ein­ge­legt wur­de.[24] Art. 37 Abs. 1 LugÜ sieht für die­se Kon­stel­la­ti­on zwar vor, dass das Aner­ken­nungs­ge­richt das Ver­fah­ren aus­set­zen «kann». Es muss dies jedoch nicht.[25] Für die Voll­streck­bar­er­klä­rung wird aber zumin­dest vor­aus­ge­setzt, dass die Ent­schei­dung im Ursprungs­staat vor­läu­fig voll­streck­bar ist (Art. 38 Abs. 1 LugÜ).[26] Dabei genügt eine aus recht­li­cher Sicht bestehen­de Voll­streck­bar­keit. Hin­ge­gen ist unbe­acht­lich, ob die Ent­schei­dung aus fak­ti­schen Grün­den im Ursprungs­staat nicht voll­streckt wer­den kann.[27] Dies hängt damit zusam­men, dass das Über­ein­kom­men nur die Zulas­sung zur Zwangs­voll­stre­ckung und nicht die Zwangs­voll­stre­ckung an sich regelt. Letz­te­res wird dem natio­na­len Recht des Voll­stre­ckungs­staa­tes vor­be­hal­ten.[28] 

6 Eben­so vom Begriff des Ent­scheids erfasst sind vor­sorg­li­che Mass­nah­men.[29] Damit sol­che Mass­nah­men nach dem Über­ein­kom­men aner­kannt und voll­streckt wer­den kön­nen, wird gemäss Recht­spre­chung des EuGH vor­aus­ge­setzt, dass der Gegen­par­tei das recht­li­che Gehör gewährt wur­de.[30] Das vor­aus­ge­setz­te recht­li­che Gehör ist aber bereits dann gewahrt, wenn die Mög­lich­keit bestand, gegen die Ent­schei­dung noch Ein­wän­de anzu­brin­gen oder ein Rechts­mit­tel ein­zu­le­gen.[31] Für die Aner­ken­nungs­fä­hig­keit eines Ent­scheids muss daher ledig­lich die Mög­lich­keit eines kon­tra­dik­to­ri­schen Ver­fah­rens bestehen und zwar bevor sich die Fra­ge nach des­sen Aner­ken­nung bzw. Voll­stre­ckung stellt.[32] Nicht aner­ken­nungs­fä­hig sind damit super­pro­vi­so­ri­sche Mass­nah­men, die ohne Anhö­rung der Gegen­par­tei erlas­sen wer­den.[33]

7 Bei vor­sorg­li­chen Mass­nah­men, wel­che gestützt auf Art. 31 LugÜ erlas­sen wur­den, bestehen nach Recht­spre­chung des EuGH noch zusätz­li­che Vor­aus­set­zun­gen, die auch im Rah­men des Voll­streck­bar­er­klä­rungs­ver­fah­rens zu prü­fen sind.[34] Einer­seits muss eine rea­le Ver­knüp­fung zwi­schen dem Gegen­stand der Mass­nah­me und dem Hoheits­ge­biet des für den Erlass der Mass­nah­me bean­spruch­ten Gerichts­stan­des bestehen.[35] Ande­rer­seits muss der pro­vi­so­ri­sche Cha­rak­ter der Mass­nah­me gewahrt wer­den.[36] Dies setzt bei Leis­tungs­mass­nah­men[37] vor­aus, dass die Rück­zah­lung für den Fall des Unter­lie­gens des Antrags­stel­lers in der Haupt­sa­che sicher­ge­stellt ist.[38] Der Gerichts­hof knüpft die­se Vor­aus­set­zun­gen an die Aner­ken­nungs­fä­hig­keit bzw. Voll­streck­bar­keit sol­cher Mass­nah­men.[39] Sofern die­se Vor­aus­set­zun­gen nicht erfüllt sind, kön­nen mit­hin sol­che Mass­nah­men nicht nach den Bestim­mun­gen des Über­ein­kom­mens aner­kannt oder für voll­streck­bar erklärt werden.

8 Umstrit­ten ist, inwie­fern Pro­zess­ent­schei­dun­gen (d.h. Ent­schei­dun­gen, wel­che über das Vor­lie­gen einer Pro­zess­vor­aus­set­zung befin­den)[40] aner­ken­nungs­fä­hig sind.[41] Der EuGH hielt in sei­ner Gotha­er Recht­spre­chung fest, dass eine Ent­schei­dung, mit der ein mit­glied­staat­li­ches Gericht sei­ne (inter­na­tio­na­le) Zustän­dig­keit auf­grund einer Gerichts­stands­ver­ein­ba­rung ablehn­te, vom Begriff der Ent­schei­dung gemäss Art. 32 aEuGV­VO [Art. 32 LugÜ] erfasst sei.[42] Unklar ist, ob damit sämt­li­che Pro­zess­ent­schei­dun­gen aner­ken­nungs­fä­hig sind. Die Begrün­dung des Gotha­er Urteils weist zwar dar­auf hin, dass der Begriff der Ent­schei­dung im Sin­ne der För­de­rung der Urteils­frei­zü­gig­keit weit zu fas­sen sei und daher grund­sätz­lich sämt­li­che Pro­zes­s­ur­tei­le umfas­sen soll­te.[43] Eine Aus­nah­me soll­te jedoch inso­fern gel­ten, als die Pro­zess­ent­schei­dung von ihrem Gehalt her nur inner­ter­ri­to­ri­al und gera­de kei­ne inter­na­tio­na­le Wir­kung ent­fal­ten will (z.B. ein Unzu­stän­dig­keits­ent­scheid auf­grund einer man­geln­den Kla­ge­be­wil­li­gung oder auf­grund einer feh­len­den sach­li­chen Zustän­dig­keit).[44]

B. Vertragsstaatliches Gericht (Art. 62 LugÜ)

9 Die Defi­ni­ti­on des ver­trags­staat­li­chen Gerichts ergibt sich staats­ver­trags­au­to­nom aus Art. 62 LugÜ. Im Unter­schied zum aLu­gÜ, das grund­sätz­lich nur gericht­li­che Behör­den als Gerich­te im Sin­ne des Über­ein­kom­mens qua­li­fi­zier­te,[45] dehnt Art. 62 LugÜ den Gerichts­be­griff auch auf Ver­wal­tungs­be­hör­den aus.[46] Gemäss Art. 62 LugÜ umfasst die Bezeich­nung «Gericht» jede Behör­de, die von einem Ver­trags­staat für die vom Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens erfass­ten Rechts­ge­bie­te als zustän­dig bezeich­net wor­den ist. Aus die­ser Defi­ni­ti­on ergibt sich, dass grund­sätz­lich jede staat­li­che Behör­de («jede Behör­de»), wel­che für die Beur­tei­lung einer Zivil- und Han­dels­sa­che zustän­dig ist, vom Begriff des Gerichts nach Art. 62 LugÜ erfasst ist.[47]

10 Für die Qua­li­fi­ka­ti­on als Gericht im Sin­ne von Art. 62 bzw. Art. 32 LugÜ ist somit die von der staat­li­chen Behör­de aus­ge­üb­te Funk­ti­on und nicht ihre förm­li­che, orga­ni­sa­to­ri­sche Ein­ord­nung im natio­na­len Recht mass­geb­lich (sog. funk­tio­nel­ler Gerichts­be­griff).[48] Ent­spre­chend kommt es nicht auf die Bezeich­nung der Behör­de im natio­na­len Recht oder auf die Art der Gerichts­bar­keit an.[49] Infol­ge­des­sen sind auch Ent­schei­dun­gen von Straf- oder Ver­wal­tungs­ge­rich­ten nach dem Über­ein­kom­men aner­ken­nungs­fä­hig, sofern sie vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich erfasst sind. [50] So sind z.B. Ent­schei­dun­gen eines Straf­ge­richts über Zivil­an­sprü­che im Rah­men einer Adhä­si­ons­kla­ge durch­aus nach dem Über­ein­kom­men anzu­er­ken­nen.[51] Eben­so muss die Ent­schei­dung auch nicht von einem Rich­ter erlas­sen wor­den sein. Ent­schei­dun­gen eines Gerichts­be­diens­te­ten oder eines sonst zustän­di­gen Rechts­pfle­gers sind eben­falls aner­ken­nungs­fä­hig.[52] Die funk­tio­nel­le Betrach­tungs­wei­se setzt aber vor­aus, dass der Behör­de auch eine ent­spre­chen­de Recht­spre­chungs­funk­ti­on zukommt.[53] Im Sin­ne der EuGH-Recht­spre­chung in Solo Klein­mo­to­ren ist daher bei Ent­schei­dun­gen vor­aus­zu­set­zen, dass die Behör­de kraft ihres Auf­tra­ges selbst über die zwi­schen den Par­tei­en bestehen­den Streit­punk­te ent­schei­den kann.[54]

11 Gestützt auf die­se Erwä­gung wird für die Qua­li­fi­ka­ti­on als Gericht im Sin­ne von Art. 32 LugÜ zwei­er­lei vor­aus­ge­setzt: Einer­seits muss es sich um eine staat­li­che Behör­de han­deln.[55] Dabei ist zu berück­sich­ti­gen, dass die Euro­päi­sche Uni­on selbst als Ver­trags­staat des Über­ein­kom­mens gilt. [56] Folg­lich sind auch die ver­schie­de­nen Gerich­te und Ämter der EU erfasst (wie z.B. das Amt der Euro­päi­schen Uni­on für geis­ti­ges Eigen­tum [EUIPO] oder der EuGH; vgl. Art. 1 Abs. 3 LugÜ).[57] Eben­so erfasst sind gemein­sa­me Gerich­te meh­re­rer Ver­trags­staa­ten (wie z.B. der Bene­lux Gerichts­hof), soweit ihnen durch die Ver­trags­staa­ten Recht­spre­chungs­auf­ga­ben über­tra­gen wur­den.[58] Dar­über hin­aus gel­ten hin­ge­gen Ent­schei­dun­gen ande­rer supra­na­tio­na­ler Gerich­te oder Behör­den (wie z.B. die EMRK Orga­ne) nicht als Gerich­te i.S.v. Art. 62 LugÜ, da es sich bei sol­chen Insti­tu­tio­nen gera­de nicht um Gerich­te eines Ver­trags­staa­tes han­delt.[59] Fer­ner sind auch pri­va­te Spruch­kör­per (wie z.B. Schieds­ge­rich­te[60], Ver­eins­ge­rich­te oder kirch­li­che Gerich­te[61]) nicht als Gerich­te im Sin­ne von Art. 62 LugÜ zu qua­li­fi­zie­ren.[62] Ande­rer­seits ist vor­aus­zu­set­zen, dass der ent­schei­den­den Behör­de eine Ent­schei­dungs­be­fug­nis für den ent­spre­chen­den Fall zukommt. Dem­entspre­chend ist zumin­dest eine Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge in einem staat­li­chen Hoheits­akt vor­aus­zu­set­zen, wel­che die ent­schei­den­de Behör­de für zustän­dig erklärt, die frag­li­che Strei­tig­keit zu ent­schei­den.[63]

