Kommentar zu Art. 68 BV

Ein Kom­men­tar von Mar­co Zollinger

Her­aus­ge­ge­ben von Ste­fan Schle­gel und Odi­le Ammann

Zitier­vor­schlag

Mar­co Zol­lin­ger, Kom­men­tar zu Art. 68 BV, in: Ste­fan Schle­gel / Odi­le Ammann (Hrsg.), Online­kom­men­tar zur Bun­des­ver­fas­sung, https://onlinekommentar.ch/bv68/, 1. Aufl., N. XXX zu Art. 68 BV (besucht am XXX). 

Kurz­zi­tat: OK-Zol­lin­ger, N. XXX zu Art. 68 BV.

Art. 68 BV Sport

1 Der Bund för­dert den Sport, ins­be­son­de­re die Ausbildung.

2 Er betreibt eine Sportschule.

3 Er kann Vor­schrif­ten über den Jugend­sport erlas­sen und den Sport­un­ter­richt an Schu­len obli­ga­to­risch erklären.

Art. 68 Cst. Sport

1 La Con­fé­dé­ra­ti­on encou­ra­ge le sport, en par­ti­cu­lier la for­ma­ti­on au sport.

2 Elle gère une éco­le de sport.

3 Elle peut légifé­rer sur la pra­tique du sport par les jeu­nes et décla­rer obli­ga­toire l’enseignement du sport dans les écoles.

Art. 68 Cost. Sport

1 La Con­fe­der­a­zio­ne pro­muo­ve lo sport, in par­ti­co­la­re l’educazione sportiva.

2 Ges­tis­ce una scuo­la di sport.

3 Può emana­re pre­scri­zio­ni sullo sport gio­va­ni­le e dichiara­re obb­li­ga­to­rio l’insegna­mento del­lo sport nel­le scuole.

Art. 68 FC Sport

1 The Con­fe­de­ra­ti­on shall encou­ra­ge sport, and in par­ti­cu­lar edu­ca­ti­on in sport.

2 It shall ope­ra­te a sports school.

3 It may issue regu­la­ti­ons on sport for young peop­le and decla­re the tea­ching of sport in schools to be compulsory.


I. Allgemeines

A. Entstehungsgeschichte

1 Die ers­ten Ansät­ze einer (bundes-)staatlichen För­de­rung und Rege­lung des Sports waren in der Schweiz um das Jahr 1874 zu erken­nen. Zu die­sem Zeit­punkt fehl­te eine sport­spe­zi­fi­sche Ver­fas­sungs­be­stim­mung. Der Bund befass­te sich zwar im Rah­men der Ver­fas­sungs­re­vi­si­on von 1874 erst­mals mit der The­ma­tik des Tur­nens und des Sports.[1] Der Dis­kurs war in die­ser ers­ten Pha­se der bun­des­ver­fas­sungs­recht­li­chen Erfas­sung des Tur­nen und Sports aber wei­test­ge­hend von wehr­po­li­ti­schen Über­le­gun­gen geprägt: Gestützt auf die Wehr­ar­ti­kel der alten Bun­des­ver­fas­sung vom 29. Mai 1874 (Art. 18 ff. aBV) wur­de im Rah­men der Mili­tär­or­ga­ni­sa­ti­on von 1874 ein obli­ga­to­ri­scher Vor­un­ter­richt für die Kna­ben vom 10. bis zum 20. Alters­jahr ein­ge­führt. Die­ser dien­te als Vor­be­rei­tung für den Wehr­dienst.[2]

2 Auf­grund einer unbe­frie­di­gen­den Umset­zung des obli­ga­to­ri­schen Vor­un­ter­richts in den Kan­to­nen erfolg­ten mit der Mili­tär­or­ga­ni­sa­ti­on von 1907 diver­se Anpas­sun­gen: Der Turn­un­ter­richt wur­de an den Schu­len für die Kna­ben ab dem sieb­ten Schul­jahr für obli­ga­to­risch erklärt und mit einem frei­wil­li­gen Vor­un­ter­richt nach dem Schul­aus­tritt ergänzt.[3] Die in die­sem Zuge 1909 erlas­se­ne Ver­ord­nung über den Vor­un­ter­richt wur­de im Jahr 1928 revi­diert und letzt­lich in die Ver­ord­nung vom 7. Janu­ar 1947 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport über­führt. In Letz­te­rer wur­de das Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­um auf drei Wochen­stun­den fixiert und der Betrieb der wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in Magglin­gen geschaf­fe­nen Eid­ge­nös­si­schen Turn- und Sport­schu­le ver­an­kert.[4] Auf der Ebe­ne des Bun­des rich­te­ten sich die Vor­schrif­ten zum Tur­nen und Sport – wie auch das Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­um[5] – noch bis in das Jahr 1970 ledig­lich an die Kna­ben und jun­gen Män­ner. Indes­sen hat­ten bis zum Zwei­ten Welt­krieg 15 Kan­to­ne den Turn­un­ter­richt auch für die Mäd­chen und jun­gen Frau­en für obli­ga­to­risch erklärt.[6]

3 Die zwei­te Pha­se der bun­des­ver­fas­sungs­recht­li­chen Erfas­sung des Sports in der Schweiz zeich­ne­te sich ab der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts ab. Auf­grund der ver­rin­ger­ten kör­per­li­chen Bewe­gung der Bevöl­ke­rung rück­ten ver­mehrt die mit dem Tur­nen und dem Sport ver­bun­de­nen posi­ti­ven gesund­heit­li­chen Aspek­te in den Vor­der­grund der (poli­ti­schen) Über­le­gun­gen. Aus­ser­dem bil­de­ten noch bis 1970 die Wehr­ar­ti­kel der alten Bun­des­ver­fas­sung die ver­fas­sungs­recht­li­che Grund­la­ge, womit die Kom­pe­tenz des Bun­des zur För­de­rung des Tur­nens und des Sports sowohl hin­sicht­lich des Alters als auch bezüg­lich des Geschlechts beschränkt war. Die­se Beschrän­kung führ­te ins­be­son­de­re mit Blick auf die Geschlech­ter­gleich­stel­lung und die Gesund­heit der gesam­ten Bevöl­ke­rung zu unbe­frie­di­gen­den Ergeb­nis­sen. Im Jahr 1967 began­nen des­halb die Arbei­ten für einen Ver­fas­sungs­ar­ti­kel sowie für ein Bun­des­ge­setz über die För­de­rung von Tur­nen und Sport.[7] Der neue Art. 27quin­quies aBV wur­de in der Volks­ab­stim­mung vom 27. Sep­tem­ber 1970 mit gros­ser Mehr­heit ange­nom­men.[8] Damit erhiel­ten unter ande­rem das Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­um und die Eid­ge­nös­si­sche Turn- und Sport­schu­le in Magglin­gen eine ver­fas­sungs­recht­li­che Grund­la­ge sowie der Bund die Kom­pe­tenz, Vor­schrif­ten über das Tur­nen und den Sport mit Wir­kung für die gesam­te Bevöl­ke­rung zu erlas­sen. Mit der sys­te­ma­ti­schen Ein­ord­nung des Ver­fas­sungs­ar­ti­kels in die Art. 27 ff. aBV zum Bil­dungs­we­sen wur­de fer­ner die “Abkop­pe­lung von der Lan­des­ver­tei­di­gung” unter­stri­chen.[9]

4 Gestützt auf Art. 27quin­quies aBV tra­ten am 1. Juli 1972 das Bun­des­ge­setz vom 17. März 1972 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport (SR 415.0) sowie die Ver­ord­nung vom 26. Juni 1972 zum Bun­des­ge­setz über die För­de­rung von Tur­nen und Sport (SR 415.01) in Kraft.[10] Das Gesetz bezweck­te, Tur­nen und Sport im Inter­es­se der Ent­wick­lung der Jugend, der Volks­ge­sund­heit und der kör­per­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit zu för­dern.[11] Die “gesundheits‑, gesell­schafts- und sport­po­li­ti­schen Anlie­gen” des Bun­des­ge­setz­ge­bers kamen dar­in klar zum Aus­druck.[12] Nament­lich erklär­te das Bun­des­ge­setz den Turn- und Sport­un­ter­richt an allen Volks‑, Mit­tel- und Berufs­schu­len ein­schliess­lich Semi­na­ren und Lehr­amts­schu­len für sämt­li­che Schü­le­rin­nen und Schü­ler für obli­ga­to­risch.[13] Der frei­wil­li­ge mili­tä­ri­sche Vor­un­ter­richt wur­de in “eine moder­ne Insti­tu­ti­on” Jugend und Sport über­führt.[14]

5 Wäh­rend in den ers­ten bei­den Pha­sen jeweils bestimm­te Anlie­gen mit der För­de­rung des Tur­nens und Sports ver­bun­den waren, stand ab der drit­ten Pha­se die ver­fas­sungs­recht­li­che Bun­des­kom­pe­tenz im Zei­chen einer gesamt­heit­li­chen För­de­rung des Sports. Zwar wur­de Art. 27quin­quies aBV im Zuge der Total­re­vi­si­on der Bun­des­ver­fas­sung inhalt­lich unver­än­dert in Art. 68 BV über­führt.[15] Den­noch ergibt sich aus der ent­spre­chen­den Bot­schaft, dass der Ver­fas­sungs­ar­ti­kel im Sin­ne der Sport­ver­bän­de redak­tio­nell über­ar­bei­tet wur­de und “nun” eine Bun­des­kom­pe­tenz zur gesamt­heit­li­chen För­de­rung des Sports ver­an­kert.[16] In die­sem Sin­ne voll­zog der Bun­des­rat im Jahr des Inkraft­tre­tens der neu­en Bun­des­ver­fas­sung die­sen Rich­tungs­wech­sel mit der Ver­ab­schie­dung des Kon­zepts vom 30. Novem­ber 2000 für eine Sport­po­li­tik in der Schweiz. Das sport­po­li­ti­sche Kon­zept ori­en­tier­te sich an den fünf Berei­chen Gesund­heit, Bil­dung, Leis­tung, Wirt­schaft sowie Nach­hal­tig­keit,[17] wobei die Sport­po­li­tik anhand eines Gesamt­leit­bilds des Sports und fünf Haupt­zie­len “in die über­ge­ord­ne­ten Staats­zie­le ein­ge­bet­tet” wur­de.[18] Es ist dem­nach nicht zu erken­nen, dass der Bund mit der Sport­för­de­rung in die­ser Pha­se ein eigen­stän­di­ges Staats­ziel ver­folg­te. [19] Viel­mehr ver­such­te der Bun­des­rat “einen poli­ti­schen Bei­trag [zu] leis­ten, um eine brei­te Bewe­gungs­kul­tur, einen ′Spi­rit of Sport′ ent­ste­hen zu las­sen, was auch zu Zusam­men­halt und Iden­ti­tät unse­rer Gesell­schaft bei­tra­gen kann”.[20]

6 Gestützt auf Art. 68 BV tra­ten als­dann am 1. Okto­ber 2012 das Bun­des­ge­setz vom 17. Juni 2011 über die För­de­rung von Sport und Bewe­gung (Sport­för­de­rungs­ge­setz, Spo­FöG; SR 415.0) sowie die Ver­ord­nung vom 23. Mai 2012 über die För­de­rung von Sport und Bewe­gung (Sport­för­de­rungs­ver­ord­nung, Spo­FöV; SR 415.01) in Kraft.[21] Die bewähr­ten und wesent­li­chen Stoss­rich­tun­gen des sport­po­li­ti­schen Kon­zepts flos­sen in das neue Sport­för­de­rungs­ge­setz ein.[22] Der Wech­sel zum Ansatz einer gesamt­heit­li­chen För­de­rung des Sports hat­te indes kei­nen sub­stan­zi­el­len Ein­fluss auf den Umfang der staat­li­chen Sport­för­de­rung. Die Sport­för­de­rung in der Schweiz blieb auch in der Fol­ge vom Pri­mat des pri­va­ten Enga­ge­ments als Aus­fluss des Grund­sat­zes der Sub­si­dia­ri­tät geprägt.[23]

7 Gegen­wär­tig defi­niert der Akti­ons­plan Sport­för­de­rung des Bun­des vom 26. Okto­ber 2016 die eid­ge­nös­si­sche Sport­po­li­tik. Der Akti­ons­plan wur­de in Erfül­lung der Moti­on 13.3369 der Kom­mis­si­on für Wis­sen­schaft, Bil­dung und Kul­tur des Natio­nal­rats erar­bei­tet und gibt eine kon­zep­tio­nel­le und finan­zi­el­le Gesamt­schau zur künf­ti­gen Ent­wick­lung der Sport­för­de­rung des Bun­des.[24] Aus­fluss aus dem Akti­ons­plan ist je ein Kon­zept zum Brei­ten­sport und Leis­tungs­sport sowie ein Immo­bi­li­en­kon­zept Sport.[25]

B. Verfassungsrechtlicher Sportbegriff

8 Der Begriff des Sports wird in der Bun­des­ver­fas­sung nicht defi­niert. Er lässt sich auch nicht aus der Sys­te­ma­tik der Bun­des­ver­fas­sung her- oder aus einer ande­ren Ver­fas­sungs­be­stim­mung ablei­ten. Der Begriff des Sports fin­det sich denn auch nur in Art. 68 BV sowie in Art. 106 Abs. 6 BV (zur Ver­wen­dung der Rein­erträ­ge aus den Geld­spie­len). Auch ansons­ten besteht kei­ne aner­kann­te recht­li­che Defi­ni­ti­on des Begriffs.[26] Auf­grund des Bestre­bens, den Sport gesamt­heit­lich zu för­dern, ist aller­dings von einem brei­ten ver­fas­sungs­recht­li­chen Sport­be­griff aus­zu­ge­hen.[27] Vor die­sem Hin­ter­grund kann auf die Defi­ni­ti­on des Sport­be­griffs des Euro­pa­rats zurück­ge­grif­fen wer­den, da die­se eine gewis­se inter­na­tio­na­le Akzep­tanz und im Gegen­satz zu ande­ren gän­gi­gen Defi­ni­tio­nen eine wenig restrik­ti­ve und offe­ne For­mu­lie­rung auf­weist.[28] Dem­nach erfasst Sport “tou­tes for­mes d’ac­ti­vi­tés phy­si­ques qui, à tra­vers une par­ti­ci­pa­ti­on orga­ni­sée ou non, ont pour objec­tif l’ex­pres­si­on ou l’a­mé­lio­ra­ti­on de la con­di­ti­on phy­si­que et psychi­que, le déve­lo­p­pe­ment des rela­ti­ons socia­les ou l’ob­ten­ti­on de résul­tats en com­pé­ti­ti­on de tous niveaux”.[29] Im Sin­ne die­ses Begriffs för­dert der Bund denn auch den Sport und die Bewe­gung im Inter­es­se der kör­per­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit und der Gesund­heit der Bevöl­ke­rung, der ganz­heit­li­chen Bil­dung und des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts.[30]

II. Sport- und Bewegungsförderung

9 Art. 68 BV befin­det sich bei der Auf­ga­ben- und Kom­pe­tenz­ver­tei­lung zwi­schen dem Bund und den Kan­to­nen im drit­ten Abschnitt zur Bil­dung, For­schung und Kul­tur. In sys­te­ma­ti­scher Hin­sicht ist der Arti­kel damit Bestand­teil der Bil­dungs­ver­fas­sung, obwohl er nicht Gegen­stand der Neu­ord­nung der Ver­fas­sungs­be­stim­mun­gen zur Bil­dung im Jahr 2006 gewe­sen ist.[31] Auf­grund sei­ner sys­te­ma­ti­schen Stel­lung stellt der bil­dungs­recht­li­che und schul­sport­spe­zi­fi­sche Gehalt von Art. 68 BV – ins­be­son­de­re Art. 68 Abs. 3 BV – kon­zep­tio­nell ein Ele­ment des Bil­dungs­raums Schweiz dar (vgl. Art. 61a BV).[32] Aller­dings hat die Bestim­mung eine wei­ter­ge­hen­de, “eigen­stän­di­ge Bedeu­tung”, soweit sie sich der För­de­rung des Sports über die Bil­dung hin­aus (gesamt­heit­lich) wid­met.[33] Aus Art. 68 BV erge­ben sich drei unter­schied­li­che Arten von Bun­des­kom­pe­ten­zen. Wäh­rend Art. 68 Abs. 1 BV als par­al­le­le und beschränk­te För­de­rungs­kom­pe­tenz des Bun­des eine gleich­zei­ti­ge Sport- und Bewe­gungs­för­de­rung durch die Kan­to­ne nicht aus­schliesst, ver­an­kert Art. 68 Abs. 2 BV einen Hand­lungs­auf­trag an den Bund zum Betrieb einer Sport­schu­le. Art. 68 Abs. 3 BV ent­hält eine kon­kur­rie­ren­de, nach­träg­lich dero­gie­ren­de Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz im Bereich des Jugend- und Schul­sports.[34]

A. Absatz 1: Sportförderung

10 Gemäss Art. 68 Abs. 1 BV för­dert der Bund den Sport, ins­be­son­de­re die Aus­bil­dung. Der ers­te Absatz des Ver­fas­sungs­ar­ti­kels ver­an­kert eine Bun­des­kom­pe­tenz und erteilt dem Bund zugleich den Auf­trag, för­dernd tätig zu wer­den. Er bil­det die ver­fas­sungs­recht­li­che Grund­la­ge für die Sport- und Bewe­gungs­för­de­rung des Bundes.

1. Förderungskompetenz des Bundes

11 Die Kom­pe­tenz zur För­de­rung des Sports besteht par­al­lel zu jener der Kan­to­ne. Sie beinhal­tet kei­ne Rege­lungs­kom­pe­tenz, da aus sys­te­ma­ti­schen Über­le­gun­gen andern­falls der zwei­te und drit­te Absatz der Ver­fas­sungs­be­stim­mung über­flüs­sig wären.[35] Man­gels einer sol­chen Kom­pe­tenz kann der Bund kei­ne Vor­schrif­ten über den Sport an sich oder zu den ein­zel­nen Sport­ar­ten auf­stel­len.[36] Die Befug­nis nach Art. 68 Abs. 1 BV stellt folg­lich eine rei­ne Kom­pe­tenz zur För­de­rung dar; sie ist dar­auf beschränkt.[37] Hin­ge­gen schränkt Art. 68 Abs. 1 BV die Art und Wei­se, wie der Bund den Sport för­dert, nicht ein. Die För­de­rungs­kom­pe­tenz ist daher gesamt­heit­lich zu ver­ste­hen und kann sich auf alle Sport­ar­ten und auf die gan­ze Bevöl­ke­rung erstre­cken.[38] Aus der Ver­wen­dung des Begriffs des För­derns ergibt sich fer­ner die Form der Unter­stüt­zung. För­dern zeich­net sich in ers­ter Linie als Unter­stüt­zung durch finan­zi­el­le Mit­tel aus. Zugleich bedeu­tet För­dern, sub­si­di­är tätig zu wer­den. Im Grund­satz hat sich die (finan­zi­el­le) Unter­stüt­zung daher auf bestehen­de kan­to­na­le, kom­mu­na­le oder pri­va­te Mass­nah­men zu bezie­hen und die­se gege­be­nen­falls zu ergän­zen.[39] Die par­al­le­le Kom­pe­tenz beschränkt sich folg­lich auf eine gesamt­heit­li­che, aber sub­si­diä­re Unter­stüt­zung des Sports nament­lich in Form von finan­zi­el­len staat­li­chen Leis­tun­gen oder durch die Schaf­fung von güns­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen.[40] Die­se Rah­men­be­din­gun­gen sind wie­der­um weit zu fas­sen. Sie kön­nen bei­spiels­wei­se die Schaf­fung eines vor­teil­haf­ten Steu­er­sys­tems für die natio­na­len und inter­na­tio­na­len Sport­ver­bän­de und Sport­ver­ei­ne oder die Doping­be­kämp­fung zur Gewähr­leis­tung eines sau­be­ren Sports umfas­sen.[41]