12 Unge­klärt ist, inwie­fern dem Ent­scheid ein jus­tiz­för­mi­ges Ver­fah­ren vor­aus­zu­ge­hen hat.[64] So stell­te der EuGH in Bezug auf den Ent­schei­dungs­be­griff im Sin­ne von Art. 2 Abs. 1 lit. a EuGV­VO fest, dass der Ver­trau­ens­grund­satz vor­aus­set­ze, dass Ent­schei­dun­gen in einem gericht­li­chen Ver­fah­ren ergan­gen sind, wel­ches Gewähr für die Unab­hän­gig­keit und die Unpar­tei­lich­keit bie­te und in wel­chem der Grund­satz des kon­tra­dik­to­ri­schen Ver­fah­rens gewahrt wer­de.[65] Ähn­lich wird auch von der h.L. gefor­dert, dass die ent­schei­den­de Behör­de die Vor­aus­set­zun­gen an ein unab­hän­gi­ges und unpar­tei­isches Gericht gemäss Art. 6 EMRK erfül­len müs­se.[66] Die­se Über­le­gun­gen las­sen sich jedoch nicht ohne Wei­te­res auf den Gerichts­be­griff des LugÜ über­tra­gen.[67] Ähn­lich dem aLu­gÜ ist der Gerichts­be­griff der EuGV­VO eben­falls auf Gerichts­be­hör­den beschränkt.[68] Ent­spre­chend erscheint es gerecht­fer­tigt, die­sen Begriff anhand der Merk­ma­le eines Gerichts gemäss Art. 6 Abs. 1 EMRK zu bestim­men. So kann in Art. 6 Ziff. 1 EMRK durch­aus der Aus­druck eines euro­päi­schen Rechts­staat­lich­keits­stan­dards und damit auch eines an ein Gericht zu rich­ten­den Min­dest­stan­dards erkannt wer­den.[69]

13 Im Rah­men des LugÜ wur­de jedoch aus­drück­lich auf die Vor­aus­set­zung eines Gerichts als ent­schei­den­de Behör­de ver­zich­tet. Mit­hin las­sen sich zumin­dest dem Über­ein­kom­men selbst kei­ne wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen an das durch­zu­füh­ren­de Ver­fah­ren ent­neh­men. Eine sol­che Ver­pflich­tung lässt sich aber der EMRK ent­neh­men, wel­che in Art. 6 Abs. 1 EMRK ver­schie­de­ne Ver­fah­rens­ga­ran­tien vor­sieht. Dabei kann die Aner­ken­nung von Ent­schei­dun­gen, wel­che gegen die­se Ver­fah­rens­ga­ran­tien ver­stos­sen, gestützt auf den for­mel­len ord­re public Vor­be­halt gemäss Art. 34 Nr. 1 LugÜ ver­wei­gert wer­den.[70] Art. 6 Abs. 1 EMRK sieht unter ande­rem das Recht jeder Par­tei vor, ihre zivil­recht­li­chen Ansprü­che von einem unab­hän­gi­gen, unpar­tei­ischen und auf Gesetz beru­hen­den Gericht in einem fai­ren Ver­fah­ren beur­teilt zu haben. Hier­aus lässt sich ablei­ten, dass der Betrof­fe­ne zumin­dest die Mög­lich­keit haben muss, Mass­nah­men vor einem Gericht anzu­fech­ten, wel­ches über alle erheb­li­chen Tat- und Rechts­fra­gen ent­schei­den kann.[71] Mit die­ser Bestim­mung ist aber durch­aus ver­ein­bar, eine behörd­li­che Ver­fü­gung als Ent­scheid im Sin­ne von Art. 32 LugÜ anzu­se­hen,[72] sofern vor der Aner­ken­nung zumin­dest die Mög­lich­keit einer gericht­li­chen Über­prü­fung der Ver­fü­gung im Ursprungs­staat bestand.[73]

II. Sonderfragen

A. Entscheidungen von Schlichtungsbehörden

14 Schlich­tungs­be­hör­den kön­nen als Gerich­te im Sin­ne von Art. 62 bzw. Art. 32 LugÜ qua­li­fi­ziert wer­den.[74] Um als Ent­schei­dung im Sin­ne von Art. 32 LugÜ zu gel­ten, ist aber vor­aus­zu­set­zen, dass der Schlich­tungs­be­hör­de eine Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz im Sin­ne von Art. 210 ff. ZPO zukommt.[75] Der EuGH hielt zwar in Schlömp fest, dass zur Begrün­dung der Rechts­hän­gig­keit nach Art. 30 Abs. 1 LugÜ Schlich­tungs­be­hör­den als Gerich­te zu qua­li­fi­zie­ren sind.[76] Die­se Erkennt­nis steht jedoch nur dem Schein nach im Wider­spruch zur vor­aus­zu­set­zen­den gesetz­li­chen Ent­schei­dungs­be­fug­nis. Es ist dar­an zu erin­nern, dass Art. 62 LugÜ gera­de einen funk­tio­nel­len Ansatz ver­folgt und mit­hin auf die gemäss gesetz­li­cher Grund­la­ge aus­zu­üben­de Funk­ti­on abstellt. Dabei kommt der Schlich­tungs­be­hör­de im Schwei­zer Zivil­pro­zess­recht all­ge­mein[77] die Funk­ti­on als ver­fah­rens­ein­lei­ten­de Instanz zu (Art. 197 ZPO). Inso­fern löst auch im Schwei­zer Zivil­pro­zess­recht die Ein­rei­chung eines Schlich­tungs­ge­suchs die Rechts­hän­gig­keit aus (Art. 62 Abs. 1 ZPO). Dem­ge­gen­über kommt der Schlich­tungs­be­hör­de mit Aus­nah­me der Kon­stel­la­tio­nen von Art. 210 ff. ZPO gera­de nicht die Befug­nis zu, die zwi­schen den Par­tei­en hän­gi­ge Zivil­strei­tig­keit zu ent­schei­den. Ent­spre­chend sind Schlich­tungs­be­hör­den aus­ser­halb die­ser Kon­stel­la­tio­nen auch nicht als Gerich­te im Sin­ne von Art. 32 LugÜ zu qua­li­fi­zie­ren. Daher stellt z.B. eine Kla­ge­be­wil­li­gung (nebst der Tat­sa­che, dass die­se ohne­hin nur inner­pro­zes­su­al wirkt und daher kei­ne aner­ken­nungs­fä­hi­gen Wir­kun­gen zei­tigt) auch kei­nen Ent­scheid im Sin­ne von Art. 32 LugÜ dar. Bei Urteils­vor­schlä­gen ist die Situa­ti­on weni­ger klar.[78] So gilt ein Urteils­vor­schlag gemäss Art. 211 Abs. 1 ZPO als ange­nom­men und hat die Wir­kun­gen eines rechts­kräf­ti­gen Ent­scheids, wenn er von kei­ner Par­tei innert zwan­zig Tagen abge­lehnt wird. Lehnt jedoch eine der Par­tei­en den Urteils­vor­schlag ab, so wird der Schlich­tungs­be­hör­de nach­träg­lich rück­wir­kend die Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz ent­zo­gen. In die­sem Fall kommt der Schlich­tungs­be­hör­de gera­de kei­ne Ent­schei­dungs­funk­ti­on mehr zu, wes­halb sie auch nicht mehr als Gericht im Sin­ne von Art. 32 LugÜ anzu­se­hen ist. Ent­spre­chend soll­te ein Urteils­vor­schlag erst nach Ablauf der 20-tägi­gen Frist und der Fest­stel­lung der Rechts­kraft durch die Schlich­tungs­be­hör­de als Ent­scheid im Sin­ne von Art. 32 LugÜ gel­ten.[79]

B. Exequaturentscheidungen

15 Ent­schei­dun­gen, wel­che Urtei­le ande­rer Ver­trags­staa­ten aner­ken­nen oder für voll­streck­bar erklä­ren (sog. Exe­qua­tur­ent­schei­dun­gen) sind nicht aner­ken­nungs­fä­hig gemäss Art. 32 ff. LugÜ (sog. Ver­bot des Dop­pel­exe­qua­turs).[80] Dies folgt dar­aus, dass auf­grund der Aner­ken­nungs- und Voll­streck­bar­er­klä­rungs­be­stim­mun­gen des Über­ein­kom­mens jeder Ver­trags­staat selb­stän­dig dar­über zu befin­den hat, ob die Aner­ken­nungs­vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind.[81] Das­sel­be trifft auch auf Ent­schei­dun­gen zu, wel­che ein Urteil eines Dritt­staa­tes aner­ken­nen bzw. für voll­streck­bar erklä­ren. Sol­che Ent­schei­dun­gen neh­men eben­falls nicht an der Titel­frei­zü­gig­keit des Über­ein­kom­mens teil.[82]

16 Dem­ge­gen­über einer grenz­über­schrei­ten­den Aner­ken­nung bzw. Voll­streck­bar­er­klä­rung zugäng­lich sind ver­trags­staat­li­che Ent­schei­dun­gen, die einen ver­trags­staat­li­chen oder dritt­staat­li­chen Titel abän­dern. Dabei ist jedoch wesent­lich, dass die frü­he­re Ent­schei­dung zwi­schen den­sel­ben Par­tei­en und über den­sel­ben Streit­ge­gen­stand im Ergeb­nis ersetzt bzw. modi­fi­ziert wird.[83]

C. Entscheidungen des SchKG

1. Entscheidungen im Zusammenhang mit einem Konkursverfahren

17 Im Zusam­men­hang mit Ent­schei­dun­gen aus Ver­fah­ren des SchKG[84] ist zunächst ein­mal Art. 1 Abs. 2 lit. b LugÜ zu berück­sich­ti­gen. Dem­nach sind Kon­kur­se, Ver­glei­che und ähn­li­che Ver­fah­ren vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens aus­ge­schlos­sen.[85] Aus sol­chen Ver­fah­ren her­vor­ge­hen­de Ent­schei­dun­gen sind eben­falls nicht vom Über­ein­kom­men erfasst.[86]

2. Vollstreckungsmassnahmen

18 Fer­ner ist zu berück­sich­ti­gen, dass das Schwei­zer Schuld­be­trei­bungs- und Kon­kurs­recht von einer beson­ders engen Ver­flech­tung des Erkennt­nis- und Voll­stre­ckungs­ver­fah­rens gekenn­zeich­net ist.[87] So weist das Schwei­zer Betrei­bungs­ver­fah­ren eine Dop­pel­na­tur als Titel­pro­duk­ti­ons- und Titel­voll­stre­ckungs­ver­fah­ren auf.[88] Hier­aus erge­ben sich mass­geb­li­che Schwie­rig­kei­ten bei der Zuord­nung zum Sys­tem der Aner­ken­nung und Voll­streck­bar­er­klä­rung des Übereinkommens.

19 Einer­seits gestal­tet sich im Rah­men des SchKG die Abgren­zung zwi­schen rei­nen Voll­stre­ckungs­mass­nah­men und Voll­stre­ckungs­ti­teln als beson­ders schwie­rig.[89] Die kon­kre­te Abgren­zung hat staats­ver­trags­au­to­nom und nach funk­tio­na­len Kri­te­ri­en zu erfol­gen.[90] Als Voll­stre­ckungs­mass­nah­men gel­ten dabei Mass­nah­men, wel­che der Ein­lei­tung oder Durch­füh­rung des Voll­stre­ckungs­ver­fah­rens die­nen.[91] Wesent­lich ist, dass sol­che Mass­nah­men kei­ne Strei­tig­keit zwi­schen den Par­tei­en ent­schei­den und aus­schliess­lich der zwangs­wei­sen Rechts­durch­set­zung die­nen.[92] Infol­ge der Tat­sa­che, dass die eigent­li­che Voll­stre­ckung aus­schliess­lich eine Ange­le­gen­heit des natio­na­len Rechts dar­stellt, [93] sind rei­ne Voll­stre­ckungs­mass­nah­men auch kei­ner Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung gemäss Art. 32 ff. LugÜ zugäng­lich.[94]

20 Daher ist m.E. nach fol­gen­den Kri­te­ri­en zwi­schen Voll­stre­ckungs­mass­nah­men und eigent­li­chen Voll­stre­ckungs­ti­teln zu dif­fe­ren­zie­ren. Voll­stre­ckungs­hand­lun­gen, wel­che aus­schliess­lich der zwangs­wei­sen Durch­set­zung eines bereits gericht­lich aner­kann­ten Rechts­an­spruchs die­nen, sind als Voll­stre­ckungs­mass­nah­men zu qua­li­fi­zie­ren (hier­un­ter fal­len z.B. Pfän­dungs­be­schlüs­se)[95]. Sofern jedoch im Rah­men der Voll­stre­ckungs­hand­lung auch über einen zwi­schen den Par­tei­en strit­ti­gen Punkt (mit-)entschieden wird, ist die­je­ni­ge Hand­lung grund­sätz­lich als ein von Art. 32 LugÜ erfass­ter Voll­stre­ckungs­ti­tel zu qua­li­fi­zie­ren.[96]

3. Beschränkung auf das eingeleitete Betreibungsverfahren

21 Ande­rer­seits bestehen bei Rechts­ti­teln des SchKG auch inso­fern Zuord­nungs­schwie­rig­kei­ten, als ihre betrei­bungs­recht­li­chen Wir­kun­gen auf das ein­ge­lei­te­te inlän­di­sche Betrei­bungs­ver­fah­ren beschränkt sind. Sofern daher Rechts­ti­tel aus­schliess­lich betrei­bungs­recht­li­che und kei­ne mate­ri­ell-recht­li­che Wir­kun­gen ent­fal­ten (wie z.B. der Rechts­öff­nungs­ent­scheid[97] oder der unti­tu­lier­te und unwi­der­spro­che­ne Zah­lungs­be­fehl[98]) ist der Ent­scheid an sich von sei­nem Gegen­stand her auf das ein­ge­lei­te­te Betrei­bungs­ver­fah­ren beschränkt.[99] Auf­grund die­ser (sach­li­chen und im Ergeb­nis auch ter­ri­to­ria­len Beschrän­kung) wird in der Leh­re zum Teil ver­tre­ten, dass sol­che Titel nicht nach den Bestim­mun­gen des Über­ein­kom­mens aner­kannt und für voll­streck­bar erklärt wer­den kön­nen.[100]

22 Eine sol­che Auf­fas­sung ist auf der einen Sei­te durch­aus ver­tret­bar und fin­det eine gewis­se Bestä­ti­gung in der Recht­spre­chung des EuGH zu den Rechts­fol­gen einer Voll­streck­bar­er­klä­rung. So hat der EuGH fest­ge­hal­ten, dass es nicht ange­he, einem Ent­scheid bei sei­ner Voll­streck­bar­er­klä­rung Rechts­wir­kun­gen zuzu­er­ken­nen, die es im Ursprungs­staat nicht hat.[101] Bei einer Voll­streck­bar­er­klä­rung wür­de aber einem rein betrei­bungs­recht­li­chen Titel des SchKG im Voll­stre­ckungs­staat gera­de eine wei­ter­ge­hen­de Wir­kung zuer­kannt als im Ursprungs­staat. So wür­de der Titel (im Gegen­satz zur Schweiz) mit­tels der Voll­streck­bar­er­klä­rung auch aus­ser­halb des lau­fen­den Betrei­bungs­ver­fah­rens eine Wir­kung zukom­men.[102] Auf der ande­ren Sei­te ist die­se Beschrän­kung jedoch auch der Eigen­heit des schwei­ze­ri­schen Betrei­bungs­ver­fah­rens geschul­det, wonach bereits im lau­fen­den Ver­fah­ren auf das gesam­te in der Schweiz gele­ge­ne Ver­mö­gen des Schuld­ners zuge­grif­fen wer­den kann. Es besteht daher an sich kein Anlass, ein wei­te­res Betrei­bungs­ver­fah­ren auf­grund des­sel­ben Titels ein­zu­lei­ten. [103] Im Ergeb­nis han­delt es sich daher um eine durch das natio­na­le Recht auf­er­leg­te ter­ri­to­ria­le Beschrän­kung der Wir­kun­gen eines Zah­lungs­be­fehls. Es ist aber zumin­dest frag­lich, ob die Bestim­mun­gen zur Urteils­frei­zü­gig­keit des Über­ein­kom­mens über­haupt in der Dis­po­si­ti­on der Ver­trags­staa­ten ste­hen.[104] So soll­te es an sich dem natio­na­len Recht eines Ver­trags­staa­tes ver­wehrt sein, die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung einer Ent­schei­dung nach dem LugÜ aus­zu­schlies­sen.[105] Ent­spre­chend ist m.E. im Sin­ne der Urteils­frei­zü­gig­keit in Bezug auf die­se Beschrän­kung eine inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ve zu bevor­zu­gen. Dem­nach ist zu prü­fen, ob unab­hän­gig von der durch das natio­na­le Recht auf­er­leg­ten Beschrän­kung auf das Betrei­bungs­ver­fah­ren, die Ent­schei­dun­gen Rechts­fol­gen ent­fal­ten, wel­che der grenz­über­schrei­ten­den Aner­ken­nung oder Voll­streck­bar­er­klä­rung zugäng­lich sind.[106]

4. Zahlungsbefehl

23 Sofern der unwi­der­spro­che­ne Zah­lungs­be­fehl gestützt auf ein Urteil bzw. Urteils­sur­ro­gat erlas­sen wur­de (sog. titu­lier­ter Zah­lungs­be­fehl), stellt der Zah­lungs­be­fehl kei­nen eigen­stän­di­gen Voll­stre­ckungs­ti­tel dar. Viel­mehr weist er bloss aus, dass der zugrun­de­lie­gen­de Ent­scheid voll­streck­bar ist. An der Titel­frei­zü­gig­keit des Über­ein­kom­mens nimmt daher (sofern vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich erfasst) aus­schliess­lich der zugrun­de­lie­gen­de Ent­scheid teil, wel­cher auf­grund des Zah­lungs­be­fehls als voll­streck­bar gilt (Art. 38 Abs. 1 LugÜ).[107]

24 Wesent­lich umstrit­te­ner ist, ob ein unti­tu­lier­ter und unwi­der­spro­che­ner Zah­lungs­be­fehl als Ent­schei­dung im Sin­ne von Art. 32 LugÜ anzu­se­hen ist. Zum Teil wird gel­tend gemacht, es hand­le sich beim Zah­lungs­be­fehl um eine rei­ne Voll­stre­ckungs­mass­nah­me.[108] Dabei ist zu berück­sich­ti­gen, dass dem Zah­lungs­be­fehl eine Dop­pel­na­tur zukommt.[109] Er stellt vor­erst bloss eine amt­li­che Zah­lungs­auf­for­de­rung dar und lei­tet damit das vor­ge­se­he­ne Zwangs­voll­stre­ckungs­ver­fah­ren ein.[110] In die­ser Funk­ti­on bil­det der Zah­lungs­be­fehl nur einen Teil des Zwangs­voll­stre­ckungs­ver­fah­rens und stellt in der Tat eine rei­ne Voll­stre­ckungs­mass­nah­me dar. Erhebt der Betrie­be­ne jedoch kei­nen Rechts­vor­schlag oder wird ein all­fäl­li­ger Rechts­vor­schlag besei­tigt, wird der Zah­lungs­be­fehl «rechts­kräf­tig» und zu einem fak­ti­schen Voll­stre­ckungs­ti­tel.[111] Dabei erfasst der wei­te Ent­schei­dungs­be­griff gemäss Art. 32 LugÜ an sich sämt­li­che Voll­stre­ckungs­ti­tel.[112] Dies ergibt sich auch aus der Recht­spre­chung des EuGH, wor­in zum Schwei­zer Zah­lungs­be­fehl funk­tio­nal äqui­va­len­te Voll­stre­ckungs­ti­tel (wie der ita­lie­ni­sche decre­to ingiun­tivo)[113] als Ent­schei­dun­gen im Sin­ne von Art. 32 LugÜ qua­li­fi­ziert wur­den.[114] Aus­ser­dem erwähnt Art. 32 LugÜ bekannt­lich den Zah­lungs­be­fehl als Bei­spiel einer Ent­schei­dung, wodurch der Ent­schei­dungs­be­griff an sich auf Mahn­ti­tel erwei­tert wur­de.[115] Hier­auf gestützt kann nicht davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass der Schwei­zer Zah­lungs­be­fehl im Sin­ne des Über­ein­kom­mens eine blos­se Voll­stre­ckungs­mass­nah­me dar­stellt. Es han­delt sich viel­mehr um einen Voll­stre­ckungs­ti­tel, wel­cher grund­sätz­lich an der Titel­frei­zü­gig­keit des Über­ein­kom­mens teil­neh­men kann.[116]