12 Art. 68 Abs. 1 BV beinhal­tet jedoch nicht nur eine Kom­pe­tenz, wonach der Bund den Sport för­dern darf. Viel­mehr wird der Bund durch den Ver­fas­sungs­ar­ti­kel auch zur För­de­rung des Sports ver­pflich­tet. Inso­fern ver­an­kert der ers­te Absatz auch einen ver­pflich­ten­den Auf­trag an den Bund.[42] Die­se Pflicht, den Sport zu för­dern, steht gewis­ser­mas­sen in einem Span­nungs­ver­hält­nis zum Grund­satz, wonach För­dern ein sub­si­diä­res Tätig­wer­den des Bun­des impli­ziert. Dem­zu­fol­ge lässt sich der Umfang des ver­fas­sungs­recht­li­chen För­de­rungs­auf­trags nicht abs­trakt bestim­men. Die­ser ergibt sich einer­seits aus den mit der Sport­för­de­rung ver­bun­de­nen poli­ti­schen sowie gesell­schaft­li­chen Zie­len[43] und ande­rer­seits aus dem Feh­len von pri­va­ten Initia­ti­ven oder pri­va­tem Enga­ge­ment. Bei­de Fak­to­ren kön­nen sport­art­spe­zi­fisch vari­ie­ren, gleich- und gegen­läu­fig sein sowie einem zeit­li­chen Wan­del unterliegen.

13 Die För­de­rungs­kom­pe­tenz und der För­de­rungs­auf­trag bezie­hen sich ins­be­son­de­re auf die Aus­bil­dung. Die­ser zwei­te Teil­satz des ers­ten Absat­zes von Art. 68 BV ver­deut­licht, dass sich die För­de­rung glei­cher­mas­sen auf den Breiten‑, den leis­tungs­ori­en­tier­ten Nach­wuchs- und auf den Spit­zen­sport bezieht. Damit wird zugleich aner­kannt, dass der Spit­zen­sport ein “wich­ti­ger Motor der Sport­ent­wick­lung” ist, da er “als Moti­va­tor und Schritt­ma­cher den Brei­ten­sport” beein­flusst sowie ein “natio­na­ler Iden­ti­täts­stif­ter und ein nicht zu unter­schät­zen­der Wirt­schafts­fak­tor” dar­stellt.[44] Der zusätz­li­che Teil­satz erlaubt dem Bund aus­ser­dem, die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Sport­lehr­kräf­te finan­zi­ell zu unter­stüt­zen,[45] die Schaf­fung von über­re­gio­na­len, kan­to­na­len, kom­mu­na­len oder pri­va­ten Sport­schu­len zu för­dern sowie deren Betrieb zu koor­di­nie­ren. Ohne in die Schul­ho­heit der Kan­to­ne ein­zu­grei­fen (vgl. Art. 62 Abs. 1 BV), steht es dem Bund damit auch zu, Mass­nah­men zu ergrei­fen, um die Schul­pflicht mit dem Nach­wuchs­leis­tungs­sport in Ein­klang zu brin­gen.[46]

2. Sportförderungsmassnahmen auf Bundesebene

14 Wie der Umfang der ver­fas­sungs­recht­lich zuläs­si­gen För­de­rung wird eben­so die Art der zu ergrei­fen­den Mass­nah­men in Art. 68 Abs. 1 BV nicht kon­kre­ti­siert.[47] Der Ver­fas­sungs­ar­ti­kel schränkt die denk­ba­ren Mass­nah­men im Rah­men des ansons­ten ver­fas­sungs­recht­lich Zuläs­si­gen aber auch nicht ein. Gestützt auf Art. 68 Abs. 1 BV hat der Bund eine Rei­he von För­de­rungs­mass­nah­men ergrif­fen. Die För­de­rungs­mass­nah­men erge­ben sich aus der Bun­des­ge­setz­ge­bung, nament­lich aus dem Sport­för­de­rungs­ge­setz, und sie wer­den in der Sport­för­de­rungs­ver­ord­nung kon­kre­ti­siert. Mit Blick auf die all­ge­mei­ne Sport- und Bewe­gungs­för­de­rung unter­stützt, koor­di­niert und initi­iert der Bund zunächst Pro­gram­me und Pro­jek­te zur För­de­rung der regel­mäs­si­gen Sport- und Bewe­gungs­ak­ti­vi­tät auf allen Alters­stu­fen.[48] Dar­un­ter fällt neben dem Pro­gramm Jugend und Sport[49] ins­be­son­de­re das Pro­gramm Erwach­se­nen­sport Schweiz (esa).[50] Dies­be­züg­lich enga­giert sich der Bund im Wesent­li­chen bei der Aus- und Wei­ter­bil­dung der Kader­per­so­nen, die Sport­an­ge­bo­te für Per­so­nen im Erwach­se­nen­al­ter lei­ten.[51] Über­dies unter­stützt der Bund die Sport­ver­bän­de.[52] Der Dach­ver­band des Schwei­zer Sports (Swiss Olym­pic) erhält einen jähr­li­chen Bei­trag zur För­de­rung, Ent­wick­lung und Unter­stüt­zung des Schwei­zer Sports, wobei das Bun­des­amt für Sport (BASPO) mit dem Dach­ver­band einen Leis­tungs­ver­trag abschliesst, der ins­be­son­de­re die Geld‑, Dienst- und Sach­leis­tun­gen des Bun­des an den Dach­ver­band sowie deren Wei­ter­lei­tung an die natio­na­len Sport­ver­bän­de regelt.[53] Der Bund sorgt im Rah­men sei­ner Zustän­dig­kei­ten dafür, dass inter­na­tio­na­le Sport­ver­bän­de für ihre Tätig­keit in der Schweiz gute Rah­men­be­din­gun­gen vor­fin­den.[54] In die­sem Zusam­men­hang ist unter ande­rem die – teil­wei­se kri­ti­sier­te – Befrei­ung der inter­na­tio­na­len Sport­ver­bän­de von der direk­ten Bun­des­steu­er zu nen­nen.[55] Wei­te­re Finanz­hil­fen kann der Bund für Sport­an­la­gen von natio­na­ler Bedeu­tung aus­rich­ten.[56] Im Zusam­men­hang mit der Sport­in­fra­struk­tur erstellt der Bund ein Natio­na­les Sport­an­la­gen­kon­zept (NASAK),[57] das den Bestand der vor­han­de­nen Sport­an­la­gen von natio­na­ler Bedeu­tung, den Bedarf an Sport­an­la­gen sowie die Rea­li­sie­rungs­prio­ri­tä­ten und die Kos­ten­fol­gen auf­zeigt.[58] Das BASPO führt im Übri­gen je ein Kurs- und Aus­bil­dungs­zen­trum in Magglin­gen und in Tenero.[59]

15 Nebst die­sen Mass­nah­men zur all­ge­mei­nen Sport- und Bewe­gungs­för­de­rung unter­stützt der Bund die För­de­rung des leis­tungs­ori­en­tier­ten Nach­wuchs­sports und des Spit­zen­sports.[60] Hier­zu erbringt er ins­be­son­de­re Dienst­leis­tun­gen zur Unter­stüt­zung von Spit­zen­sport­le­rin­nen und ‑sport­lern in der Leis­tungs­ent­wick­lung und unter­stützt die Aus- und Wei­ter­bil­dung von Trai­ne­rin­nen und Trai­nern im leis­tungs­ori­en­tier­ten Nach­wuchs­sport und im Spit­zen­sport.[61] Von erheb­li­cher Bedeu­tung in der För­de­rung des Spit­zen­sports ist zudem die Mög­lich­keit für Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­ler, den obli­ga­to­ri­schen und frei­wil­li­gen Mili­tär­dienst für die Leis­tungs­ent­wick­lung und Wett­kämp­fe zu nut­zen.[62] Gestützt auf die ent­spre­chen­de gesetz­li­che Vor­ga­be regelt die Ver­ord­nung vom 29. Okto­ber 2003 über den Mili­tär­sport (SR 512.38) Mass­nah­men zur För­de­rung des Spit­zen­sports im Mili­tär­dienst. Als sol­che Mass­nah­me bie­tet der Bund bei­spiels­wei­se die Spit­zen­sport-Rekru­ten­schu­le[63] oder die Anstel­lung als Per­son des Zeit­mi­li­tärs[64] an. Fer­ner kann der Bund inter­na­tio­na­le Sport­an­läs­se und ‑kon­gres­se in der Schweiz, die von euro­päi­scher oder welt­wei­ter Bedeu­tung sind, unter­stüt­zen, sofern sich die Kan­to­ne ange­mes­sen an den Kos­ten betei­li­gen.[65] In die­sem Rah­men kann sich der Bund an den Kos­ten der Kan­di­da­tur für inter­na­tio­na­le Sport­an­läs­se und ‑kon­gres­se und von deren Durch­füh­rung betei­li­gen.[66] Schliess­lich schafft der Bund unter dem Titel der Fair­ness und Sicher­heit die Vor­aus­set­zun­gen für einen sau­be­ren und trans­pa­ren­ten Sport, indem er die uner­wünsch­ten Begleit­erschei­nun­gen des Sports bekämpft.[67] Hier­zu stellt er Vor­schrif­ten über die Doping­be­kämp­fung auf[68] und ergreift Mass­nah­men gegen die Wett­kampf­ma­ni­pu­la­ti­on.[69] Aus­ser­dem bie­tet die bestehen­de gesetz­li­che Grund­la­ge nach der hier ver­tre­te­nen Auf­fas­sung auch Hand, sys­te­mi­sche Pro­ble­me wie etwa die phy­si­schen und psy­chi­schen Miss­bräu­che im Sport als uner­wünsch­te Begleit­erschei­nun­gen zu bekämp­fen. Der Bund kann nament­lich sei­ne Finanz­hil­fen von ent­spre­chen­den ver­bands­in­ter­nen Bekämpfungs‑, Auf­klä­rungs- und Kon­troll­mass­nah­men abhän­gig machen.[70]