25 Dabei ist auch unbe­acht­lich, dass der Zah­lungs­be­fehl von einem Betrei­bungs­amt und nicht von einem eigent­li­chen Gericht erlas­sen wird. Der Gerichts­be­griff wur­de bekannt­lich mit Art. 62 LugÜ auf Ver­wal­tungs­be­hör­den erwei­tert.[117] Viel­mehr ist auf­grund des funk­tio­nel­len Gerichts­be­griffs auf die gemäss Rechts­grund­la­ge aus­zu­üben­de Funk­ti­on der Betrei­bungs­be­hör­de abzu­stel­len. Hier­bei fällt auf, dass die Betrei­bungs­be­hör­de vom Schwei­zer Recht (prä­zi­ser: vom SchKG) nicht für zustän­dig erklärt wird, eine zwi­schen den Par­tei­en bestehen­de Strei­tig­keit zu ent­schei­den. Dies spricht auf­grund der Solo Klein­mo­to­ren Recht­spre­chung des EuGH zunächst gegen eine Qua­li­fi­ka­ti­on des Zah­lungs­be­fehls als Ent­schei­dung im Sin­ne von Art. 32 LugÜ.[118] Der unwi­der­spro­che­ne und unti­tu­lier­te Zah­lungs­be­fehl wird jedoch von Geset­zes wegen zu einem Voll­stre­ckungs­ti­tel.[119] Ent­spre­chend kommt in die­ser Kon­stel­la­ti­on der Betrei­bungs­be­hör­de von Rechts wegen die Befug­nis zu, einen Voll­stre­ckungs­ti­tel zu erlas­sen. Mit­hin ist die Betrei­bungs­be­hör­de in die­ser Kon­stel­la­ti­on auch befä­higt, über einen zwi­schen den Par­tei­en strit­ti­gen Punkt (nament­lich die Voll­streck­bar­keit der For­de­rung) zu ent­schei­den, wes­halb sie in die­ser Hin­sicht als Gericht im Sin­ne von Art. 62 LugÜ anzu­se­hen ist.[120] Dem­nach wäre der Zah­lungs­be­fehl zwar nicht einer Aner­ken­nung,[121] aber einer Voll­streck­bar­er­klä­rung im Aus­land zugänglich.

26 Eben­so nicht mass­ge­bend ist die Tat­sa­che, dass dem unwi­der­spro­che­nen und unti­tu­lier­ten Zah­lungs­be­fehl kein kon­tra­dik­to­ri­sches Ver­fah­ren vor­aus­geht. Nach der Recht­spre­chung des EuGH wird nur die Mög­lich­keit eines kon­tra­dik­to­ri­schen Ver­fah­rens vor dem Zeit­punkt der Bean­tra­gung der Aner­ken­nung bzw. Voll­streck­bar­er­klä­rung vor­aus­ge­setzt.[122] Die­se Mög­lich­keit besteht ohne Wei­te­res beim Zah­lungs­be­fehl,[123] so kann der Schuld­ner ent­we­der Rechts­vor­schlag erhe­ben oder jeder­zeit in einem gericht­li­chen Ver­fah­ren fest­stel­len las­sen, dass der dem Zah­lungs­be­fehl zugrun­de­lie­gen­de Anspruch nicht besteht (Art. 85a Abs. 1 SchKG).[124] Durch die­se Mög­lich­keit wird im Übri­gen auch das Recht auf ein jus­tiz­för­mi­ges Ver­fah­ren im Sin­ne von Art. 6 EMRK gewahrt. [125] 

27 Frag­lich ist mit­hin nur, ob dem Zah­lungs­be­fehl auch grenz­über­schei­ten­de Wir­kun­gen zuge­spro­chen wer­den kön­nen. Der Zah­lungs­be­fehl ist an sich auf das ein­ge­lei­te­te Betrei­bungs­ver­fah­ren beschränkt und befä­higt gera­de nicht dazu, ein wei­te­res Betrei­bungs­ver­fah­ren anzu­he­ben.[126] Der unti­tu­lier­te und unwi­der­spro­che­ne Zah­lungs­be­fehl schafft mit­hin nur für die hän­gi­ge Betrei­bung (und nicht all­ge­mein) einen Voll­stre­ckungs­ti­tel und steht somit mit die­sem auch in einem untrenn­ba­ren Zusam­men­hang.[127] Im Sin­ne der Urteils­frei­zü­gig­keit ist hier jedoch, wie bereits erwähnt, eine inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ve zu bevor­zu­gen, wonach es sich beim unti­tu­lier­ten und unwi­der­spro­che­nen Zah­lungs­be­fehl um nichts anders als ein zeit­lich limi­tier­ter[128] Voll­stre­ckungs­ti­tel han­delt. Da zeit­lich befris­te­te voll­streck­ba­re Titel einer Voll­streck­bar­er­klä­rung nach dem Über­ein­kom­men zugäng­lich sind,[129] kön­nen m.E. sol­che Zah­lungs­be­feh­le an der grenz­über­schrei­ten­den Titel­frei­zü­gig­keit teil­neh­men.[130]

5. Rechtsöffnungsentscheide

28 Sofern ein erho­be­ner Rechts­vor­schlag mit­tels eines (pro­vi­so­ri­schen oder defi­ni­ti­ven) Rechts­öff­nungs­ent­scheids oder einer Aner­ken­nungs­kla­ge besei­tigt wird, tritt die­ser Ent­scheid an die Stel­le des Zah­lungs­be­fehls.[131]

29 Beim defi­ni­ti­ven Rechts­öff­nungs­ent­scheid han­delt es sich dabei um einen Exe­qua­tur­ent­scheid,[132] der das zugrun­de­lie­gen­de Urteil bzw. Urteils­sur­ro­gat im ent­spre­chen­den Betrei­bungs­ver­fah­ren für voll­streck­bar erklärt und den Rechts­vor­schlag besei­tigt.[133] Ent­spre­chend ist die­ser Ent­scheid auf­grund des Ver­bots des Dop­pel­exe­qua­turs nach dem Über­ein­kom­men weder aner­ken­nungs- noch voll­stre­ckungs­fä­hig.[134] Der dem Rechts­öff­nungs­ent­scheid zugrun­de­lie­gen­de Rechts­ti­tel ist hin­ge­gen der grenz­über­schrei­ten­den Aner­ken­nung und Voll­streck­bar­er­klä­rung nach dem Über­ein­kom­men grund­sätz­lich zugänglich.

30 Das pro­vi­so­ri­sche Recht­öff­nungs­ver­fah­ren hat zwar eben­falls die Fra­ge zum Gegen­stand, ob die ein­ge­reich­te öffent­li­che Urkun­de bzw. Schuld­an­er­ken­nung die Voll­stre­ckungs­vor­aus­set­zun­gen nach Art. 82 SchKG erfüllt.[135] So befin­det der Rechts­öff­nungs­rich­ter nicht über den Bestand der For­de­rung, son­dern ein­zig über deren Voll­streck­bar­keit.[136] Den­noch han­delt es sich im Grun­de genom­men (und ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Bun­des­ge­richts)[137] um ein im Rah­men des Betrei­bungs­ver­fah­rens statt­fin­den­des (sum­ma­ri­sches) Erkennt­nis­ver­fah­ren.[138] So steht es dem Gesuchs­geg­ner auch frei, mate­ri­el­le Ein­wen­dun­gen gegen den Bestand der For­de­rung gel­tend zu machen (Art. 82 Abs. 2 SchKG).[139] Infol­ge der Tat­sa­che, dass auch Summar­ent­schei­de der grenz­über­schrei­ten­den Voll­streck­bar­er­klä­rung nach dem LugÜ zugäng­lich sind,[140] kann der pro­vi­so­ri­sche Rechts­öff­nungs­ent­scheid gemein­sam mit dem Zah­lungs­be­fehl nach dem Über­ein­kom­men grund­sätz­lich inter­na­tio­nal für voll­streck­bar erklärt wer­den. [141] 

31 In die­sem Zusam­men­hang ist erneut die bestehen­de Beschrän­kung auf das ein­ge­lei­te­te Betrei­bungs­ver­fah­ren zu erwäh­nen. So ver­pflich­tet der Rechts­öff­nungs­ent­scheid in sei­nem Urteils­dis­po­si­tiv nicht zu einer Geld­leis­tung, son­dern erteilt die pro­vi­so­ri­sche Rechts­öff­nung in einer bestimm­ten Betrei­bung für einen bestimm­ten Geld­be­trag.[142] Der Ent­scheid ist mit­hin von sei­nen Wir­kun­gen her erneut auf die ein­ge­lei­te­te Betrei­bung beschränkt und dient ein­zig dazu, den erho­be­nen Rechts­vor­schlag zu besei­ti­gen.[143] Jedoch ist auch hier eine inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ve vor­zu­zie­hen, wobei der pro­vi­so­ri­sche Rechts­öff­nungs­ent­scheid (wie der unwi­der­spro­che­ne Zah­lungs­be­fehl) eben­falls einen zeit­lich limi­tier­ten Voll­stre­ckungs­ti­tel dar­stellt. Der pro­vi­so­ri­sche Rechts­öff­nungs­ent­scheid ist zwar an sich mit sei­nem Erlass noch nicht end­gül­tig, son­dern nur (abhän­gig von der Nicht­an­he­bung einer Aberken­nungs­kla­ge) pro­vi­so­risch voll­streck­bar.[144] Nach dem Über­ein­kom­men sind aber auch bloss vor­läu­fig voll­streck­ba­re Ent­schei­dun­gen einer inter­na­tio­na­len Voll­streck­bar­er­klä­rung zugäng­lich.[145] Ent­spre­chend ist hier eben­falls zuguns­ten einer mög­lichst weit­ge­hen­den Titel­frei­zü­gig­keit von einer inter­na­tio­na­len Voll­streck­bar­keit aus­zu­ge­hen.[146]