3. Finanzielles Engagement von Bund, Kantonen und Gemeinden im Bereich des Sports

16 Wie bereits ange­spro­chen, wird die staat­li­che Sport­för­de­rung in der Schweiz vom Pri­mat des pri­va­ten Enga­ge­ments und vom Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät geprägt.[71] Dies bedeu­tet, dass die pri­va­ten Sport­ver­bän­de und Sport­ver­ei­ne die Trä­ger­schaft und Basis des Schwei­zer Sports bil­den.[72] Damit ein­her geht ein nur schwer quan­ti­fi­zier­ba­res ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment.[73] Die­ses Miliz­prin­zip hat im Schwei­zer Sport “eine lan­ge Tra­di­ti­on” und ent­las­tet den Staat in finan­zi­el­ler Hin­sicht.[74] Über­dies finan­zie­ren der Bund sowie die Kan­to­ne und Gemein­den ledig­lich einen gerin­gen Teil der gesam­ten Sport­för­de­rung.[75] Der staat­li­che Anteil an der Finan­zie­rung des Sports wird in der Schweiz auf 5 % geschätzt.[76] Dabei belie­fen sich die Gesamt­aus­ga­ben des Bun­des für den Sport im Jahr 2010 auf Fr. 190 Mio., wäh­rend die Kan­to­ne Fr. 232 Mio. und die Gemein­den Fr. 1.35 Mrd. auf­wen­de­ten.[77] Die kan­to­na­len und kom­mu­na­len Aus­ga­ben zuguns­ten des Sports blie­ben in den Fol­ge­jah­ren in der Sum­me wei­test­ge­hend kon­stant: Im Jahr 2018 belie­fen sich die kan­to­na­len Aus­ga­ben auf Fr. 290 Mio. und jene der Gemein­den auf Fr. 1.26 Mrd.[78]

17 Das Bun­des­ge­setz vom 29. Sep­tem­ber 2017 über Geld­spie­le (Geld­spiel­ge­setz, BGS; SR 935.51) ver­pflich­tet die Kan­to­ne, die Rein­ge­win­ne aus Lot­te­rien und Sport­wet­ten voll­um­fäng­lich für gemein­nüt­zi­ge Zwe­cke unter ande­rem im Bereich des Sports zu ver­wen­den (vgl. auch Art. 106 Abs. 6 BV).[79] Rund die Hälf­te der kan­to­na­len Aus­ga­ben zuguns­ten des Sports wird durch die Aus­schüt­tung des Rein­ge­winns der bei­den Lan­des­lot­te­rien SWISSLOS Inter­kan­to­na­le Lan­des­lot­te­rie Genos­sen­schaft[80] und Socié­té de la lote­rie de la Suis­se roman­de[81] finan­ziert.[82] Im Jahr 2020 schüt­te­ten die bei­den Lot­te­rie­ge­sell­schaf­ten zusam­men einen Betrag von Fr. 178 Mio. zuguns­ten des Schwei­zer Sports aus. Davon flos­sen rund Fr. 120.9 Mio. an die Kan­to­ne zwecks För­de­rung des Brei­ten­sports und der Sport­in­fra­struk­tur. Fr. 57.1 Mio. gelang­ten an die Sport-Toto-Gesell­schaft, die die­se Mit­tel an Swiss Olym­pic, an den Schwei­zer Fuss­ball, an das Schwei­zer Eis­ho­ckey und an die Schwei­zer Sport­hil­fe wei­ter­lei­te­te.[83] Ab dem 1. Janu­ar 2023 über­nimmt die (neue) Stif­tung Sport­för­de­rung Schweiz die Auf­ga­ben der Sport-Toto-Gesell­schaft.[84]

B. Absatz 2: Sportschule

18 Art. 68 Abs. 2 BV bestimmt, dass der Bund eine Sport­schu­le betreibt. Die Idee einer eid­ge­nös­si­schen Sport­schu­le ent­stand unter dem Ein­druck des Zwei­ten Welt­kriegs, um die Wehr­fä­hig­keit der (männ­li­chen) Bevöl­ke­rung zu ver­bes­sern. Mit Bun­des­be­schluss vom 3. März 1944 wur­de die Eid­ge­nös­si­sche Turn- und Sport­schu­le Magglin­gen mit dem Zweck geschaf­fen, mili­tä­ri­sche Lehr­kräf­te aus­zu­bil­den.[85] Deren Betrieb wur­de zunächst in der Ver­ord­nung vom 7. Janu­ar 1947 zur För­de­rung von Tur­nen und Sport gere­gelt. Im Zuge der Schaf­fung des Ver­fas­sungs­ar­ti­kels fand die Sport­schu­le in Art. 27quin­quies Abs. 3 aBV eine aus­drück­li­che ver­fas­sungs­recht­li­che Ver­an­ke­rung.[86] Der Betrieb der – mitt­ler­wei­le umbe­nann­ten – Eid­ge­nös­si­schen Hoch­schu­le für Sport Magglin­gen (EHSM) ist seit der Total­re­vi­si­on der Bun­des­ver­fas­sung im Jahr 1999 in Art. 68 Abs. 2 BV fest­ge­hal­ten. Der Bund ist zum Betrieb einer Sport­schu­le ver­pflich­tet, da der Absatz die Exis­tenz einer eid­ge­nös­si­schen Sport­schu­le expli­zit vor­sieht. Indes­sen hat der Bund bei der kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung der Sport­schu­le sowohl in inhalt­li­cher als auch in orga­ni­sa­to­ri­scher Hin­sicht einen Spiel­raum. Art. 68 Abs. 2 BV ver­an­kert damit einen blos­sen Hand­lungs­auf­trag. Die Stel­lung und Auf­ga­ben der EHSM wer­den als­dann in der Bun­des­ge­setz­ge­bung kon­kre­ti­siert. Dem­ge­mäss führt der Bund eine Hoch­schu­le für Sport mit sport­wis­sen­schaft­li­cher Leh­re, For­schung und Dienst­leis­tung sowie Aus- und Wei­ter­bil­dung im Ter­tiärbe­reich.[87]

19 Die EHSM ist eine Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit des BASPO und leis­tet einen Bei­trag zur natio­na­len Sport- und Bewe­gungs­för­de­rung.[88] Die­se Auf­ga­be nimmt sie ins­be­son­de­re wahr, indem sie eine “wesent­li­che Rol­le bei der Koor­di­na­ti­on der in der Schweiz ange­bo­te­nen Sport­stu­di­en” spielt und sich in der “anwen­dungs­ori­en­tier­ten und inter­dis­zi­pli­nä­ren sport­wis­sen­schaft­li­chen For­schung und Ent­wick­lung” enga­giert.[89] Die EHSM geniesst in der Leh­re und For­schung Auto­no­mie.[90] Sie gilt als Hoch­schu­le im Sin­ne des Bun­des­ge­set­zes vom 30. Sep­tem­ber 2011 über die För­de­rung der Hoch­schu­len und die Koor­di­na­ti­on im schwei­ze­ri­schen Hoch­schul­be­reich (Hoch­schul­för­de­rungs- und ‑koor­di­na­ti­ons­ge­setz, HFKG; SR 414.20).[91] Der EHSM kom­men drei Haupt­auf­ga­ben zu: Sie erbringt pra­xis­ori­en­tier­te Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen, anwen­dungs­ba­sier­te For­schung und Ent­wick­lung sowie Dienst­leis­tun­gen.[92] Im Bereich der Leh­re bie­tet sie einen Bache­lor­stu­di­en­gang sowie einen Mas­ter­stu­di­en­gang an. Sie kann im Übri­gen Wei­ter­bil­dungs­stu­di­en­gän­ge und sons­ti­ge Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te betrei­ben.[93] Von beson­de­rer Bedeu­tung im Bereich der For­schung und Ent­wick­lung ist die Erfül­lung von Auf­ga­ben der Res­sort­for­schung des Bun­des im Bereich Sport und Bewe­gung – nament­lich für Poli­tik­be­ra­tung, Exper­ti­se, Eva­lua­ti­on und Moni­to­ring.[94] Sie ist damit “das For­schungs­zen­trum des Bun­des im Bereich des Sports”.[95] Die (ent­gelt­li­chen) Dienst­leis­tun­gen der EHSM bezie­hen sich ins­be­son­de­re auf die Berei­che Sport­me­di­zin, Phy­sio­the­ra­pie und Leis­tungs­dia­gnos­tik.[96] Über­dies kann der Bund auch aus­ser­halb der EHSM die sport­wis­sen­schaft­li­che For­schung in Form von For­schungs­bei­trä­gen unter­stüt­zen.[97] Wesent­li­ches Ele­ment der eid­ge­nös­si­schen För­de­rung der sport­wis­sen­schaft­li­chen For­schung bil­det ein For­schungs­kon­zept, das das BASPO für eine Dau­er von jeweils vier Jah­ren erar­bei­tet.[98] Das For­schungs­kon­zept fügt sich in die for­schungs­po­li­ti­sche Pla­nung und Koor­di­na­ti­on nach dem Bun­des­ge­setz vom 14. Dezem­ber 2012 über die För­de­rung der For­schung und der Inno­va­ti­on (FIFG; SR 420.1) ein.[99]

C. Absatz 3: Jugend- und Schulsport

20 Laut Art. 68 Abs. 3 BV kann der Bund Vor­schrif­ten über den Jugend­sport erlas­sen und den Sport­un­ter­richt an den Schu­len obli­ga­to­risch erklären.

1. Jugendsport

21 Art. 68 Abs. 3 BV räumt dem Bund zunächst eine kon­kur­rie­ren­de, nach­träg­lich dero­gie­ren­de Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz im Bereich des Jugend­sports ein. Dem Bund kommt damit die Befug­nis zu, im Jugend­sport über die in Art. 68 Abs. 1 BV vor­ge­se­he­ne För­de­rung hin­aus abschlies­send zu legi­fe­rie­ren. Der Bund hat bis anhin indes kei­ne abschlies­sen­den Rege­lun­gen erlas­sen, womit es auch den Kan­to­nen wei­ter­hin mög­lich ist, Vor­schrif­ten über den Jugend­sport auf­zu­stel­len, soweit sie nicht den bestehen­den Bun­des­vor­ga­ben wider­spre­chen (vgl. Art. 49 Abs. 1 BV). Der Jugend­sport betrifft den frei­wil­li­gen Sport der Kin­der und Jugend­li­chen inner­halb und aus­ser­halb der Schu­le.[100] Nach der bestehen­den gesetz­li­chen Rege­lung erfasst der Jugend­sport im Grund­satz die Kin­der ab dem 1. Janu­ar des Jah­res, in dem sie fünf Jah­re alt wer­den. Die Teil­nah­me am Jugend­sport endet am 31. Dezem­ber des Jah­res, in dem die Jugend­li­chen ihr 20. Alters­jahr voll­enden.[101]

22 Wäh­rend sich der Bund ansons­ten wei­test­ge­hend auf die Unter­stüt­zung bestehen­der För­de­rungs­mass­nah­men beschränkt, führt er im Bereich Jugend­sport ein eige­nes Pro­gramm – das Pro­gramm “Jugend und Sport”. Die­ses Pro­gramm soll die Ent­wick­lung und Ent­fal­tung der Kin­der und Jugend­li­chen unter­stüt­zen und ihnen ermög­li­chen, den Sport ganz­heit­lich zu erle­ben.[102] Im Wei­te­ren bezweckt es die För­de­rung des kin­der- und jugend­ge­rech­ten Sports unter Berück­sich­ti­gung der Grund­sät­ze der Fair­ness und der Sicher­heit. Es soll die Ein­bet­tung der Kin­der und Jugend­li­chen in eine Sport­ge­mein­schaft för­dern sowie die Ent­wick­lung und Ent­fal­tung jun­ger Men­schen unter päd­ago­gi­schen, sozia­len und gesund­heit­li­chen Gesichts­punk­ten unter­stüt­zen.[103] Das Pro­gramm steht einer­seits im Lich­te der all­ge­mei­nen Sport- und Bewe­gungs­för­de­rungs­kom­pe­tenz im Sin­ne von Art. 68 Abs. 1 BV. Ande­rer­seits hat der Bund das Pro­gramm im Rah­men sei­ner Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz von Art. 68 Abs. 3 BV abschlies­send gere­gelt.[104] Er über­nimmt “wesent­li­che Voll­zugs­auf­ga­ben selbst” und trägt die “Haupt­ver­ant­wor­tung” für das Pro­gramm, auch wenn die­ses “in part­ner­schaft­li­cher Zusam­men­ar­beit” mit den Sport­ver­bän­den geführt und teil­wei­se von den Kan­to­nen mit ihren J+S‑Ämtern voll­zo­gen wird.[105] Im Rah­men die­ser Zusam­men­ar­beit rich­tet der Bund Bei­trä­ge an Kur­se und Lager sowie an die Kader­bil­dung der Kan­to­ne und der pri­va­ten Orga­ni­sa­tio­nen aus.[106]

2. Schulsport

23 Die dero­gie­ren­de Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz des Bun­des im Bereich des Schul­sports erlaubt es dem Bun­des­ge­setz­ge­ber, punk­tu­ell in die Schul­ho­heit der Kan­to­ne (vgl. Art. 62 Abs. 2 BV) ein­zu­grei­fen und in die­sem Zuge, den Schul­sport für obli­ga­to­risch zu erklä­ren.[107] Der Schul­sport war bereits ab dem Jahr 1907 für die Kna­ben ab dem sieb­ten Schul­jahr obli­ga­to­risch und wur­de in der Ver­ord­nung vom 7. Janu­ar 1947 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport auf drei Wochen­stun­den fixiert.[108] Nach­dem die Kom­pe­tenz des Bun­des, den Schul­sport für obli­ga­to­risch zu erklä­ren, in Art. 27quin­quies Abs. 1 aBV ver­an­kert wor­den war, erklär­te der Bund den Turn- und Sport­un­ter­richt an allen Volks‑, Mit­tel- und Berufs­schu­len ein­schliess­lich Semi­na­ren und Lehr­amts­schu­len für sämt­li­che Schü­le­rin­nen und Schü­ler für obli­ga­to­risch.[109] In Art. 1 Abs. 1 der Ver­ord­nung vom 26. Juni 1972 zum Bun­des­ge­setz über die För­de­rung von Tur­nen und Sport leg­te der Bun­des­rat wie­der­um fest, dass an den Volks- und Mit­tel­schu­len in der Woche min­des­tens drei Stun­den Turn- und Sport­un­ter­richt zu ertei­len sind.[110] Nun­mehr erklärt die gegen­wär­tig gel­ten­de Sport­för­de­rungs­ge­setz­ge­bung den Sport­un­ter­richt in der obli­ga­to­ri­schen Schu­le und auf der Sekun­dar­stu­fe II für obli­ga­to­risch.[111] Wei­ter bestimmt das Sport­för­de­rungs­ge­setz, dass in der obli­ga­to­ri­schen Schu­le min­des­tens drei Lek­tio­nen Sport­un­ter­richt pro Woche obli­ga­to­risch sind.[112] Aus der Sport­för­de­rungs­ver­ord­nung ergibt sich fer­ner, dass an den Mit­tel­schu­len, die nicht mehr zu den obli­ga­to­ri­schen Schu­len zäh­len,[113] pro Schul­jahr min­des­tens 110 Lek­tio­nen Sport­un­ter­richt regel­mäs­sig über das gan­ze Schul­jahr ver­teilt zu ertei­len sind.[114] Das Bun­des­ge­richt kam im Zusam­men­hang mit die­ser Ver­ord­nungs­be­stim­mung zu den Mit­tel­schu­len zum Schluss, dass mit der Rege­lung von 110 Lek­tio­nen pro Schul­jahr eine fle­xi­ble Umset­zung ermög­licht wer­den soll­te. Die erfor­der­li­che Regel­mäs­sig­keit bedin­ge nicht, dass (auch) an den Mit­tel­schu­len wöchent­lich drei Lek­tio­nen Sport unter­rich­tet wür­den.[115] Über den Sport­un­ter­richt hin­aus sol­len die Kan­to­ne im Rah­men des schu­li­schen Unter­richts die täg­li­chen Sport- und Bewe­gungs­mög­lich­kei­ten för­dern.[116]

24 Zur Reich­wei­te der Bun­des­kom­pe­tenz im Bereich des Schul­sports – mit­hin zur Fra­ge, ob der Bund das Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­um qua­li­ta­tiv und quan­ti­ta­tiv kon­kre­ti­sie­ren darf – herr­schen zumin­dest in der Leh­re unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen, wäh­rend die­se Fra­ge in der Recht­spre­chung als geklärt erscheint.[117] Die Leh­re ist sich im Wesent­li­chen dar­über unei­nig, ob Art. 68 Abs. 3 BV eher iso­liert und gestützt auf eine teleo­lo­gi­sche Aus­le­gung zu deu­ten sei, oder ob die Ver­fas­sungs­be­stim­mung im Rah­men der Bil­dungs­ver­fas­sung und daher mit beson­de­rem Gewicht auf ihre sys­te­ma­ti­sche Stel­lung aus­zu­le­gen sei. Letz­te­re Auf­fas­sung ver­tritt Ehren­zel­ler: Er argu­men­tiert vor einem föde­ra­lis­ti­schen Hin­ter­grund, Art. 68 Abs. 3 BV sei im Kon­text der kan­to­na­len Schul­ho­heit zu lesen. Art. 62 Abs. 2 BV bestim­me, dass die Kan­to­ne für einen aus­rei­chen­den Grund­schul­un­ter­richt sorg­ten. Dies gel­te auch für den Schul­sport. Ent­spre­chend dür­fe der Bund mit Blick auf den Schul­sport nicht wei­ter kon­kre­ti­sie­ren, was als aus­rei­chend zu gel­ten habe.[118] Die ande­re Ansicht äus­sert Biag­gi­ni, der bei sei­ner Argu­men­ta­ti­on das Gewicht auf den Sinn und Zweck des Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­ums legt. Ein Obli­ga­to­ri­um mache nur Sinn, wenn es auch ver­wirk­licht wer­de. Stün­de dem Bund nicht auch die Befug­nis zu, die Art und den Umfang des Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­ums zu regeln, könn­te das Obli­ga­to­ri­um mit einer unge­nü­gen­den kan­to­na­len Umset­zung ohne Wei­te­res unter­wan­dert wer­den. Dem­nach ent­hal­te Art. 68 Abs. 3 BV eine still­schwei­gen­de Bun­des­kom­pe­tenz zur Rege­lung des qua­li­ta­ti­ven und quan­ti­ta­ti­ven Min­dest­um­fangs des Schul­sports.[119] Die wei­te­ren Lehr­mei­nun­gen aner­ken­nen grund­sätz­lich das föde­ra­lis­ti­sche Argu­ment der kan­to­na­len Schul­ho­heit, fügen der Debat­te jedoch ein ver­fas­sungs­ge­bungs­his­to­ri­sches Ele­ment hin­zu. Seit dem Jahr 1947 wird das Schul­sport­obligatorium auf Ver­ord­nungs­stu­fe aus­drück­lich mit drei Wochen­stun­den dotiert. Weder im Rah­men der Schaf­fung des Ver­fas­sungs­ar­ti­kels im Jahr 1970 noch mit der Total­re­vi­si­on der Bun­des­ver­fas­sung im Jahr 1999 oder der Neu­ord­nung der Ver­fas­sungs­be­stim­mun­gen zur Bil­dung im Jahr 2006 wur­de der Umfang des Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­ums effek­tiv infra­ge gestellt. Das Volk und die Stän­de hät­ten sich bei die­sen Gele­gen­hei­ten jeweils abwei­chend zur ver­ord­nungs­recht­li­chen Rege­lung äus­sern und Art. 68 Abs. 3 BV kon­kre­ter fas­sen kön­nen. Da eine sol­che Kon­kre­ti­sie­rung des Ver­fas­sungs­ar­ti­kels unter­blieb, wird mehr­heit­lich die Ansicht ver­tre­ten, dem Bund kom­me auch die ver­fas­sungs­recht­li­che Befug­nis zu, die Aus­ge­stal­tung des Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­ums zu regeln.[120] Vor die­sem Hin­ter­grund und nach der hier ver­tre­te­nen Auf­fas­sung erweist sich der Rege­lungs­ge­halt der Sport­för­de­rungs­ge­setz­ge­bung zum Schulsport(-obligatorium) als verfassungskonform.