6. Arrest

32 Der Arrest stellt eine vor­sorg­li­che Siche­rungs­mass­nah­me des SchKG dar.[147] Mit ihm wird das Ver­mö­gen des Schuld­ners amt­lich beschlag­nahmt.[148] Bekannt­lich sind Mass­nah­men des vor­sorg­li­chen Rechts­schut­zes der grenz­über­schrei­ten­den Voll­streck­bar­er­klä­rung nach dem Über­ein­kom­men zugäng­lich.[149] Inso­fern gel­ten Schutz­mass­nah­men wie der seque­s­tro con­ser­va­tivo des ita­lie­ni­schen Rechts oder die free­zing injunc­tion des iri­schen Rechts als Ent­schei­dung im Sin­ne von Art. 32 LugÜ.[150] Der Schwei­zer Arrest gemäss Art. 271 ff. SchKG ist (im Unter­schied z.B. zum Arrest des deut­schen Rechts nach § 916 ff. DZPO)[151] von sei­nem Gegen­stand her auf bestimm­te im Arrest­be­geh­ren zu nen­nen­de, in der Schweiz bele­ge­ne, Ver­mö­gens­wer­te beschränkt (Art. 271 Abs. 1 SchKG).[152] Ent­spre­chend wird eine inter­na­tio­na­le Voll­streck­bar­keit des Arrests von der h.L. abge­lehnt.[153] Eine Voll­streck­bar­er­klä­rung nach dem Über­ein­kom­men soll­te aber zumin­dest dann in Betracht kom­men, wenn in der Schweiz bereits mit Arrest beleg­te Ver­mö­gens­wer­te ins Aus­land ver­schafft wer­den.[154] Dies jedoch auch nur inso­fern, als dem Schuld­ner vor der bean­trag­ten Voll­streck­bar­er­klä­rung die Mög­lich­keit gewährt wur­de, sich gegen die Arrest­be­wil­li­gung zu weh­ren.[155]

D. Prozessvergleiche

33 Pro­zess­ver­glei­che sind grund­sätz­lich nicht aner­ken­nungs­fä­hig im Sin­ne von Art. 32 ff. LugÜ.[156] Sie sind sepa­rat in Art. 58 LugÜ gere­gelt und nur einer Voll­streck­bar­er­klä­rung zugäng­lich.[157] Dies stellt ins­be­son­de­re Ver­trags­staa­ten (wie die Schweiz) vor Schwie­rig­kei­ten, in denen der Pro­zess­ver­gleich in Rechts­kraft erwächst.[158] So könn­te bei einer strik­ten Aus­le­gung der Ver­gleich nach der ZPO im Rah­men des Über­ein­kom­mens kei­ne Rechts­kraft­wir­kung ent­fal­ten.[159] Aus­ser­dem könn­te auch das Aner­ken­nungs­ge­richt die Aner­ken­nung einer Ent­schei­dung nicht des­halb ver­wei­gern, weil deren Inhalt mit einem sol­chen Pro­zess­ver­gleich im Wider­spruch steht.[160] Es ist jedoch unklar, inwie­weit der euro­päi­sche Gesetz­ge­ber über­haupt den Pro­zess­ver­gleich gemäss ZPO im Sin­ne hat­te. So scheint sich Art. 58 LugÜ eher an Ver­glei­chen zu ori­en­tie­ren, wel­che nicht in Rechts­kraft erwach­sen und nur einen voll­streck­ba­ren Inhalt auf­wei­sen (wie es das deut­sche oder das öster­rei­chi­sche Recht kennt).[161]

34 Frag­lich ist daher, ob dem Ver­gleich nach Art. 241 ZPO in Ver­bin­dung mit einem gericht­li­chen Abschrei­bungs­be­schluss (Art. 241 Abs. 3 ZPO) eine gemäss Art. 32 ff. LugÜ aner­ken­nungs­fä­hi­ge Wir­kung zuge­spro­chen wer­den kann. In Solo Klein­mo­to­ren stell­te der EuGH bekannt­lich dar­auf ab, dass der Ent­scheid von einem ver­trags­staat­li­chen Recht­spre­chungs­or­gan erlas­sen wird, wel­cher kraft sei­nes Auf­trags selbst über die zwi­schen den Par­tei­en bestehen­de Strei­tig­keit ent­schei­det.[162] Die­se Vor­aus­set­zung ist nach Ansicht des EuGH bei einem Pro­zess­ver­gleich selbst dann nicht erfüllt, wenn er vor einem Gericht abge­schlos­sen wird und einen Rechts­streit been­det. Der Pro­zess­ver­gleich sei im Wesent­li­chen ver­trag­li­cher Natur, da sein Inhalt vor allem vom Wil­len der Par­tei­en bestimmt wer­de.[163] Ent­spre­chend ist für den Gerichts­hof mass­geb­lich, ob das Gericht selbst über die strit­ti­gen Punk­te ent­schei­det oder pri­mär der Par­tei­wil­le zur Strei­ter­le­di­gung führt.[164] Zuguns­ten einer Aner­ken­nungs­fä­hig­keit könn­te nun ins Feld geführt wer­den, dass der gericht­li­che Abschrei­bungs­be­schluss eine gericht­li­che Prü­fung des Ver­gleichs­in­halts belegt.[165] So hat der Rich­ter den Ver­gleichs­in­halt zumin­dest sum­ma­risch und rudi­men­tär zu prü­fen und die Abschrei­bung zu ver­sa­gen, wenn das inhalt­lich Ver­ein­bar­te offen­kun­dig mit dem Recht unver­ein­bar ist.[166] Zwar stellt der Ver­gleich an sich der eigent­li­che Rechts­kraft erzeu­gen­de Akt dar. Dem Ver­gleich kommt jedoch trotz­dem nur eine Wir­kung zu, wenn die­se Wir­kung durch einen Abschrei­bungs­be­schluss beur­kun­det wird.[167] Ohne einen sol­chen Abschrei­bungs­be­schluss könn­te bei Beru­fung auf den Pro­zess­ver­gleich die Gegen­par­tei auch ent­ge­gen­hal­ten, dass infol­ge des Nicht­vor­lie­gens eines Abschrei­bungs­be­schlus­ses nach Auf­fas­sung des dafür zustän­di­gen Gerichts kei­ne wirk­sa­me Pro­zesser­le­di­gung durch Par­tei­er­klä­rung vor­lag.[168] Es ist jedoch zwei­fel­haft, ob die­se (beschränk­te) gericht­li­che Prü­fung bereits aus­reicht, um die «ver­trag­li­che Natur» des Pro­zess­ver­gleichs auf­zu­he­ben. So wird trotz der beschränk­ten recht­li­chen Prü­fungs­be­fug­nis des Gerichts der Inhalt des Pro­zess­ver­gleichs nach Art. 241 ZPO im Wesent­li­chen durch die Par­tei­en bestimmt. Fer­ner ist der neu ins Par­al­lel­sys­tem von Brüs­sel I ein­ge­führ­te Art. 2 lit. b EuGV­VO zu berück­sich­ti­gen. Die­ser spricht von gericht­li­chem Ver­gleich (anstatt Pro­zess­ver­gleich) und defi­niert die­sen unter ande­rem als Ver­gleich, wel­cher von einem mit­glieds­staat­li­chen Gericht «gebil­ligt» wor­den ist. Im End­ef­fekt wird auch der Ver­gleich gemäss Art. 241 ZPO «der guten Ord­nung hal­ber» vom Gericht grund­sätz­lich gebil­ligt bzw. das Ver­fah­ren abge­schrie­ben.[169] Anzu­neh­men ist daher, dass der Pro­zess­ver­gleich auch mit einem gericht­li­chen Abschrei­bungs­be­schluss nicht als Ent­schei­dung im Sin­ne von Art. 32 ff. LugÜ anzu­se­hen ist.[170]

35 Zu beach­ten ist jedoch, dass die Gren­ze zwi­schen einem Pro­zess­ver­gleich im Sin­ne von Art. 58 LugÜ und einer Ent­schei­dung im Sin­ne von Art. 32 LugÜ flies­send ist.[171] Sofern die rich­ter­li­che Tätig­keit sich nicht aus­schliess­lich auf die Geneh­mi­gung (bzw. Beur­kun­dung) des Ver­gleichs beschränkt und der Ver­gleichs­in­halt in das Urteils­dis­po­si­tiv über­nom­men wird, kann ein sol­ches Urteil einen Ent­scheid im Sin­ne von Art. 32 LugÜ dar­stel­len.[172] Dies zumin­dest dann, wenn erst dem Ent­scheid und nicht bereits dem Ver­gleich eine Rechts­kraft­wir­kung zukommt.[173] Eben­so aner­ken­nungs­fä­hig soll­ten Urtei­le sein, die auf Antrag bei­der Par­tei­en erge­hen (wie z.B. das iri­sche judgment by con­sent). In die­sen Kon­stel­la­tio­nen wer­den die aner­ken­nungs­fä­hi­gen Wir­kun­gen erst durch einen staat­li­chen Hoheits­akt erzeugt, wes­halb nicht mehr von einer «rein ver­trag­li­chen Natur» aus­zu­ge­hen ist.[174]

E. Entscheidungen im Zusammenhang mit der Schiedsgerichtsbarkeit

36 Die Schieds­ge­richts­bar­keit ist vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens aus­ge­schlos­sen (Art. 1 Abs. 2 lit. d LugÜ). Der Schieds­ge­richts­bar­keits­aus­schluss ist jedoch äus­serst vage for­mu­liert und daher aus­le­gungs­be­dürf­tig.[175] Unbe­strit­ten ist, dass das Über­ein­kom­men Schieds­ge­rich­te nicht bin­det, wes­halb Schieds­ur­tei­le nicht vom LugÜ erfasst wer­den.[176] Viel­mehr sind sol­che Urtei­le grund­sätz­lich nach dem New Yor­ker Über­ein­kom­men[177] («NYÜ») anzu­er­ken­nen und zu voll­stre­cken.[178] Aus­ser­dem kön­nen auch bestimm­te staat­li­che Gerichts­ver­fah­ren mit engem Bezug zur Schieds­ge­richts­bar­keit vom Schieds­ge­richts­bar­keits­aus­schluss erfasst sein.[179] So sind Ent­schei­dun­gen, die eine unab­ding­ba­re Vor­aus­set­zung für die Durch­füh­rung eines kon­kre­ten Schieds­ver­fah­rens bil­den, vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens nicht erfasst.[180] Unter ande­rem sind daher gericht­li­che Ent­schei­dun­gen zur Ernen­nung oder Abbe­ru­fung eines Schieds­rich­ters, zur Fest­le­gung des Schieds­or­tes oder zur Ver­län­ge­rung der für die Fäl­lung eines Schieds­spru­ches bestehen­den Frist vom Schieds­ge­richts­bar­keits­aus­schluss umfasst.[181] Fer­ner ist das Über­ein­kom­men nicht anwend­bar auf Ent­schei­dun­gen über Strei­tig­kei­ten im Zusam­men­hang mit einem Schieds­spruch (wie z.B. Kla­gen auf Nich­tig­erklä­rung eines Schieds­spruchs).[182] Das Über­ein­kom­men fin­det hin­ge­gen Anwen­dung, wenn die Schieds­ge­richts­bar­keit ledig­lich Gegen­stand einer Vor­fra­ge bil­det.[183] Dem­nach gel­ten bedau­er­li­cher­wei­se auch Sach­ent­schei­dun­gen, wel­che in Miss­ach­tung einer Schieds­ver­ein­ba­rung ergan­gen sind, als nach dem Über­ein­kom­men aner­ken­nungs­fä­hig.[184] Dies stellt eine kras­se Ver­let­zung von Art. II Abs. 3 NYÜ dar.[185] 

37 All­ge­mein scheint für den Gerichts­hof zur Bestim­mung, ob eine Ent­schei­dung vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens erfasst ist, die Rechts­na­tur des Streit­ge­gen­stan­des mass­geb­lich zu sein.[186] Wie aber die Rechts­na­tur des Streit­ge­gen­stan­des zu bestim­men ist, lässt sich anhand der EuGH Recht­spre­chung nicht abschlies­send klä­ren.[187] So hielt der EuGH in Van Uden beschränkt auf vor­sorg­li­che Mass­nah­men fest, dass sich die Zuge­hö­rig­keit zum sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich nach der Rechts­na­tur der zu sichern­den Ansprü­che bestim­me.[188] Der EuGH schien als­dann in sei­ner West Tan­kers Recht­spre­chung all­ge­mein die Rechts­na­tur des Streit­ge­gen­stan­des anhand der Rechts­na­tur der zu sichern­den Ansprü­che zu bestim­men.[189] Dem­nach ist m.E. davon aus­zu­ge­hen, dass der Gerichts­hof die Zuge­hö­rig­keit eines Ver­fah­rens und damit auch von des­sen Ent­schei­dung zum sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich anhand der Rechts­na­tur der zu sichern­den Ansprü­che bestimmt.[190]

F. Öffentliche Urkunden

38 Öffent­li­che Urkun­den stel­len kei­ne Ent­schei­dun­gen im Sin­ne des Über­ein­kom­mens dar.[191] Sie sind daher nach dem Über­ein­kom­men nicht aner­ken­nungs­fä­hig, son­dern nur nach Art. 57 LugÜ einer Voll­streck­bar­er­klä­rung zugäng­lich.[192]

G. Kostenentscheidungen

39 Bereits aus dem Wort­laut von Art. 32 LugÜ ergibt sich, dass Ent­schei­dun­gen, wel­che die Kos­ten eines Ver­fah­rens fest­le­gen, nach dem Über­ein­kom­men aner­ken­nungs- und voll­stre­ckungs­fä­hig sind.[193] Dies ist inso­fern gerecht­fer­tigt, als über die Kos­ten­ver­tei­lung oft im Erkennt­nis­ver­fah­ren mit­ent­schie­den wird.[194] Vor­aus­zu­set­zen ist jedoch, dass das ent­spre­chen­de Ver­fah­ren vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens erfasst ist.[195]


Der Autor bedankt sich bei Frau RA Nata­lie Lisik für ihre kri­ti­sche Durchsicht.


[1] Mar­kus, Rz. 1603.

[2]  Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mein Ver­si­che­rung u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 25 f.; Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 1; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO Rz. 1; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 16; Jamet­ti, ZBJV, S. 67; Phur­tag, Rz. 603.

[3] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 6; Mar­kus, Rz. 1604; Domej/Walter, S. 461.

[4]  Vgl. Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 6; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 7.

[5] Phur­tag, Rz. 603; noch zum aLu­gÜ: Jamet­ti Grei­ner, S. 286.

[6] Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO Rz. 1; vgl. Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mein Ver­si­che­rung u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 23.

[7] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mein Ver­si­che­rung u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 28; Urteil des BGer 5A_1056/2017 vom 11. April 2018 E. 5.1.2; CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 1.

[8] Walter/Domej, S. 462; Phur­tag, Rz. 605; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 13; Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 8; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 38.

[9] Schwei­ze­ri­sche Zivil­pro­zess­ord­nung vom 19. Dezem­ber 2008 (SR 272; «ZPO»).

[10] BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 N. 14; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 21.

[11] Walter/Domej, S. 462.

[12] Mar­kus, Rz. 1606; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 16; Jamet­ti Grei­ner, ZBJV, S. 67.

[13] Mar­kus, Rz. 1627; Walter/Domej, S. 462.

[14] Walter/Domej, S. 468; Mar­kus, Rz. 1626 und 1629.

[15] Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6.

[16] Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 8; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6.

[17] SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 17; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 8; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 43.

[18] Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO Rz. 1; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 7; vgl. auch Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 5.

[19] Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 18; Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 1.

[20] Mar­kus, Rz. 1630; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 18; Schlos­ser-Bericht, Rz. 187; Bit­ter, S. 13.

[21] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 18; Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 1; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 18; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 9; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 5; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 39.

[22] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 13.

[23] So bereits der Jenard – Bericht, S. 43; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 16; Mar­kus, Rz. 1612; CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 5; OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 32 LugÜ N. 10; Walter/Domej, S. 465; Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 17; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 7.

[24] CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 6; Walter/Domej, S. 465.

[25] Viel­mehr steht die­se Ent­schei­dung im Ermes­sen des Aner­ken­nungs­ge­richts (BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 37 LugÜ N. 14).

[26] Urteil des EuGH Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 66; BGE 126 III 156 E. 2; Urteil des BGer 5A_1056/2017 vom 11. April 2018 E. 5.1.2.; Mar­kus, Rz. 1612; Walter/Domej, S. 465; OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 32 LugÜ N. 10; Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 4; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 7.

[27] Urteil des EuGH Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 70; Mar­kus, Rz. 1614.

[28] Urteil des EuGH Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 69.

[29] BGE 143 III 693 E. 3.1; 129 III 626 E. 5; Urteil des BGer 5A_801/2017 vom 14. Mai 2018 E. 3.3.4; Mar­kus, Rz. 1618; CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 7; Mar­kus, FS Schwan­der, S. 754; Walter/Domej, S. 466; noch zu Art. 25 aLu­gÜ: BGE 135 III 670 E. 3.1.2 S. 676.

[30] Urteil des EuGH Denilauer/Couchet vom 21. Mai 1980 C‑125/79, Rz. 18 Mar­kus, Rz. 1618; Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 17.

[31]Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 17.

[32] BGE 139 III 232 E. 2.3; Urteil des BGer 4P.331/2005 vom 1. März 2006 E. 7.4; Urtei­le des EuGH Maer­sk Olie & Gas vom 14. Okto­ber 2004 C‑39/02, Rz. 50; Hengst Import/Campese vom 13. Juli 1995 C‑474/93, Rz. 14; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 11; SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 4; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 19; CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 9. Dies trifft natur­ge­mäss nicht auf Ange­le­gen­hei­ten der frei­wil­li­gen Gerichts­bar­keit zu, wel­che eben­falls aner­ken­nungs­fä­hig sind (SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 19; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 8).

[33] BGE 139 III 232 E. 2.1 ff.; 129 III 626 E. 5.2.1; Urteil des BGer 5A_311/2018 vom 7. Janu­ar 2020 E. 6.2.; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 30; Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 N. 185; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 13; vgl. auch Art. 2 lit. a EuGVVO. 

[34] Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 8; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 15; Mar­kus, FS Schwan­der, S. 755.

[35] Urteil des EuGH Van Uden Mari­ti­me / Kom­man­dit­ge­sell­schaft in Fir­ma Deco-Line u.a. vom 17. Novem­ber 1998 C‑391/95, Rz. 40; Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 8.

[36] Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 8.

[37] D.h. Mass­nah­men, die auf vor­läu­fi­ge Leis­tung eines Anspru­ches gerich­tet sind.

[38] Urteil des EuGH Van Uden Mari­ti­me / Kom­man­dit­ge­sell­schaft in Fir­ma Deco-Line u.a. vom 17. Novem­ber 1998 C‑391/95, Rz. 47; Urteil des EuGH Mietz vom 27. April 1999 C‑99/96, Rz. 42; Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 8.

[39] Urteil des EuGH Mietz vom 27. April 1999 C‑99/96, Rz. 49 und 54; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 15.

[40] Mar­kus, Rz. 1632.

[41] Für eine Aner­ken­nungs­fä­hig­keit: Schlos­ser – Bericht, Rz. 191; Walter/Domej, S. 463; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 14; Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 N. 184; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 5; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 7; Gegen eine Aner­ken­nungs­fä­hig­keit: Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 18 f.; Jamet­ti Grei­ner, ZBJV, S. 66; dif­fe­ren­zie­rend: Stein/­Jo­nas- Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 2.

[42] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 23 und 32.

[43] Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 23 ff.; Oberhammer/Koller/Slonina, § 15 N. 184; a.A. BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 22.

[44] Vgl. Stein/Jonas – Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 2.