25 Die Debat­te wird – zumin­dest mit Blick auf den quan­ti­ta­ti­ven Umfang des Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­ums – auch von den Kan­to­nen gele­gent­lich geführt, da die kan­to­na­le Umset­zung des Obli­ga­to­ri­ums die Ver­füg­bar­keit einer aus­rei­chen­den (Schul-)Sportinfrastruktur vor­aus­setzt und die Reduk­ti­on der Anzahl Lek­tio­nen an Sport­un­ter­richt mit einer Kos­ten­er­spar­nis ein­her­gin­ge.[121] Die dies­be­züg­li­che Dis­kus­si­on war auch bereits Gegen­stand (bundes-)gerichtlicher Ver­fah­ren. In die­sem Zusam­men­hang hielt das Bun­des­ge­richt zunächst fest, dass die Strei­chung von Turn- und Sport­lek­tio­nen grund­sätz­lich ein zuläs­si­ges Anfech­tungs­ob­jekt dar­stel­le, da die Reduk­ti­on der Lek­tio­nen geeig­net sei, Rech­te und Pflich­ten der Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu berüh­ren.[122] Sodann erwog das Bun­des­ge­richt, dass die Umset­zung der bun­des­recht­li­chen Vor­ga­be von drei Lek­tio­nen Sport­un­ter­richt im Lich­te der Rechts­weg­ga­ran­tie von Art. 29a BV im Grund­satz einer gericht­li­chen Kon­trol­le zugäng­lich sein müs­se.[123] In einem weg­wei­sen­den Urteil aus dem Jahr 2017 rüg­te das Bun­des­ge­richt den Kan­ton Genf, der in der Stun­den­ta­fel der obli­ga­to­ri­schen Schu­len für das Schul­jahr 2016/2017 weni­ger als drei Sport­lek­tio­nen vor­sah. Es hielt fest, es sei unbe­strit­ten, dass der Kan­ton Genf drei Lek­tio­nen Sport­un­ter­richt an den obli­ga­to­ri­schen Schu­len vor­se­hen müs­se und er die­ser bun­des­recht­li­chen Vor­ga­be nicht nach­kom­me.[124] Das Bun­des­ge­richt gelang­te zum Schluss, “il appar­tient au can­ton d’introduire une troi­siè­me péri­ode d’éducation phy­si­que heb­do­mad­ai­re pour tous les niveaux de l’école obli­ga­toire dans les plus brefs délais”.[125]

26 Nicht umstrit­ten ist die Bun­des­kom­pe­tenz zum Sport an den Berufs­fach­schu­len, da dem Bund eben­so die Befug­nis zukommt, Vor­schrif­ten über die Berufs­bil­dung zu erlas­sen (vgl. Art. 63 Abs. 1 BV). Der Bun­des­rat legt die Min­dest­lek­tio­nen­an­zahl und qua­li­ta­ti­ven Grund­sät­ze für den Sport­un­ter­richt an den Berufs­fach­schu­len fest.[126] Der Sport­un­ter­richt ist auch an den Berufs­fach­schu­len obli­ga­to­risch,[127] wobei sich der Umfang nach der berufs­ab­hän­gi­gen Grund­bil­dung rich­tet.[128] Schliess­lich ent­hält Art. 68 Abs. 3 BV eine impli­zi­te Kom­pe­tenz, einen Min­dest­stan­dard für die Aus- und Wei­ter­bil­dung von Leh­re­rin­nen und Leh­rern zu erlas­sen, die den obli­ga­to­risch erklär­ten Schul­sport unter­rich­ten. Die Begrün­dung die­ser Kom­pe­tenz folgt der glei­chen Logik und den glei­chen Über­le­gun­gen, die zur Bun­des­kom­pe­tenz, wonach der Bund das Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­um qua­li­ta­tiv und quan­ti­ta­tiv kon­kre­ti­sie­ren darf, bereits erläu­tert wor­den sind.[129] Das Sport­för­de­rungs­ge­setz sieht dies­be­züg­lich jedoch bloss vor, dass der Bund in Zusam­men­ar­beit mit den Kan­to­nen die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Leh­re­rin­nen und Leh­rer unter­stüt­zen kann, die Sport­un­ter­richt ertei­len.[130]

III. Empfohlene weiterführende Lektüre

Diem Carl, Welt­ge­schich­te des Sports und der Lei­bes­er­zie­hung, Stutt­gart 1960.

Eichen­ber­ger Lutz, Die Eid­ge­nös­si­sche Sport­kom­mis­si­on 1998–2011, Chro­nik der letz­ten Jah­re, Magglin­gen 2012.

Eichen­ber­ger Lutz, Die Eid­ge­nös­si­sche Sport­kom­mis­si­on 1874–1997, Ein Bei­trag zur Sport­po­li­tik des Bun­des, Magglin­gen 1998.

Eichen­ber­ger Lutz, Die Eid­ge­nös­si­sche Sport­schu­le Magglin­gen 1944–1994, 50 Jah­re im Dienst der Sport­för­de­rung, Magglin­gen 1994.

Hen­ning Eve­lyn, Sport und Gemein­nüt­zig­keit, Stuttgart/München 2005.

Hotz Arturo, Fak­ten und Facet­ten zur Sport­ent­wick­lung in der Schweiz sowie zur Geschich­te der Schwei­zer Sport­po­li­tik seit 1874, Magglin­gen 2004.

Jen­ny Vik­tor K., Die öffent­li­che Sport­för­de­rung in der Schweiz, Unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung des Bun­des­ge­set­zes vom 17. März 1972 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport, Ahrens­burg 1978.

Kempf Hippolyt/Lichtsteiner Hans, Das Sys­tem Sport – in der Schweiz und inter­na­tio­nal, 2. Aufl., Magglin­gen 2015.

Kennel Georg, Sport-Toto als sub­si­diä­rer Sport­för­de­rer, in: Bun­des­amt für Sport BASPO (Hrsg.), Die öffent­li­che Sport­för­de­rung in der Schweiz: Bestä­ti­gung oder Hand­lungs­be­darf?, 38. Magglin­ger Sym­po­si­um 19.–21. Sep­tem­ber 1999, Schrif­ten­rei­he des BASPO Nr. 76, Magglin­gen 1999.

Krog­mann Mario, Grund­rech­te im Sport, Ber­lin 1998.

Lan­ger Mathi­as, Öffent­li­che För­de­rung des Sports, Eine ord­nungs­po­li­ti­sche Ana­ly­se, Ber­lin 2006.

Thom Vol­ker, Sport­för­de­rung und Sport­för­de­rungs­recht als Staats­auf­ga­be, Frank­furt am Main 1992.

IV. Zum Autor

Dr. iur. Mar­co Zol­lin­ger, Rechts­an­walt, ist Gerichts­schrei­ber an der II. öffent­lich-recht­li­chen Abtei­lung des Schwei­ze­ri­schen Bun­des­ge­richts in Lau­sanne. Er hat sich im Rah­men sei­ner Dis­ser­ta­ti­on ein­ge­hend mit den recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen der staat­li­chen Sport­för­de­rung in der Schweiz befasst. Gegen­wär­tig publi­ziert er regel­mäs­sig Bei­trä­ge im Bereich des Ver­wal­tungs- und Staats­rechts sowie des öffent­li­chen Verfahrensrechts.


[1]     Vgl. Bot­schaft Spo­FöG, S. 8200; Bot­schaft 1971, S. 790; Brei­ten­sport­kon­zept, S. 8; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 1 zu Art. 68 BV.

[2]     Vgl. Bot­schaft 1969, S. 1022.

[3]     Vgl. Bot­schaft 1971, S. 790; Bot­schaft 1969, S. 1022 f.; Eichen­ber­ger, S. 31 ff.; Zol­lin­ger, S. 36 f.

[4]     Vgl. Bot­schaft Spo­FöG, S. 8200; Bot­schaft 1969, S. 1023; Zol­lin­ger, S. 39. Zur Eid­ge­nös­si­schen Turn- und Sport­schu­le sie­he Rz. 18 f. hiernach.

[5]     Zum Schul­sport­ob­li­ga­to­ri­um sie­he Rz. 23–25 hiernach.

[6]     Vgl. Zol­lin­ger, S. 38.

[7]     Vgl. CR-Adank, N. 2 f. zu Art. 68 BV; Bot­schaft 1971, S. 790 f.; Bot­schaft 1969, S. 1027 f.; Zol­lin­ger, S. 40 f.

[8]     Vgl. AS 1970 S. 1649 f.; Bot­schaft 1971, S. 791.

[9]     Zol­lin­ger, S. 41.

[10]   Vgl. AS 1972 S. 897 ff.; AS 1972 S. 1009 ff.

[11]   Vgl. Art. 1 des Bun­des­ge­set­zes vom 17. März 1972 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport.

[12]   Zol­lin­ger, S. 42.

[13]   Vgl. Bot­schaft 1971, S. 792; Art. 2 Abs. 2 des Bun­des­ge­set­zes vom 17. März 1972 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport.

[14]   Bot­schaft 1971, S. 793; vgl. Art. 7 ff. des Bun­des­ge­set­zes vom 17. März 1972 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport. Zum Pro­gramm Jugend und Sport sie­he Rz. 22 hiernach.

[15]   Vgl. CR-Adank, N. 5 zu Art. 68 BV; Bot­schaft BV, S. 284 f.; Ehren­zel­ler, S. 684; Zol­lin­ger, S. 86.

[16]   Bot­schaft BV, S. 284.

[17]   Vgl. Kon­zept Sport­po­li­tik, S. 6 ff.

[18]   Kon­zept Sport­po­li­tik, S. 3 und S. 9 f.

[19]   Vgl. Zol­lin­ger, S. 62 ff. Zum Begriff des Staats­ziels sie­he Rich­li, N. 4 ff.

[20]   Kon­zept Sport­po­li­tik, S. 2.

[21]   Vgl. auch die Ver­ord­nung des VBS vom 25. Mai 2012 über Sport­för­de­rungs­pro­gram­me und ‑pro­jek­te (VSpo­FöP; SR 415.011), Ver­ord­nung des BASPO vom 12. Juli 2012 über “Jugend und Sport” (J+S‑V-BASPO; SR 415.011.2), Ver­ord­nung des VBS vom 12. August 2021 über die Stu­di­en­gän­ge an der Eid­ge­nös­si­schen Hoch­schu­le für Sport Magglin­gen (EHSM-Ver­ord­nung, EHSM‑V; SR 415.012), Ver­ord­nung des VBS vom 2. Dezem­ber 2013 über die Gewäh­rung von Bei­trä­gen an Pro­jek­te der sport­wis­sen­schaft­li­chen For­schung (SR 415.014), Ver­ord­nung vom 29. Okto­ber 2003 über den Mili­tär­sport (SR 512.38) sowie das Bun­des­ge­setz vom 19. Juni 2015 über die Infor­ma­ti­ons­sys­te­me des Bun­des im Bereich Sport (IBSG; SR 415.1) und die Ver­ord­nung vom 12. Okto­ber 2016 über die Infor­ma­ti­ons­sys­te­me des Bun­des im Bereich Sport (IBSV; SR 415.11).

[22]   Vgl. Bot­schaft Spo­FöG, S. 8202. Letzt­lich lös­te die neue Sport­för­de­rungs­ge­setz­ge­bung das sport­po­li­ti­sche Kon­zept ab (vgl. Zol­lin­ger, S. 46).

[23]   Vgl. Bot­schaft Spo­FöG, S. 8208 und S. 8252; Zol­lin­ger, S. 159 ff. Zum Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät und zum Umfang der staat­li­chen Sport­för­de­rung sie­he Rz. 16 f. hiernach.

[24]   Vgl. Akti­ons­plan, S. 2.

[25]   Vgl. Akti­ons­plan, S. 2 f.

[26]   Vgl. CR-Adank, N. 2 zu Art. 68 BV; Hügi, § 1 N. 3; Kai­ser, N. 1 ff.; Zol­lin­ger, S. 10. Zur Bedeu­tung der Ver­wen­dung der Rein­erträ­ge aus den Geld­spie­len für den Sport sie­he Rz. 17 hiernach.

[27]   Vgl. auch BSK-Hän­ni, N. 2 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 86 f. Zum Sport­be­griff in der Sport­för­de­rungs­ge­setz­ge­bung des Bun­des sie­he Bot­schaft Spo­FöG, S. 8230 und Zol­lin­ger, S. 171.

[28]   Vgl. Kai­ser, N. 7 f.; Zen-Ruf­fi­nen, N. 3 ff.

[29]   Art. 2 Ziff. 1 lit. a Euro­pean Sports Charter.

[30]   Vgl. Art. 1 Abs. 1 SpoFöG.

[31]   Vgl. AS 2006 S. 3033 ff.

[32]   Vgl. Ehren­zel­ler, S. 687; Biag­gi­ni, S. 705 f.

[33]   Zol­lin­ger, S. 86.

[34]   Vgl. Ehren­zel­ler, S. 684 f.; Zol­lin­ger, S. 87; vgl. auch Bot­schaft BV, S. 284 f.

[35]   Vgl. SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 4 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 87.

[36]   Vgl. BSK-Hän­ni, N. 3 zu Art. 68 BV.

[37]   Vgl. Zol­lin­ger, S. 87.

[38]   Vgl. BSK-Hän­ni, N. 3 zu Art. 68 BV.

[39]   Vgl. Zol­lin­ger, S. 19; vgl. auch CR-Adank, N. 16 zu Art. 68 BV; SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 4 zu Art. 68 BV.

[40]   Vgl. CR-Adank, N. 16 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 87.

[41]   Vgl. BSK-Hän­ni, N. 3 zu Art. 68 BV. Zu den recht­lich kri­ti­schen Aspek­ten der steu­er­li­chen För­de­rung sie­he Zol­lin­ger, S. 285 ff.

[42]   Vgl. BSK-Hän­ni, N. 3 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 87 f.

[43]   Zu den Beweg­grün­den der Sport­för­de­rung sie­he Bot­schaft Spo­FöG, S. 8196–8200 und Zol­lin­ger, S. 47–59.

[44]   Bot­schaft Spo­FöG, S. 8198.

[45]   Zur Aus- und Wei­ter­bil­dung der Leh­re­rin­nen und Leh­rer sie­he auch Rz. 26 hiernach.

[46]   Vgl. CR-Adank, N. 6 zu Art. 68 BV; SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 4 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 88 und S. 191; vgl. auch Art. 71 Abs. 2 SpoFöV.

[47]   Zur Kate­go­ri­sie­rung der För­de­rungs­mass­nah­men sie­he Zol­lin­ger, S. 19 ff.

[48]   Vgl. Art. 3 Abs. 1 SpoFöG.

[49]   Zum Pro­gramm Jugend und Sport sie­he Rz. 22 hiernach.

[50]   Vgl. Art. 32 ff. Spo­FöV; Art. 64 ff. VSpo­FöP; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 16 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 177 f.

[51]   Vgl. Art. 32 Abs. 1 SpoFöV.

[52]   Vgl. Art. 4 Abs. 1 Spo­FöG; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 17 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 182 f.

[53]   Vgl. Art. 41 Abs. 1 und Abs. 2 Spo­FöV. Zum Ver­hält­nis zwi­schen dem BASPO und Swiss Olym­pic sowie zu den Leis­tungs­ver­ein­ba­run­gen sie­he Haf­ner, N. 192 und Zol­lin­ger, S. 269–273.

[54]   Vgl. Art. 4 Abs. 3 SpoFöG.

[55]   Vgl. Rund­schrei­ben der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung (ESTV) vom 12. Dezem­ber 2008; Dia­co­nu, S. 15 ff.; Urtei­le 2C_314/2016 und 2C_315/2016 vom 17. Juli 2017 E. 2.2.2; 2C_383/2010 vom 28. Dezem­ber 2010 E. 3.3; vgl. neu­er­lich auch Urteil 2C_82/2021 vom 8. Dezem­ber 2021 E. 4. Zu den recht­lich kri­ti­schen Aspek­ten der Steu­er­be­frei­ung sie­he Kol­ler T., S. 61 ff. und Zol­lin­ger, S. 285 ff.

[56]   Vgl. Art. 5 Abs. 2 Spo­FöG; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 21 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 197 ff.

[57]   Vgl. Art. 5 Abs. 1 SpoFöG.

[58]   Vgl. Art. 42 Abs. 2 SpoFöV.

[59]   Vgl. Art. 26 Abs. 3 Spo­FöG; vgl. auch Immo­bi­li­en­kon­zept Sport, S. 6 f.

[60]   Vgl. Art. 16 Abs. 1 Spo­FöG; Art. 71 Spo­FöV; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 22 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 189 ff. Zur Situa­ti­on im Leis­tungs­sport und zu den staat­li­chen Mass­nah­men der Leis­tungs­sport­för­de­rung im Detail sie­he SPLISS 2019, Leis­tungs­sport­kon­zept, SPLISS 2011 sowie Zol­lin­ger, S. 257 ff. und S. 305 f.

[61]   Vgl. Art. 16 Abs. 2 lit. a und lit. b SpoFöG.

[62]   Vgl. Art. 16 Abs. 2 lit. c Spo­FöG; vgl. auch Zol­lin­ger, S. 207 ff.

[63]   Vgl. Art. 27b Abs. 1 der Ver­ord­nung über den Militärsport.

[64]   Vgl. Art. 27b Abs. 3 und Art. 27c der Ver­ord­nung über den Militärsport.