[45] Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 45; Mit Aus­nah­me der im Anhang Va zum aLu­gÜ expli­zit genann­ten Verwaltungsbehörden.

[46] Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 45; Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 168; BSK LugÜ – Dallafior/Honegger, Art. 62 LugÜ N. 1; Pocar-Bericht, Rz. 175; Bot­schaft LugÜ, S. 1787 f.; a.A. Kren Kostkiewicz/Rodriguez, S. 8 ff.

[47] Dike Komm – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 1; Markus/Renz, S. 1355; SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 3.

[48] Urteil des EuGH Schlömp vom 20. Dezem­ber 2017 C‑467/16, Rz. 57; Pocar–Bericht, Rz. 175; SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 1; Phur­tag, Rz. 604.

[49] Dike Komm – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 3; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 8; zum aLu­gÜ: Jamet­ti Grei­ner, S. 290; vgl. auch Art. 1 Abs. 1 LugÜ: „…ohne dass es auf die Art der Gerichts­bar­keit ankommt.“

[50] Dike Komm – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 3; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 37; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 8; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 60.

[51] Phur­tag, Rz. 604; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 60; vgl. auch Art. 5 Ziff. 4 LugÜ.

[52] Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 12; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 13; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 36; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 4; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 9; Czernich/Kodek/Mayr – Kodek, Art. 36 EuGV­VO N. 9; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 65.

[53] BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 37; vgl. Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 8.

[54] Urtei­le des EuGH Solo Klein­mo­to­ren GmbH gegen Emi­lio Bloch vom 2. Juni 1994 C‑414/92, Rz. 17; Maer­sk Olie & Gas vom 14. Okto­ber 2004 C‑39/02, Rz. 45; vgl. auch Urteil des BGer 5A_1056/2017 vom 11. April 2018 E. 5.1.2.

[55] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 5; OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 32 LugÜ N. 9; noch zum aLu­gÜ: Jamet­ti Grei­ner, S. 286.

[56] Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 12.

[57] Pocar-Bericht, Rz. 130, 142 und 175; CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 2; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 12.

[58] SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 1.

[59] Jamet­ti Grei­ner, S. 288; Walter/Domej, S. 463; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 70.

[60] Dies ergibt sich bereits aus dem Aus­schluss gemäss Art. 1 Abs. 2 lit. d LugÜ (SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 32).

[61] Eine Aus­nah­me besteht jedoch inso­fern, als ein kirch­li­ches Gericht auf­grund eines staat­li­chen Auf­trags han­delt (Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 62).

[62] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 5; Walter/Domej, S. 463; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 12; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 62; noch zum aLu­gÜ: Jamet­ti Grei­ner, S. 287.

[63] Vgl. Phur­tag, Rz. 604.

[64] Vgl. Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 45.

[65] Urteil des EuGH Pula Par­king vom 9. März 2017 C‑551/15, Rz. 50 und 53, Rz. 54.

[66] Stein/­Jo­nas-Ober­ham­mer, Art. 32 EuGV­VO N. 11; Schlosser/Hess, Art. 2 EuGV­VO N. 6; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 26.

[67] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 2.

[68] Rau­scher – Man­kow­ski, Art. 1 Brüs­sel Ia-VO N. 9 f.; vgl. Art. 2 lit. a und Art. 3 EuGVVO.

[69] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 2.

[70] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 2; SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 4.

[71] HK EMRK – Mey­er Ladewig/Harrendorf/König, Art. 6 EMRK N. 34; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 2.

[72] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 2; vgl. auch Ent­scheid des EGMR Le Comp­te, Van Leu­ven und de Mey­er gegen Bel­gi­en vom 23. Juni 1981 — 6878/75, Rz. 51.a.

[73] Vgl. Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 2 sowie Ent­scheid des EGMR Le Comp­te, Van Leu­ven und de Mey­er gegen Bel­gi­en vom 23. Juni 1981 — 6878/75, Rz. 51.b.

[74] Urteil des EuGH Schlömp vom 20. Dezem­ber 2017 C‑467/16, Rz. 55; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 14.

[75] Vgl. SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 14; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 37; a.A. offen­bar Markus/Renz, S. 1358, wel­che kei­ne sol­che Dif­fe­ren­zie­rung vornehmen.

[76] Urteil des EuGH Schlömp vom 20. Dezem­ber 2017 C‑467/16, Rz. 55 und 58.

[77] Mit Aus­nah­me der Fäl­le von Art. 198 ZPO.

[78] Vgl. BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 37.

[79] Vgl. KuKo ZPO – Gloor/Umbricht, Art. 211 ZPO N. 2.

[80] Mar­kus, Rz. 1644; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 20; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 24; CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 10; Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel Ia-VO N. 19.

[81] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 20.

[82] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 20; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 24; Walter/Domej, S. 464; Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 19; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 16; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 7.

[83] Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 53.

[84] Bun­des­ge­setz über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs vom 11. April 1889 (SR 281.1; «SchKG»).

[85] Für eine gelun­ge­ne Über­sicht der vom sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich des Über­ein­kom­mens aus­ge­schlos­se­nen Ver­fah­ren: SHK LugÜ – Das­ser, Art. 1 LugÜ N. 87; BSK LugÜ – Rohner/Lerch, Art. 1 LugÜ N. 93.

[86] Kren Kost­kie­wicz, S. 423 f.; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 68; vgl. BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 4.

[87] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 20; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 24.

[88] SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 6; Mar­kus, LugÜ, S. 2.

[89] Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 21.

[90] Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 195; vgl. auch Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mein Ver­si­che­rung u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 26.

[91] Vgl. CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 10.

[92] Bit­ter, S. 16; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 18.

[93] Urteil des EuGH Deut­sche Genos­sen­schafts­bank / Bras­se­rie du Pêcheur vom 2. Juli 1985 C‑148/84, Rz. 18; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 19; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 18; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 22.

[94] SHK – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 37; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 39; Schlosser/Hess, Art. 2 EuGV­VO N. 10; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 18; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 22.

[95] MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 22.

[96] Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 195; vgl. auch Urteil des EuGH Gotha­er All­ge­mein Ver­si­che­rung u.a. vom 15. Novem­ber 2012 C‑456/11, Rz. 27.

[97] So wird mit der Rechts­öff­nung ein erho­be­ner Rechts­vor­schlag gericht­lich besei­tigt (Amonn/Walther, § 19 N. 3). Der Rechts­öff­nungs­ent­scheid sagt hin­ge­gen nichts über den mate­ri­el­len Bestand des Anspruchs aus (BGE 138 III 483 E. 3.2.3).

[98] OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 32 LugÜ N. 14.

[99] Vgl. zur Rechts­öff­nung: BSK SchKG – Sta­e­he­lin, Art. 84 SchKG N. 84; Wal­der, S. 155.

[100] BSK SchKG – Sta­e­he­lin, Art. 84 SchKG N. 84; Schlosser/Hess, Art. 2 EuGV­VO N. 8; Gil­lié­ron, Art. 82 SchKG N. 93; Wal­der, S. 155; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6.

[101] Urtei­le des EuGH Apos­to­li­des vom 28. April 2009 C‑420/07, Rz. 66; Prism Invest­ments vom 13. Okto­ber 2011 C‑139/10, Rz. 38.

[102] Vgl. auch BSK SchKG – Sta­e­he­lin, Art. 84 SchKG N. 84.

[103] Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 193 f.

[104]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 13; Domej, Luga­no – Zah­lungs­be­fehl, S. 193.

[105]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 13.

[106]  Vgl. Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 24.

[107]  Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 37; Mar­kus, LugÜ, S. 151; vgl. auch SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 13.

[108]  Sta­e­he­lin, S. 270; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 37.

[109]  Kren Kostkiewicz/Rodriguez, Rz. 11.

[110]  Kren Kostkiewicz/Rodriguez, Rz. 7; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 22; Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 170; Amonn/Walther, § 17 N. 2 und 4.

[111]  Kren Kostkiewicz/Rodriguez, S. 3; Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 170 f.

[112]  Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 195.

[113]  Zur Ver­gleich­bar­keit: Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 56 ff.; Domej, Luga­no – Zah­lungs­be­fehl, S. 195.

[114]  Urteil des EuGH Hengst Import / Cam­pe­se vom 13. Juli 1995 C‑474/93, Rz. 12 ff.;

[115]  Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 45.

[116]  Domej, Luga­no – Zah­lungs­be­fehl, S. 201.

[117]  Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 45; A.A. Kren Kostkiewicz/Rodriguez, Rz. 74.

[118]  Urteil des EuGH Solo Klein­mo­to­ren GmbH gegen Emi­lio Bloch vom 2. Juni 1994 C‑414/92, Rz. 17.

[119]  Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 171; Mar­kus, LugÜ, S. 151.

[120]  Vgl. Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 197; Walter/Domej, S. 463.

[121]  Dies ergibt sich im Übri­gen ohne­hin aus dem Umstand, dass der Zah­lungs­be­fehl kei­ne aner­ken­nungs­fä­hi­gen Wir­kun­gen ent­fal­tet (Domej, Luga­no – Zah­lungs­be­fehl, S. 202).

[122]  Urtei­le des EuGH Maer­sk Olie & Gas vom 14. Okto­ber 2004 C‑39/02, Rz. 50; Hengst Import / Cam­pe­se vom 13. Juli 1995 C‑474/93, Rz. 14.

[123]  Vgl. Amonn/Walther, § 17 Rz. 1.

[124]  Vgl. SHK LugÜ – Domej, Art. 62 LugÜ N. 12.

[125]  Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 65 f.; vgl. aber Kren Kost­kie­wicz, Rz. 485.

[126]  Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 193.

[127]  Vgl. Amonn/Walther, § 17 N. 3; Stof­fel, S. 384.

[128]  Die Dau­er der Wirk­sam­keit des Zah­lungs­be­fehls ist inso­fern befris­tet, als er an die Dau­er des Betrei­bungs­ver­fah­rens in der Schweiz geknüpft ist.

[129]  Kropholler/von Hein, Art. 38 EuGVO N. 10.

[130]  So auch im Ergeb­nis: Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 66; Domej, Luga­no – Zah­lungs­be­fehl, S. 202 ff; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 22; A.A.: Kren Kostkiewicz/Rodriguez, Rz. 76; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 12; OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 32 LugÜ N. 14; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6; Schlosser/Hess, Art. 2 EuGV­VO N. 8; offen gelas­sen: CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 8.