[65]   Vgl. Art. 17 Abs. 1 Spo­FöG; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 19 f. zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 192 ff.

[66]   Vgl. Art. 72 Abs. 1 und Abs. 5 SpoFöV.

[67]   Vgl. Art. 18 Abs. 1 SpoFöG.

[68]   Vgl. Art. 19 ff. Spo­FöG; Art. 73 ff. Spo­FöV; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 8 zu Art. 68 BV.

[69]   Vgl. Art. 25a ff. Spo­FöG; Art. 78a Spo­FöV; vgl. auch SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 12 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 194 ff.

[70]   Vgl. Art. 18 Abs. 2 SpoFöG.

[71]   Zum Pri­mat des pri­va­ten Enga­ge­ments sie­he Rz. 6 i.f. hier­vor. Zum Gehalt des Grund­sat­zes der Sub­si­dia­ri­tät sie­he Kol­ler H., S. 677 ff. und Zol­lin­ger, S. 159 ff.

[72]   Vgl. SPLISS 2019, S. 17; SPLISS 2011, S. 18; vgl. auch Hugi, § 7 N. 3. Zum Ver­hält­nis zwi­schen den natio­na­len und inter­na­tio­na­len Sport­ver­bän­den sie­he Haf­ner, N. 23 ff. und N. 105 ff. sowie Pach­mann, S. 24 ff.

[73]   Der Wert des unent­gelt­li­chen ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments wird auf jähr­lich ca. Fr. 2 Mrd. geschätzt (vgl. Brei­ten­sport­kon­zept, S. 16).

[74]   Bot­schaft Spo­FöG, S. 8199.

[75]   Für einen Über­blick zu den geld­ge­ben­den Akteu­ren im (Leistungs-)Sport und deren Bei­trag vgl. Brei­ten­sport­kon­zept, S. 16 f.; Hugi, § 10 N. 31 ff.; Leis­tungs­sport­kon­zept, S. 17 und S. 23 f.; SPLISS 2019, S. 23 f.; SPLISS 2011, S. 23 f.; Zol­lin­ger, S. 262 ff.

[76]   Vgl. Dia­co­nu, S. 10.

[77]   Vgl. Brei­ten­sport­kon­zept, S. 17.

[78]   Vgl. SPLISS 2019, S. 23 f.

[79]   Vgl. Art. 125 Abs. 1 BGS; vgl. auch Gesamt­schwei­ze­ri­sches Geld­spiel­kon­kor­dat vom 20. Mai 2019 (GSK; Con­cordat de 20 mai 2019 sur les jeux d’argent au niveau suisse).

[80]   Vgl. Art. 1 Abs. 1 der Inter­kan­to­na­len Ver­ein­ba­rung vom 20. Mai 2019 betref­fend die gemein­sa­me Durch­füh­rung von Geld­spie­len; vgl. auch Art. 1 Abs. 1 der Inter­kan­to­na­len Ver­ein­ba­rung vom 26. Mai 1937 betref­fend die gemein­sa­me Durch­füh­rung von Lotterien.

[81]   Vgl. Art. 4 f. der Con­ven­ti­on roman­de de 25 novembre 2019 sur les jeux d’argent.

[82]   Im Jahr 2010 über­wie­sen die bei­den Lot­te­rie­ge­sell­schaf­ten rund Fr. 108 Mio. an die kan­to­na­len Sport­fonds (vgl. Brei­ten­sport­kon­zept, S. 17).

[83]   Vgl. Sport-Toto, Jah­res­be­richt 2020, S. 4. Zur Sport-Toto-Gesell­schaft sie­he Zol­lin­ger, S. 17 f.

[84]   Vgl. Art. 32 ff. und Art. 73 Abs. 9 GSK.

[85]   Vgl. Bot­schaft 1969, S. 1033; SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 24 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 39.

[86]   Zur Ent­ste­hungs­ge­schich­te sie­he Rz. 2 f. hiervor.

[87]   Vgl. Art. 14 Abs. 1 SpoFöG.

[88]   Vgl. Art. 55 Abs. 1 Spo­FöV; Zol­lin­ger, S. 44.

[89]   Bot­schaft Spo­FöG, S. 8203; vgl. auch Zol­lin­ger, S. 186 ff.

[90]   Vgl. Art. 55 Abs. 3 SpoFöV.

[91]   Vgl. Art. 2 HFKG.

[92]   Vgl. Art. 55 Abs. 2 SpoFöV.

[93]   Vgl. Art. 57 Spo­FöV; Art. 60 ff. Spo­FöV; Art. 1 ff. EHSM‑V.

[94]   Vgl. Art. 58 Abs. 2 Spo­FöV; vgl. auch Art. 67 SpoFöV.

[95]   SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 26 zu Art. 68 BV; vgl. Art. 67 SpoFöV.

[96]   Vgl. Bot­schaft Spo­FöG, S. 8214. Zur Ent­gelt­lich­keit der Dienst­leis­tun­gen sie­he Art. 29 Spo­FöG und die Ver­ord­nung vom 15. Novem­ber 2017 über die Gebüh­ren des Bun­des­amts für Sport (GebV-BAS­PO; SR 415.01). Vgl. insb. Art. 3 lit. g und lit. h GebV-BASPO.

[97]   Vgl. Art. 15 Spo­FöG; Art. 66 ff. Spo­FöV; Art. 1 der Ver­ord­nung über die Gewäh­rung von Bei­trä­gen an Pro­jek­te der sport­wis­sen­schaft­li­chen For­schung; vgl. auch Zol­lin­ger, S. 188 f.

[98]   Vgl. Art. 66 Abs. 2 Spo­FöV; For­schungs­kon­zept 2021–2024.

[99]   Vgl. Art. 66 Abs. 1 SpoFöV.

[100] Vgl. Bot­schaft BV, S. 284.

[101] Vgl. Art. 6 Abs. 3 SpoFöG.

[102] Vgl. Art. 6 Abs. 2 SpoFöG.

[103] Vgl. Art. 2 Abs. 1 SpoFöV.

[104] Vgl. Art. 6 ff. Spo­FöG; Art. 2 ff. Spo­FöV; Art. 2 ff. VSpo­FöP; Art. 2 ff. J+S‑V-BASPO; vgl. auch Zol­lin­ger, S. 178 ff.

[105] Bot­schaft Spo­FöG, S. 8203 und S. 8211 f. Zur Durch­füh­rung sie­he Art. 29 f. SpoFöV.

[106] Vgl. Art. 11 Abs. 1 Spo­FöG; Art. 22 ff. Spo­FöV; Art. 44 ff. VSpo­FöP; vgl. auch Urteil 2C_136/2015 vom 10. Febru­ar 2015 E. 1.

[107] Vgl. Ehren­zel­ler, S. 685; BSK-Hän­ni, N. 10 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 89 und S. 183 ff.

[108] Zur Ent­ste­hungs­ge­schich­te sie­he Rz. 2 hiervor.

[109] Vgl. Art. 2 Abs. 2 des Bun­des­ge­set­zes vom 17. März 1972 über die För­de­rung von Tur­nen und Sport. Zur Ent­ste­hungs­ge­schich­te sie­he Rz. 3 f. hiervor.

[110] Vgl. AS 1972 S. 1009.

[111] Vgl. Art. 12 Abs. 2 Spo­FöG; vgl. auch Urteil 2C_824/2019 vom 31. Janu­ar 2020 E. 4.1. Gemäss Art. 48 Spo­FöV gel­ten als obli­ga­to­ri­sche Schu­len die auf­grund der kan­to­na­len Gesetz­ge­bung obli­ga­to­risch zu besu­chen­den Kin­der­gar­ten­jah­re, die Klas­sen der Pri­mar­stu­fe und die Klas­sen der Sekun­dar­stu­fe I sowie als Schu­len der Sekun­dar­stu­fe II die Mit­tel­schu­len, nament­lich die Gymna­sien und die Fachmittelschulen.

[112] Vgl. Art. 12 Abs. 4 Spo­FöG; vgl. auch Art. 49 Abs. 2 Spo­FöV; Urteil 2C_824/2019 vom 31. Janu­ar 2020 E. 4.2.

[113] Vgl. Art. 48 SpoFöV.

[114] Vgl. Art. 49 Abs. 3 SpoFöV.

[115] Vgl. Urteil 2C_824/2019 vom 31. Janu­ar 2020 E. 7.

[116] Vgl. Art. 12 Abs. 1 SpoFöG.

[117] Zur Recht­spre­chung sie­he Rz. 25 hiernach.

[118] Vgl. Ehren­zel­ler, S. 686 und S. 688 f.

[119] Vgl. Biag­gi­ni, S. 700 ff.

[120] Vgl. SGK-Zen-Ruf­fi­nen, N. 33 zu Art. 68 BV; Zol­lin­ger, S. 90.

[121] Vgl. BSK-Hän­ni, N. 11 zu Art. 68 BV; vgl. auch Urtei­le 2C_824/2019 vom 31. Janu­ar 2020 E. 5; 2C_272/2012 vom 9. Juli 2012 E. 5.

[122] Vgl. Urteil 2C_272/2012 vom 9. Juli 2012 E. 4.

[123] Vgl. Urteil 2C_709/2020 vom 18. Juni 2021 E. 4.4.

[124] Vgl. Urteil 2C_901/2016 vom 24. Mai 2017 E. 6.2.

[125] Urteil 2C_901/2016 vom 24. Mai 2017 E. 6.4.

[126] Vgl. Art. 12 Abs. 5 SpoFöG.

[127] Vgl. Art. 51 SpoFöV.

[128] Vgl. Art. 52 SpoFöV.

[129] Zur Begrün­dung sie­he Rz. 24 hiervor.

[130] Vgl. Art. 13 Abs. 1 Spo­FöG; vgl. auch Art. 54a ff. SpoFöV.

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