[131]  Domej, Luga­no-Zah­lungs­be­fehl, S. 206; Mar­kus, Zah­lungs­be­fehl, S. 38.

[132]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 23; Mar­kus, S. 151.

[133]  BSK SchKG – Sta­e­he­lin, Art. 80 SchKG N. 1.

[134]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 23.

[135]  Mei­er, S. 203.

[136]  Urteil des BGer 5A_36/2010 vom 7. Okto­ber 2010 E. 3.2.

[137]  Urteil des BGer 5A_36/2010 vom 7. Okto­ber 2010 E. 3.2.

[138]  Stof­fel, S. 379; Mei­er, S. 203; Sogo, S. 808.

[139]  Art. 82 Abs. 2 SchKG; Sogo, S. 810.

[140]  BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 14.

[141]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 23; Mei­er, S. 207; Sogo, S. 820; Mar­kus, S. 126; Kren Kost­kie­wicz, S. 460.

[142]  Mei­er, S. 206; Mar­kus, LugÜ, S. 126 f.

[143]  Amonn/Walther, § 19 N. 3; vgl. auch Jamet­ti Grei­ner, ZBJV, S. 66.

[144]  BSK SchKG – Sta­e­he­lin, Art. 84 SchKG N. 1.

[145]  Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGV­VO N. 20 ff. sowie Art. 38 EuGV­VO N. 10.

[146]  Im Ergeb­nis auch: Mei­er, S. 207; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 23; Mar­kus, S. 126; Kren Kost­kie­wicz, FS Vogel, S. 460; Sogo, S. 820; Jamet­ti Grei­ner, ZBJV, S. 67; a.A.: BSK SchKG – Sta­e­he­lin, Art. 84 SchKG N. 84; Gil­lié­ron, Art. 82 SchKG N. 93; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 36 f.; Schlosser/Hess, Art. 2 EuGV­VO N. 8; Wal­der, S. 155; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6.

[147]  KuKo SchKG – Mei­er-Die­ter­le, Vor Art. 271 – 281 SchKG N. 1; BSK SchKG – Stof­fel, Art. 271 SchKG N. 1; Amonn/Walther, § 51 N. 1 f.

[148]  Amonn/Walther, § 51 N. 1.

[149]  Mei­er, Arrest, S. 427.

[150]  BGE 135 III 670 E. 3.1.2.; CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 7; zur Voll­stre­ckungs­fä­hig­keit des (mit der iri­schen free­zing injunc­tion) ver­wand­ten eng­li­schen free­zing injunc­tion: BGE 129 III 626 E. 5.

[151]  So gewährt der Arrest nach §§ 916 ff. D ZPO dem Gläu­bi­ger das Recht, Ver­mö­gens­wer­te des Schuld­ners unab­hän­gig von ihrem Lage­ort bis zur For­de­rungs­hö­he zu ver­ar­res­tie­ren. Der deut­sche Arrest ist daher auch ohne Wei­te­res einer inter­na­tio­na­len Voll­stre­ckung nach dem Über­ein­kom­men zugäng­lich (Mei­er, Arrest, S. 428).

[152]  Mei­er, Arrest, S. 428; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 23.

[153]  Sogo, SZZP, S. 84; Schlosser/Hess, Art. 2 EuGV­VO N. 8; Wieczorek/Schütze – Schul­ze, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 6. 

[154]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 23.

[155]  Beim Arrest han­delt es sich zunächst um eine super­pro­vi­so­ri­sche Mass­nah­me, wel­che ohne Anhö­rung des Schuld­ners erlas­sen wird (KuKo SchKG – Mei­er – Die­ter­le, Art. 272 SchKG N. 19; BSK SchKG – Stof­fel, Art. 271 SchKG N. 1). Ent­spre­chend kann gera­de ange­sichts der Recht­spre­chung in Deni­lau­er der Arrest nicht für voll­streck­bar erklärt wer­den, bis der Schuld­ner als Gegen­par­tei die Gele­gen­heit hat­te, gegen den bewil­lig­ten Arrest eine Ein­spra­che zu erhe­ben (Urtei­le des EuGH Denilauer/Couchet vom 21. Mai 1980 C‑125/79, Rz. 18; Maer­sk Olie & Gas vom 14. Okto­ber 2004 C‑39/02, Rz. 50; Hengst Import / Cam­pe­se vom 13. Juli 1995 C‑474/93, Rz. 14).

[156]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 10; Spüh­ler, S. 63; Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 20; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 16; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 12; Bit­ter, S. 13;

[157]  Mar­kus, Rz. 1638.

[158]  Vgl. für die Schweiz: Art. 241 Abs. 2 ZPO.

[159]  Mar­kus, Rz. 1638; vgl. auch BSK ZPO (1. Aufl.) – Ober­ham­mer, Art. 241 ZPO N. 25.

[160]  Vgl. Art. 34 Ziff. 3 und 4 LugÜ wel­che expli­zit von Ent­schei­dung sprechen.

[161]  Schny­der — Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 10; vgl. auch Jenard-Bericht, S. 56.

[162]  Urteil des EuGH Solo Klein­mo­to­ren GmbH gegen Emi­lio Bloch vom 2. Juni 1994 C‑414/92, Rz. 17.

[163]  Urteil des EuGH Solo Klein­mo­to­ren GmbH gegen Emi­lio Bloch vom 2. Juni 1994 C‑414/92, Rz. 18; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 12; Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 16.

[164]  BSK LugÜ – Stol­zer, Art. 58 LugÜ N. 28; Attes­lan­der-Dür­ren­matt, S. 108.

[165]  Vgl. BSK ZPO (1. Aufl.) – Ober­ham­mer, Art. 241 ZPO N. 23; Bett­ler, S. 1488.

[166]  Bett­ler, S. 1492.

[167]  So zu Recht: BSK ZPO (1. Aufl.) – Ober­ham­mer, Art. 241 ZPO N. 22 f.

[168]  BSK ZPO (1. Aufl.) – Ober­ham­mer, Art. 241 ZPO N. 22; vgl. auch Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 10.

[169]  Urtei­le des BGer 4A_640/2016 vom 25. Sep­tem­ber 2017 E. 2.5.; 4A_254/2016 vom 10 Juli 2017 E. 4.1.1; Bot­schaft ZPO, S. 7345.

[170]  Mar­kus, Rz. 1638; BSK LugÜ – Gel­zer, Art. 58 LugÜ N. 22; Attes­lan­der-Dür­ren­matt, S. 105 f.; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 33; OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 32 LugÜ N. 6; SHK LugÜ – Walt­her, Art. 32 LugÜ N. 31; Vgl. auch Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 10.

[171]  Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 56; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 12.

[172]  Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 12; Geimer/Schütze, Art. 36 EuGV­VO N. 56; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 33; Rau­scher – Lei­ble, Art. 2 Brüs­sel Ia-VO N. 12; MüKo ZPO – Gott­wald, Art. 59 Brüs­sel Ia-VO N. 2;

[173]  Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 10.

[174]  So Schny­der — Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 10.

[175]  Vgl. hier­zu ein­ge­hend: Kistler/Daphinoff, S. 477 ff.

[176]  BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 34.

[177]  Über­ein­kom­men über die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung aus­län­di­scher Schieds­sprü­che vom 10. Juni 1958 (SR 0.277.12).

[178]  BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 34.

[179]  Urteil des BGer 5A_1056/2017 vom 11. April 2018 E. 5.1.1.; BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 34.

[180]  Nau­mann, S. 178; Kistler/Daphinoff, S. 488; Urteil des BGer 5A_1056/2017 vom 11. April 2018 E. 5.1.1; Schlos­ser Bericht, Rz. 64.

[181]  Schlos­ser – Bericht, Rz. 64; Urteil des EuGH Rich/Società Ita­lia­na Impia­n­ti vom 25. Juli 1991 C‑190/89, Rz. 26; Urteil des BGer 5A_1056/2017 vom 11. April 2018 E. 5.1.1.

[182]  Jenard – Bericht, S. 13.

[183]  BSK LugÜ – Rohner/Lerch, Art. 1 LugÜ N. 104; Rich, Rz. 26; Urteil des EuGH Alli­anz SpA und Gene­ra­li Assi­cu­ra­zio­ni Gene­ra­li SpA gegen West Tan­kers Inc. Vom 10. Febru­ar 2009 C‑185/07, Rz. 26.

[184]  Urteil des EuGH Alli­anz SpA und Gene­ra­li Assi­cu­ra­zio­ni Gene­ra­li SpA gegen West Tan­kers Inc. vom 10. Febru­ar 2009 C‑185/07, Rz. 26; BGE 127 III 186 E. 2; Schny­der – Domej/Oberhammer, Art. 32 LugÜ N. 25.

[185]  Kistler/Daphinoff, S. 493 f.; Mar­kus, Luga­no-Sicht, S. 803 f.

[186]  Urtei­le des EuGH Rich/Società Ita­lia­na Impia­n­ti vom 25. Juli 1991 C.190/89, Rz. 26; Gaz­prom vom 13. Mai 2015 C‑536/13, Rz. 27.

[187]  Kistler/Daphinoff, S. 516.

[188]  Urteil des EuGH Van Uden Mari­ti­me / Kom­man­dit­ge­sell­schaft in Fir­ma Deco-Line u.a. vom 17. Novem­ber 1998 C‑391/95, Rz. 33.

[189]  Urteil des EuGH Alli­anz SpA und Gene­ra­li Assi­cu­ra­zio­ni Gene­ra­li SpA gegen West Tan­kers Inc. Vom 10. Febru­ar 2009 C‑185/07, Rz. 22.

[190]  Kistler/Daphinoff, S. 516.

[191]  BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 32.

[192]  BSK LugÜ – Schuler/Marugg, Art. 32 LugÜ N. 32; OFK IPRG/LugÜ – Kren Kost­kie­wicz, Art. 32 LugÜ N. 8.

[193]  CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 3; Urteil des EuGH Solo Klein­mo­to­ren GmbH gegen Emi­lio Bloch vom 2. Juni 1994 C‑414/92, Rz. 16; Walter/Domej, S. 465.

[194]  Kropholler/von Hein, Art. 32 EuGVO N. 11.

[195]  CR LugÜ – Bucher, Art. 32 LugÜ N. 3; Unalex Kom­men­tar – Schwart­ze, Art. 32 Brüs­sel I‑VO N. 18.

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